{"id":34340,"date":"2026-03-08T07:50:07","date_gmt":"2026-03-08T07:50:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/34340\/"},"modified":"2026-03-08T07:50:07","modified_gmt":"2026-03-08T07:50:07","slug":"e-t-t-y-praemiertes-hoerspiel-1-sa-07-03-2026-1400","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/34340\/","title":{"rendered":"&#171;E T T Y&#187; &#8211; pr\u00e4miertes H\u00f6rspiel (1) | SA | 07 03 2026 | 14:00"},"content":{"rendered":"<p class=\"articleDate\"> 7. M\u00e4rz 2026, 14:00<\/p>\n<p>Etty Hillesum war eine niederl\u00e4ndische J\u00fcdin, die 1943 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Nachdem sie 1941 Julius Spier kennengelernt hatte, der sowohl psychoanalytisch als auch k\u00f6rpertherapeutisch arbeitete, begann sie auf dessen Empfehlung Tageb\u00fccher zu schreiben. Das Gesamtwerk ihrer Tagebucheintr\u00e4ge, Briefe und Schriften wurde 2023 bei C.H Beck unter dem Titel &#171;Ich will die Chronistin dieser Zeit werden. S\u00e4mtliche Tageb\u00fccher und Briefe&#187; ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>&#171;Das ist das Problem unserer Zeit. Der gro\u00dfe Hass gegen die Deutschen, der das eigene Gem\u00fct vergiftet &#8230; Und wenn auch nur noch ein einziger anst\u00e4ndiger Deutscher existierte, dann w\u00e4re dieser es wert, in Schutz genommen zu werden&#187;, schreibt Etty Hillesum am 15. M\u00e4rz 1941 in ihr Tagebuch.<\/p>\n<p>Die 1914 geborene Tochter eines niederl\u00e4ndischen Lehrers und einer russischen Mutter beschreibt in ihren Aufzeichnungen ihre Depressionen und Lebenslust, ihre Suche nach Liebe und Selbstbestimmung, ihre Begegnung mit Gott (&#171;Ich f\u00fchre einen Dialog mit dem, was in mir das Allertiefste ist und was ich der Einfachheit halber als Gott bezeichne&#187;) und ihre Auseinandersetzung mit Hass und Mitgef\u00fchl: &#171;Wir m\u00fcssen diese Barbarei im Herzen ablehnen.&#187; 1942 arbeitet sie kurz beim j\u00fcdischen Rat, geht dann freiwillig ins Lager Westerbork, um den Kranken beizustehen &#8211; &#171;Man m\u00f6chte ein Pflaster auf vielen Wunden sein.&#187; Am 7. September 1943 wird sie mit ihrer Familie nach Auschwitz deportiert, wo sie am 30. November 1943 stirbt.<\/p>\n<p>Ihre Tageb\u00fccher und Briefe \u00fcbergab sie einer Freundin zur Ver\u00f6ffentlichung. 1983 erschien die Gesamtausgabe, 2023 die deutsche \u00dcbersetzung. Die Zeit schrieb \u00fcber sie: &#171;In Hillesums Werk begegnet man einer Frau, die an Anne Frank, Simone Weil und Edith Stein erinnert &#8211; und doch einzigartig bleibt: So viel Grenz\u00fcberschreitung hat in der Frauengeschichte nicht ihresgleichen.&#187;<\/p>\n<p>E T T Y. H\u00f6rspiel nach den Tageb\u00fcchern von Etty Hillesum (Teil 1). Mit Lou Strenger, Roland Koch, Sabine Muhar und Markus Meyer, \u00dcbersetzung aus dem Niederl\u00e4ndischen: Christina Siever und Simone Schroth, Tongestaltung: Elmar Peinelt, Manuel Radinger und Simon D\u00fcnser, Regieassistenz: Susanne Hofinger, Musik: Matthias Jakisic, Bearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann (ORF\/hr 2025)<\/p>\n<p>Service<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/oe1.orf.at\/programm\/20260227\/823506\/Die-Oe1-Hoerspiel-Gala-live-aus-dem-ORF-RadioKulturhaus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die \u00d61 H\u00f6rspiel-Gala 2026 zum Nachh\u00f6ren<\/a><\/p>\n<p>Sendereihe<\/p>\n<p>Gestaltung<\/p>\n<p>\u00dcbersicht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"7. M\u00e4rz 2026, 14:00 Etty Hillesum war eine niederl\u00e4ndische J\u00fcdin, die 1943 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. 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