{"id":30411,"date":"2026-03-05T09:34:11","date_gmt":"2026-03-05T09:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/30411\/"},"modified":"2026-03-05T09:34:11","modified_gmt":"2026-03-05T09:34:11","slug":"6g-was-die-naechste-mobilfunkgeneration-wirklich-veraendern-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/30411\/","title":{"rendered":"6G: Was die n\u00e4chste Mobilfunkgeneration wirklich ver\u00e4ndern wird"},"content":{"rendered":"<p>              6G: Was die n\u00e4chste Mobilfunkgeneration wirklich ver\u00e4ndern wird<\/p>\n<p>Bis die n\u00e4chste Mobilfunkgeneration im Alltag der Nutzer ankommt, wird es noch mindestens drei, vermutlich sogar eher vier oder f\u00fcnf Jahre dauern. Auf dem MWC 2026 geh\u00f6rt 6G dennoch zu den gro\u00dfen Themen \u2013 obwohl viele Details noch nicht gekl\u00e4rt sind. Eine erste Einsch\u00e4tzung ist aber m\u00f6glich. Denn mit Blick auf die gro\u00dfen Unterschiede gegen\u00fcber 5G zeichnet sich Einigkeit unter den beteiligten Unternehmen ab. Die positiven Folgen f\u00fcr Endverbraucher: Vermutlich zun\u00e4chst weit weniger, als man von einem Generationswechsel erwarten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Download und Upload sollen sich ann\u00e4hern<\/p>\n<p>Viele Beteiligte fassen die gro\u00dfen \u00c4nderungen in drei Bereiche zusammen: Kommunikation, KI und Sensing. Kommunikation ist dabei der Punkt, der am naheliegendsten erscheint. Gemeint ist schlichtweg jede Verbindung zwischen Endger\u00e4t und Mobilfunkzelle \u2013 ob f\u00fcr ein Telefonat, eine WhatsApp-Nachricht oder den Versand einer Gigabyte-gro\u00dfen Datei. Aktuelle beziehungsweise angek\u00fcndigte 5G-Modems wie <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Wi-Fi-8-und-Bluetooth-7-0-Qualcomm-zeigt-neuen-Funkchip-fuer-Mobilgeraete-11193230.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Qualcomms X105<\/a> erreichen dabei in 5G-Netzen grob 15 Gbit\/s im Downlink und 5 Gbit\/s im Uplink. Wie viel dieser Bandbreite wirklich nutzbar ist, h\u00e4ngt von vielen Faktoren wie der generellen Netzqualit\u00e4t, der Anzahl der Nutzer innerhalb der Zelle sowie m\u00f6glichen Tarifeinschr\u00e4nkungen ab. Daran wird sich auch mit 6G nichts \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Allerdings sehen die Planungen vor, dass sich Down- und Uplink ann\u00e4hern. Das w\u00e4re f\u00fcr all diejenigen ein gro\u00dfer Vorteil, die h\u00e4ufig gro\u00dfe Datenmengen per Mobilfunk verschicken. Doch die Beteiligten wollen nicht prim\u00e4r den Bandbreitenhunger derjenigen stillen, die regelm\u00e4\u00dfig gro\u00dfe Videos und vergleichbare Datenmengen hochladen. Stattdessen geht es um das Datenaufkommen, das KI auf Smartphones und anderen per Mobilfunk angebundenen Ger\u00e4ten produziert. Die Erwartung: In Zukunft wird die KI mehr Aufgaben als bislang \u00fcbernehmen, vieles aber nicht direkt auf dem Endger\u00e4t berechnen. Stattdessen sollen unter anderem Rechenzentren wieder mehr Arbeit \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Wer lediglich mit dem Smartphone telefoniert oder im Netz surft, d\u00fcrfte kaum \u00c4nderungen feststellen \u2013 so Durga Malladi, als Executive Vice President bei Qualcomm f\u00fcr Technologie-Planung zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Mehr Rechenleistung f\u00fcr die Zelle<\/p>\n<p>Das Thema KI spielt auch im zweiten Bereich eine gro\u00dfe Rolle. Wer KI auf dem Smartphone nutzt, etwa um Bilder zu generieren oder ChatGPT Fragen beantworten zu lassen, erzeugt die Rechenlast entweder lokal auf dem Ger\u00e4t oder in einem Rechenzentrum \u2013 nichts anderes verbirgt sich hinter der omin\u00f6sen Cloud. Angesichts des erwarteten gr\u00f6\u00dferen KI-Datenaufkommens steigt die Belastung der jeweiligen Mobilfunkzelle sowie deren Anbindung. Letztere soll 6G hingegen im besten Fall entlasten. Denn die \u00dcberlegungen sehen vor, dass Mobilfunkstandorte mehr Rechenleistung erhalten und diese unter anderem f\u00fcr KI-Berechnungen einsetzen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/0\/3\/8\/9\/5\/0\/PXL_20260303_140811189-1-a6219633d2cf73fe.jpeg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1816\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 3228 \/ 1816; object-fit: cover;\" width=\"3228\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Nokia geht davon aus, dass auch die an den Mobilfunkstandorten schon vorhandene Hardware KI-Berechnungen \u00fcbernehmen kann.<\/p>\n<p>Nach Ansicht von Nokia und Qualcomm kann die Hardware der Zelle nicht alle KI-Aufgaben \u00fcbernehmen, aber immerhin f\u00fcr einige. F\u00fcr Netzbetreiber soll dies zu niedrigeren Gesamtkosten f\u00fchren, trotz der zus\u00e4tzlichen Hardware. Denn im Gegenzug sinken die Bandbreitenanforderungen f\u00fcr die Anbindung der Zelle. Nokia geht sogar noch einen Schritt weiter. Dort spielt man mit dem Gedanken, die ohnehin an den Standorten vorhandene Hardware f\u00fcr derartige Zwecke zu nutzen \u2013 und zwar immer dann, wenn diese nicht ausgelastet ist.<\/p>\n<p>6G als Radar<\/p>\n<p>Die dritte gro\u00dfe \u00c4nderung ist die, die im Rahmen des MWC 2026 f\u00fcr die meisten Diskussionen gesorgt hat: Sensing. Gemeint ist damit die M\u00f6glichkeit, 6G-Netze als eine Art Radar zu verwenden (Integrated Sensing and Communications, ISAC). Mit den Funkreflexionen lassen sich Objekte, deren Entfernung und Geschwindigkeit messen. Dassault Syst\u00e8mes ging im Gespr\u00e4ch sogar noch einen Schritt weiter: Selbst Oberfl\u00e4chenmaterialien k\u00f6nnten mit 6G identifiziert werden. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Software, mit der sich digitale Zwillinge, etwa von Fabriken oder Wohnbl\u00f6cken, erstellen und dann f\u00fcr physikalische Simulationen verwenden lassen. Prinzipiell k\u00f6nnte 6G so positive Dinge wie Echtzeitverkehrsdaten liefern oder Drohnen zuverl\u00e4ssig erkennen.<\/p>\n<p>Aber nicht nur die EU-Telekommunikationsnormungsbeh\u00f6rde ETSI <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/6G-wird-zum-Radar-ETSI-warnt-vor-Risiken-durch-Umgebungserfassung-11195640.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bef\u00fcrchtet fragw\u00fcrdige Einsatzm\u00f6glichkeiten<\/a>. Denn die Technik macht es auch m\u00f6glich, Karten von Geb\u00e4uden zu erstellen oder einzelne Personen zu identifizieren und zu verfolgen \u2013 ohne deren Einwilligung und selbst dann, wenn sie kein 6G-Endger\u00e4t nutzen. Eine insgesamt dystopische Vorstellung.<\/p>\n<p>Vieles sollte bereits mit 5G kommen<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich soll 6G neben den drei gro\u00dfen Punkten auch weitere Neuerungen bieten. \u00dcbertragungsraten und Verbindungsqualit\u00e4t sollen steigen, die Latenzen gleichzeitig sinken. Konkrete Zielwerte will aber niemand nennen. Viele weitere Punkte waren bereits f\u00fcr 5G vorgesehen \u2013 etwa die nahtlose Integration von Satellitennetzwerken und die verz\u00f6gerungsarme Kommunikation zwischen autonomen Fahrzeugen und Mobilfunknetzen.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/5\/0\/3\/8\/9\/5\/0\/PXL_20260302_083545686-3ee8ea7acefd7db0.jpeg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1483\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 2637 \/ 1483; object-fit: cover;\" width=\"2637\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>Wer genau hinschaut, wird bei den 6G-Neuerungen einiges erkennen, das bereits f\u00fcr 5G in Aussicht gestellt wurde.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr, dass dieses und vieles anderes nun tats\u00e4chlich umgesetzt wird, spricht eine Erfahrung, auf die mehrfach verwiesen wurde: Mit geraden Versionsnummern gingen immer auch gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen einher, ungerade entpuppten sich r\u00fcckblickend betrachtet lediglich als Evolution.<\/p>\n<p>Hinweis: Qualcomm hat die Kosten f\u00fcr Reise und Unterbringung des Autors zum MWC 2026 \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:pbe@heise.de\" title=\"Patrick Bellmer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">pbe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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