{"id":36387,"date":"2026-03-09T16:16:09","date_gmt":"2026-03-09T16:16:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/36387\/"},"modified":"2026-03-09T16:16:09","modified_gmt":"2026-03-09T16:16:09","slug":"prostatakrebs-beispiellose-ergebnisse-forscher-stellen-vielversprechendes-medikament-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/36387\/","title":{"rendered":"Prostatakrebs: \u201eBeispiellose Ergebnisse\u201c \u2013 Forscher stellen vielversprechendes Medikament vor"},"content":{"rendered":"<p>Ein gentechnisch ver\u00e4nderter Antik\u00f6rper weckt Hoffnung bei der Behandlung von Prostatakrebs: Bei einigen Patienten schrumpften Tumore deutlich. Die Methode bietet Vorteile gegen\u00fcber anderen Behandlungen, steht aber noch am Anfang.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die h\u00e4ufigste Krebserkrankung bei M\u00e4nnern ist Prostatakrebs. In Deutschland leben etwa eine halbe Million M\u00e4nner mit einer Prostatakrebsdiagnose. Forscher haben k\u00fcrzlich eine neue Behandlung getestet: ein Medikament, das die Tumore schrumpfen lassen soll. <\/p>\n<p>Das Medikament hat tats\u00e4chlich vielversprechende Ergebnisse gezeigt: Bei einigen Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs hat das Medikament zu einer Verkleinerung der Tumore gef\u00fchrt. <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/clinicaltrials.gov\/study\/NCT06217822\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/clinicaltrials.gov\/study\/NCT06217822&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Die Ergebnisse<\/a>, die noch nicht von weiteren Fachkollegen begutachtet wurden, wurden auf dem Symposium der American Society of Clinical Oncology \u00fcber urogenitale Krebserkrankungen in San Francisco vorgestellt. <\/p>\n<p>\u201eWir glauben, dass solche Therapien langfristig zu Heilungen f\u00fchren k\u00f6nnen\u201c, sagte Johann de Bono, der die Studie leitete. Dem britischen <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/society\/2026\/feb\/28\/researchers-praise-stunning-results-of-new-prostate-cancer-treatment\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.theguardian.com\/society\/2026\/feb\/28\/researchers-praise-stunning-results-of-new-prostate-cancer-treatment&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eGuardian\u201c <\/a>erkl\u00e4rte er: \u201eVIR-5500 ist ein gentechnisch ver\u00e4nderter Antik\u00f6rper. Er bringt die k\u00f6rpereigenen Killer-T-Zellen gezielt mit Tumorzellen in Kontakt, die sich dem Immunsystem bislang entziehen konnten. Diese Wirkstoffklasse \u2013 sogenannte T-Zell-Engager \u2013 hilft dem Immunsystem, Krebszellen zu erkennen und zu zerst\u00f6ren.\u201c Weitere klinische Studien seien bereits geplant. \u201eWir brauchen noch mehr Daten, aber die Ergebnisse sind beeindruckend\u201c, so de Bono. <\/p>\n<p>An der Studie nahmen 58 M\u00e4nner mit fortgeschrittenem Prostatakrebs teil, bei denen andere Therapien nicht mehr gewirkt hatten. Sie erhielten das Medikament VIR-5500. Nach Angaben der Forscher berichteten rund 88 Prozent der Patienten nur \u00fcber leichte Nebenwirkungen. Um die Wirkung zu \u00fcberpr\u00fcfen, analysierte das Team den PSA-Wert im Blut der Teilnehmer. Das prostataspezifische Antigen (PSA) gilt als wichtiger Biomarker: Erh\u00f6hte Werte k\u00f6nnen auf eine Erkrankung der Prostata hinweisen. <\/p>\n<p>Die Studie begann mit niedrigen Dosen, die schrittweise erh\u00f6ht wurden. Bei der Auswertung der 17 M\u00e4nner, die die h\u00f6chste Dosis erhielten, zeigte sich ein deutlicher Effekt: Bei 14 von ihnen (82 Prozent) sank der PSA-Wert um mindestens die H\u00e4lfte. Bei neun M\u00e4nnern (53 Prozent) verringerte er sich um mindestens 90 Prozent, bei f\u00fcnf (29 Prozent) sogar um mindestens 99 Prozent. <\/p>\n<p>De Bono sprach von \u201ebeispiellosen Ergebnissen\u201c \u2013 gerade bei einer Krebsart, die lange als \u201eimmunologische Erk\u00e4ltung\u201c galt, also als Tumorform, die kaum auf Immuntherapien anspricht. <\/p>\n<p>Besonders bemerkenswert war der Fall eines 63-j\u00e4hrigen Mannes, dessen Krebs bereits in die Leber gestreut hatte: Nach sechs Behandlungszyklen waren 14 Lebermetastasen vollst\u00e4ndig verschwunden. <\/p>\n<p>Das Besondere an VIR-5500 sei, so de Bono, dass der Wirkstoff erst direkt im Tumor aktiviert werde. Dadurch k\u00f6nnten Nebenwirkungen verringert werden \u2013 ein wichtiger Vorteil, da andere sogenannte T-Zell-Engager bei Prostatakrebs teils schwere Entz\u00fcndungsreaktionen ausl\u00f6sen. Zudem bleibe das Medikament m\u00f6glicherweise l\u00e4nger im Blut. Das k\u00f6nnte bedeuten, dass weniger Behandlungen n\u00f6tig sind. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein gentechnisch ver\u00e4nderter Antik\u00f6rper weckt Hoffnung bei der Behandlung von Prostatakrebs: Bei einigen Patienten schrumpften Tumore deutlich. 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