{"id":37592,"date":"2026-03-10T12:49:08","date_gmt":"2026-03-10T12:49:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/37592\/"},"modified":"2026-03-10T12:49:08","modified_gmt":"2026-03-10T12:49:08","slug":"alles-gute-zum-90-geburtstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/37592\/","title":{"rendered":"Alles Gute zum 90. Geburtstag"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wundersch\u00f6nen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begr\u00fcsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabh\u00e4ngig, kritisch, gut gelaunt am Dienstag, dem 10. M\u00e4rz 2000 und&#8230; 26 nach Wahlschlappe. Avdili droht mit scharfem Oppositionskurs per Parim. Avdili, gescheiterter Stadtratskandidat und FDP-Pr\u00e4sident, sieht am Tag nach der Niederlage keine strategischen Fehler bei seiner Partei. In Zukunft will er vermehrt gegen wichtige linke Vorlagen angehen. Die FDP, der Staat Z\u00fcrich, hat einen schwerwiegenden strategischen Fehler gemacht. Und zwar allem voran. Der gescheiterte Spitzenkandidat hat n\u00e4mlich auf Konfrontation gegen\u00fcber der SVP gesetzt, dem gr\u00f6ssten b\u00fcrgerlichen Verb\u00fcndeten. Das ist f\u00fcr mich immer wieder interessant, dieser Mangel an strategischem, an politischem Denken seitens dieser offensichtlich allzu narzisstisch veranlagten Parteiexponenten. Die sehen vor lauter Wahlplakaten, auf denen ihr Kopf zu besichtigen ist, ausser sich selbst niemanden mehr. Dabei muss doch gerade eine Die FDP, die in den letzten Jahren immer hat federn lassen m\u00fcssen bei Urneng\u00e4ngen, die mal \u00fcber 20% war und nun zur\u00fcckgefallen ist auf deutlich unter 20%. Sie muss sich ja die Frage stellen, warum haben wir eigentlich verloren? Warum ist die SVP immer st\u00e4rker geworden? Eben weil die SVP bei jenem FDP-Programm weitergemacht oder dieses Programm bewahrt hat, das die FDP seinerzeit aufgegeben hat, n\u00e4mlich mehr Freiheit und Selbstverantwortung, weniger Staat. Und&#8230; An diesem Punkt ist die Zusammenarbeit gefragt und eben nicht die Konfrontation. Und Perparim Avdili, ein Politiker, sagen wir es mal so, mit jetzt nicht besonders ausgepr\u00e4gtem Sinn f\u00fcr Humor, hat hier sich in einem ziemlich aussichtslosen Kampf verbissen gegen\u00fcber jenen Kr\u00e4ften. Es muss einem ja nicht alles passen, es ist ja keine Liebesbeziehung, aber es ist eine Sachbeziehung. Und wenn dann der gleiche gem\u00e4ss Tagesanzeiger jetzt behauptet, wir haben keinen strategischen Fehler gemacht, dann haben sie eben die Grundlage daf\u00fcr, warum diese Partei verliert. Weil sie eben nach wie vor auch verlierend, auch wenn es jetzt kleine Zugewinne gegeben hat, auf dem hohen Ross sitzt. Und man muss das einmal n\u00fcchtern anschauen, was da passiert ist. Wir sind ja eigentlich jetzt in einer wieder konservativer werdenden Zeit. Es ist nicht der gr\u00fcne Zeitgeist. Abrin. Z\u00fcrich ist die Absurdit\u00e4t der St\u00e4dte, k\u00f6nnen eben die Gr\u00fcnen \u00fcberproportional zulegen. Wenn sie in den Parlamenten zur\u00fcckfallen, legen sie in der Exekutive zu, w\u00e4hrend die B\u00fcrgerlichen, die eigentlich vom Zeitgeist profitieren sollten, im Parlament hinzugewinnen, aber exekutiv nichts nach vorne bringen. Sehen wir \u00fcbrigens auch bei verschiedenen Gemeinden im Kanton Z\u00fcrich sehr starke b\u00fcrgerliche&#8230; Vertretung bei den Wahlen, aber in der Exekutive reicht es nicht. Vor allem die SVP wird immer wieder abgestraft. Wir haben das Beispiel Stefan noch etwas analysiert auf der Redaktion gestern. Da beobachten Sie, dass im Grunde ein Zwei-Parteien-System da ist, das zwar die Bev\u00f6lkerung, eine SVP, stark beansprucht und entsprechend auch die Stimmen abgibt, aber auf der Exekutivstufe bildet sich das nicht ab, Aufgrund eben der quasi sich zusammenlegenden informellen Mehrheit \u00fcber alle Parteigrenzen hinweg. Also diese Konstellation ist interessant. Aber wenn die B\u00fcrgerlichen, wenn die FDP etwas bewegen will, ja dann muss sie auch die Kraft haben, mit dem inhaltlich hier am n\u00e4chsten stehenden Mitbewerber oder gelegentlichen Gegner, Partner, wie auch immer, mit dem zusammenzuarbeiten. Und da hat nat\u00fcrlich jetzt gerade&#8230; der Spitzenkandidat Perpari Maftili, nichts unternommen in die Richtung, beziehungsweise nichts, was hier h\u00e4tte wahrgenommen werden k\u00f6nnen. Also das ist etwas, Lokal- und Regionalpolitik, international und nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die Schweiz von gr\u00f6sster Bedeutung sind die Turbulenzen, sind die Verwerfungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg, vor allem der steigende \u00d6lpreis. Wir haben gestern schon dar\u00fcber gesprochen, die internationalen Medien hatten das&#8230; Bereits vor 24 Stunden an der Spitze der Schlagzeilen, was passiert mit der Weltwirtschaft mit so einem \u00d6lpreis? Das hat nat\u00fcrlich gewaltige Konsequenzen, \u00fcbrigens interessant, jetzt haben wir doch jahrelang erneuerbare Energien, sogenannte, gepusht. Mit dem Versprechen, mit der Ansage, das w\u00fcrde uns sicherer machen. Nat\u00fcrlich hat man da nie den Zeithorizont eingepreist. Man hat das als Dogma verk\u00fcndet, selbstverst\u00e4ndlich. Die fossilen Energietr\u00e4ger, die sind vorbei, erinnern Sie sich. Man hat Gesetze erlassen, die unsere Nationalbank in der Schweiz zwingen wollten. Auch die Banken, der ganze Finanzplatz wurde zwangsvergr\u00fcnt. Ja, man darf da nicht mehr in solche Dinge&#8230; Geld investieren wie \u00d6l und Gas, das ist vorbei, jetzt kommt ganz was anderes. Da sehen Sie jetzt die fatale Wirkung einer realit\u00e4tsblinden Gaga-Strategie, dass man sich verrennt in den eigenen Wolkenschiebereien, im eigenen politischen Wahn, in dieser gr\u00fcnen Verblendung. Und verstehen Sie mich richtig, unter gr\u00fcn, wenn ich gr\u00fcn als Umweltbewusstsein, \u00fcbersetze, dann habe ich ja nichts dagegen. Aber das Problem ist eben, dass im Gr\u00fcnen angelegte marxistisch-antimarktwirtschaftlich-planwirtschaftliche-Moment, wobei eben noch hinzukommt, dass es eine Planwirtschaft ohne Plan ist. Und das sieht man jetzt. Und im Moment redet niemand mehr von erneuerbaren Energien. Vielleicht im Stadtrat von Z\u00fcrich ist das das ganz grosse Thema. Aber da draussen in der Wirklichkeit ist Null, aber 0,0 die Rede davon. Da dreht sich jetzt alles ums \u00d6l, um die fossilen Brennstoffe. Und Sie sehen ja an diesen ganzen wirtschaftlichen Entwicklungen, diesen Risiken, dass diese europ\u00e4ische und zeitweilig auch amerikanische Verblendung, sich da energiepolitisch als Geisterfahrer in ein gr\u00fcnes Nirwana hinein zu man\u00f6vrieren, das hat unsere Gesellschaft. gewaltigen Risiken ausgesetzt. Jetzt die Amerikaner, zum Gl\u00fcck ein Trump, hat immer Gegensteuer gegeben, was immer sie von ihm halten. Der hat gesagt, fertig, drill, baby, drill, wir brauchen diese old school Energie. Alles andere ist Luft, ist treibsam, funktioniert nicht, wir m\u00fcssen zu dem zur\u00fcck. Er wurde ausgelacht. Jetzt sind aber die Amerikaner in der Position, dass sie energieautark sind, w\u00e4hrend Europa maximal angeschlagen ist nat\u00fcrlich mit betroffen von dem. Hier sieht man, wie die Wirklichkeit den Leuten eine ganz harte Lektion gibt. Offensichtlich war das n\u00f6tig, denn sonst h\u00e4tte man sich da weiterhin davon getr\u00e4umt. Also dieser Krieg im Nahen Osten, das ist nat\u00fcrlich jetzt die grosse Frage, wie lange geht das? Haben sich die Amerikaner, die Israeli, verkalkuliert? Trump hat in der Nacht auf heute gesagt, der Krieg dauere nicht mehr lange. Iran milit\u00e4risch entwaffnet, kann nichts mehr passieren. Die Strasse von Hormuz sei offen. Es w\u00fcrde Schlimmes passieren, wenn die Iraner da Schiffe beschissen w\u00fcrden. Es gibt eine Ausweitung. Iranische Transporter sind vor der K\u00fcste Sri Lankas abgeschossen worden. Die Iraner schlagen offensichtlich nach wie vor ziemlich wild um sich. Es werden auch verschiedene Regionen getroffen. Zypern ist zum Beispiel auch in Mitleidenschaft getroffen worden. mit der interessanten Erkenntnis, dass die Royal Navy und die Royal Air Force auch schon bessere Tage hatten. Also ist schon erschreckend, wie nackt man verteidigungsm\u00e4ssig dasteht auf Seiten Europas. Sie erinnern sich vielleicht, am Tag des Einmarsches der Russen in der Ukraine habe ich einen Artikel ver\u00f6ffentlicht, der allerdings zwei Tage vor dem Einmarsch geschrieben wurde, aber den k\u00f6nnten Sie eins zu eins nochmal abdrucken. Und dort habe ich gesagt, vielleicht ist Putin&#8230; der Realit\u00e4tsschock, den der Westen braucht, um von seinen Lebensl\u00fcgen aufzuwachen. Und eine dieser Lebensl\u00fcgen ist die Vernachl\u00e4ssigung der eigenen Verteidigungsf\u00e4higkeit, nicht Kriegst\u00fcchtigkeit, wie sie jetzt in Deutschland sagen. Immer etwas \u00fcbertrieben nat\u00fcrlich, die Deutschen, das klirrt dann manchmal da ins etwas Ungem\u00fctliche hinein, wenn Politiker sich da dermassen strammstehend auf irgendein Thema versteifen. Aber dass man die Armeen in Ordnung bringt, das ist&#8230; \u00fcberf\u00e4llig und Sie sehen es nat\u00fcrlich jetzt in Grossbritannien. Ich glaube eben, dass ein Teil der Panik, auch der Realit\u00e4tsunf\u00e4higkeit, n\u00fcchtern und vern\u00fcnftig zu reagieren, hat eben auch damit zu tun, dass wir unsere Verteidigungsf\u00e4higkeit ganz massiv vernachl\u00e4ssigt haben. In der NZZ ist mir ein Text aufgefallen, heute Morgen, die Schweiz habe Geopolitik, der Schweiz fehlt eine strategische Kultur. Da musste ich schwunzeln. Das sagen jetzt gerade die Richtigen. Ich meine, wer hat in den letzten Jahren die Neutralit\u00e4t publizistisch unter Dauerbeschuss genommen? Und die Neutralit\u00e4t ist nun das geostrategische, geopolitische Zentralinstrument der Schweiz. Haltet euch aus fremden Kriegen raus. Ist ja nicht so schwer zu begreifen, was das eigentlich ist. Und dass es vielleicht nicht hilfreich ist, sich auch an Wirtschaftskriegen zu beteiligen. noch mehr Sanktionen gegen Russland auszusprechen als die Europ\u00e4ische Union. Man glaubt es kaum. Also hier quasi der Zwerg, der sich mit der Atommacht anlegt. Warum eigentlich? Wozu? Haben uns die Russen jemals irgendetwas zu leide getan? Wenn ja, was? Und wenn nein, warum f\u00fchren wir dann Krieg gegen Russland? Das ist strategische Kultur, \u00fcber solche Grundfragen einmal zu reden. Aber wer hat&#8230; Allen voran diese Fragen im Gestus heiliger Emp\u00f6rung und heiliger Selbstsicherheit weggewischt. Nat\u00fcrlich unsere lieben Freunde von der NZZ, die ja die neutralit\u00e4tspolitische Tradition dieser Zeit \u00fcber Bord geworfen haben. Aber jetzt&#8230; Ist man sozusagen wieder zuvorderst auf den Balkon in der Diagnose, ja, wir haben keine strategische Kultur, nachdem man sie eigentlich selber beseitigt hat, beziehungsweise publizistisch, schreibend vernebelt. Oder man muss es vielleicht so formulieren, diese strategische Kultur, die sich eben auf das Instrument der Neutralit\u00e4t ziemlich konzentrieren l\u00e4sst, genau das unter Beschuss zu nehmen. Nein, meine Damen und Herren, die Schweiz muss zur\u00fcck zu dieser Neutralit\u00e4t. Und es ist schlicht Wahnsinn und Dummheit, strategische Dummheit, dass FDP, der freisinnige Aussenminister, man muss ja auch mal die Parteizugeh\u00f6rigkeit ansprechen, Ignacio Gassis, einen Vertrag unterschreibt mit EU, der Aussenbeauftragten Kaya Kalas, deren Vorfahren von den Sowjets in den Gulag gesteckt wurden. Ich kann verstehen, dass da eine andere Einstellung gegen\u00fcber Russland, dem Rechtsnachfolger der Sowjetunion, da ist. als in der Schweiz. Aber das ist ja der Witz heute. Das ist die Pointe, dass man eben die eigenen nationalen Interessen ber\u00fccksichtigen muss. Und dumm ist, wer die nationalen Interessen anderer unreflektiert sich zu eigen macht. Und dass der Bundesrat hier wirklich, also das ist be\u00e4ngstigend, wie man sich hier im Sinne einer selbsterf\u00fcllenden Prophezeiung Der NATO um den Hals wirft, der EU um den Hals wirft, die EU ist Kriegspartei, dezidierte Kriegspartei. Die NATO steht faktisch in einem Stellvertreterkrieg unter Beteiligung auch von Abgesandten, nicht offiziell, aber NATO-Staaten haben ihre Leute in der Ukraine, mit Russland. Da muss sich die Schweiz raushalten, das ist die strategische Kultur, das ist die Geopolitik. Und allen voran haben da die Journalisten versagt und die Politiker, die ja&#8230; Ihre Schw\u00e4che dadurch dokumentieren, dass sie einfach das machen, was bestimmte Mainstream-Zeitungen schreiben, sind in dem Sinn einfach im gleichen Fahrwasser unterwegs. Also die strategische Kultur, dieses hochgestochene Wort, zur\u00fcck zur Neutralit\u00e4t. Und zwar zur umfassenden, zur immerw\u00e4hrenden und zur bewaffneten. Und umfassend heisst, auch Wirtschaftssanktionen sind betroffen. SRG Nachbarn Nachwehen der SRG-Initiative. Die Mitarbeiter der Fernsehstation trumpfen jetzt schon wieder sehr \u00fcberheblich und selbstbewusst auf. Wir h\u00f6ren das. Was f\u00e4llt denn da dem Bundesrat R\u00f6sti ein? Jetzt doch die Geb\u00fchren senken zu wollen. Wir haben ja gewonnen. Jetzt pl\u00f6tzlich gibt es keinen Sparbedarf mehr. Da treten aus verschiedenen&#8230; Schattenregionen bisher nun Exponenten, auch ehemalige SRG-Exponenten in Erscheinung, um sozusagen alles ins Gegenteil zu verdienen. Nein, also Sparen, das k\u00f6nnt ihr vergessen. Jetzt erst recht nicht mehr, vermutlich will man jetzt noch ausbauen, noch gr\u00f6sser werden. 6&#8217;000 Mitarbeiter hat die SRG, 6&#8217;000 beurteilen sie selber, was die da rausbringen. Und dieses Gejammer, dass man nicht sparen kann, das ist einfach l\u00e4cherlich als Unternehmer. sind sie permanent konfrontiert damit, ihre Kosten zu optimieren. Aber diese Monopolbetriebe, die gar nicht zugeben wollen, dass sie faktisch staatlich gesch\u00fctzte Monopole, Zierg\u00e4rten und gesch\u00fctzte Werkst\u00e4tten sind, die sind selbstverst\u00e4ndlich unf\u00e4hig, auch nur einen Rappen einzusparen. Und das ist beelendend. Und auch da wieder ist mir aufgefallen, in einigen Zeitungen, nicht zuletzt in der NZZ wird das heute Morgen beanstanden. Ich will mich da jetzt nicht auf die NZZ kaprizieren, aber das f\u00e4llt schon auf. Wenn die NZZ hat diese Halbierungsinitiative bek\u00e4mpft. Sie hat dagegen argumentiert. Und jetzt beschwert sich die gleiche Zeitung ein paar Tage sp\u00e4ter, das ist also schon etwas arrogant, wie da die SRG auftritt. Eine Arroganz, die man ja selber befeuert hat, indem man diese vern\u00fcnftige Initiative bek\u00e4mpft hat. Nun allerdings die Frage, die sich die SVP stellen muss, die ja nicht alleinige oder Urheberin dieser Initiative war. Das war ja ein Gemeinschaftswerk, Jungfreisinniger Gewerbeverband und SVP. Die SVP hat das dann aber&#8230; sehr stark auch nach vorne vertreten. Und jetzt in der Betrachtung, warum ist man nicht durchgekommen, h\u00f6rt man Analysen, das habe eben damit zu tun, dass der Medienminister Albert R\u00f6sti mit seiner bereits angek\u00fcndigten Geb\u00fchrensenkung von 335 auf 300 Franken der Initiative den Wind aus den Segeln genommen habe. Da muss man sich nat\u00fcrlich fragen, wenn das so ist, jetzt im R\u00fcckblick, warum hat die SVP diese Initiative nicht zur\u00fcckgezogen, beziehungsweise warum ist es dieser Dreiergruppe nicht gelungen, aus dem Schritt, den man jetzt entsprechend bewertet, des Bundesrats, damals die richtigen Schl\u00fcsse gezogen zu haben. Diese Frage ist zu kl\u00e4ren. Und das Zweite in diesem Zusammenhang. Hat sich eigentlich die SVP einen Gefallen getan mit dieser Initiative? Jetzt, ich finde sie richtig. Auch gut, dass man dar\u00fcber diskutiert hat, wie das Ganze l\u00e4uft und wie die SRG positioniert ist. Was ist ihr Auftrag? Wie viel Geld verbrennt sie, verschlingt sie? Hanker um, jetzt aus parteipolitischer Sicht muss man sich fragen, aber das wird auch erst jetzt post festum klar. Vorher sind wir auch nicht drauf gekommen. Damit hat man nat\u00fcrlich auch die Gegner mobilisiert. Dieser gewaltige Resonanzkasten SRG, ein linksgr\u00fcner Echoraum. Darum hat die SP \u00fcber 2 Millionen Franken, nein Entschuldigung, 1,6 Millionen Franken, plus dann noch die weiteren linken Organisationen, \u00fcber 2 Millionen Franken hineingepumpt. Das sind nat\u00fcrlich gewaltige Summen. die man nicht ausgeben w\u00fcrde, wenn das nicht der Haussender der Rotfunk w\u00e4re. Und mit diesem Angriff auf die SRG ist eine gewaltige Mobilisierung auch verbunden gewesen, die vielleicht auch r\u00fcbergeschwappt hat auf Themen wie Individualbesteuerung und anderes. Und jetzt als Hauptprobe f\u00fcr die n\u00e4chsten Schlachten. 10 Millionen Schweiz, Neutralit\u00e4tsinitiative, das sind so strategische Fragen, die man sich&#8230; Stellen muss, auch hat die SVP wirklich mit letzter Entschlossenheit f\u00fcr diese Initiative gek\u00e4mpft, der Halbierung? Oder sind eben auch nicht viele SVP-Politiker am Schluss dankbar, dass sie in der SRG gelegentlich eine Plattform haben? Nat\u00fcrlich wird ihnen nicht der Teppich ausgerollt wie einer Jacqueline Badran, einer inoffiziellen Mitarbeiterin, IM, Mozart, Kugel sozusagen, dieser SRG ist. Aber man hat trotzdem immer wieder Auftritte. Und das ist ja klar, Politiker wollen ins Fernsehen, sie dr\u00e4ngen ins Fernsehen, viele existieren nur im Fernsehen. Und deshalb sind hier schon noch ein paar interessante Fragen im Raum, die sich diese Partei stellen muss. Hat sie sich da eigentlich selber ins Knie geschossen? Wahlsensation. Cem \u00d6zdemir. Wie gr\u00fcn ist der gr\u00fcne Ministerpr\u00e4sident von Baden-W\u00fcrttemberg? Das ist schon eine Gewaltschlappe. eigentlich f\u00fcr die CDU, dass sie in diesem Zeitgeist nicht profitieren kann und den Vortritt einem gr\u00fcnen Paleo-Politiker eigentlich geben muss. Der, ja klar, smart, ein Shootingstar im Grunde seiner Partei, aber eben auch einer, der mal einen Absturz erlebt hat mit der Bonus-Meilen-Aff\u00e4re, dass der sich dann durchsetzt gegen den CDU-Kandidaten, das m\u00fcsste doch eigentlich da dem Chef in Berlin die Augen \u00f6ffnen, dem Friedrich Merz. Aber&#8230; Manchmal braucht es ein bisschen l\u00e4nger, bis das die Politiker realisieren. Morettis werden der Geldw\u00e4sche verd\u00e4chtig, m\u00f6glicher Finanzbetrug im Fall Cromontana. Da kommen ja unglaubliche Details ans Licht. Ein Ponzi-Schema, ein Schneeballsystem sei da installiert worden mit un\u00fcberblickbaren Krediten, die auf anderen Krediten aufgenommen worden seien. Eine ganze Corona von illustren Gestalten involviert. Wir sind gespannt, was da noch herauskommt. und der Dorfk\u00f6nig Ferro. \u00abM\u00fcsse abdanken\u00bb, schreibt der Blick. Es ist ja interessant. Ich habe ja nach den ersten Medienkonferenzen hier eine, sagen wir mal, etwas Wutsendung gemacht, \u00fcber dieses ganze Debakel in Grand Montana. Allerdings entgegen da einigen v\u00f6llig unqualifizierten Kommentaren aus der Roman, die habe ich gerade nie den Kanton Wallis integral an den Pranger gestellt, das ist dummes Zeug. Aber auf sch\u00e4rfste Kritik, dieser Gemeindepr\u00e4sident, der muss angeklagt werden, es geht gar nicht anders. der tr\u00e4gt eine Mitverantwortung. Wenn so etwas passiert, das ist kriminell, wenn 40 Menschen sterben, wenn nicht evakuiert werden kann, wenn, und das zeigt sich jetzt hier offensichtlich, einfach vom Resultat her gesehen, derartiges passiert, dann kann nicht eine Staatsanw\u00e4ltin wie eine Moderatorin auf einem Podium sitzen. Wir haben das hier ja alles ziemlich durchdekliniert. Und es ist schon interessant, wie sich eigentlich diese&#8230; Intuitionen und Annahmen, die ja viele von ihnen auch hatten, als sie das gesehen haben. Es ist ja nicht so, dass das eine weltmeisterliche Leistung gewesen w\u00e4re, das vorauszusehen. Aber dass sich das jetzt in dieser Art und Weise best\u00e4tigt, ist schon noch bemerkenswert. Auch die, da wusste ich nat\u00fcrlich wenig, das hat sich erst in vielleicht einigen Facetten angek\u00fcndigt, das ist doch etwas sehr Extravagante bis Schummrige. Gesch\u00e4ftsgebaren jetzt dieser korsischen, franz\u00f6sischen Barbetreiber da im Kanton Wallis. Wir sind sehr gespannt, was da noch herauskommt. Dann, Happy Birthday Sepp Platter. Er wird heute 90 Jahre alt. Der FIFA-Impresario, der lebenslange Pr\u00e4sident, der meines Erachtens zu sehr hadert. Mit diesen Konflikten, die 2015, also vor elf Jahren, dazu gef\u00fchrt haben, dass er sein Amt zur Verf\u00fcgung gestellt hat, hat Sepp Blatter betont, ich bin nie zur\u00fcckgetreten, ich habe mein Amt zur Verf\u00fcgung gestellt, weil die Amerikaner dermassen Druck gemacht haben. Sie sagten damals, wenn Blatter im Amt bleibt, dann wird die FIFA zur kriminellen Organisation erkl\u00e4rt. Eine typisch amerikanische, maximal invasive Hauruck- und Cowboy-\u00dcbung, rechtsstaatlich hochgradig fragw\u00fcrdig. Wir haben damals intensiv dar\u00fcber gesprochen. Ich war in deutschen Talkshows, habe mich da mit Kollegen angelegt und gesagt, bringen Sie mal einen Beweis hier, dass Sepp Blatter pers\u00f6nlich korrupt sei. Das wird einfach so behauptet, das sind Offizialdelikte. Da wurde ja auch ein gewaltiges Theater abgezogen und am Schluss freigesprochen. Wenn dann die Gerichtsh\u00f6fe der Moral nicht mehr tagen, dann verzieht sich der Pulverdampf. Und Sepp Platter, damals nat\u00fcrlich auf der Abschussliste der Medien, ich glaube, man darf schon sagen, dass unsere Zeitung die einzige gewesen ist, die den Mut gehabt hat, hier auch Gegensteuer zu geben und zu sagen Entschuldigung. Also Sepp Platter, der damalige FIFA-Pr\u00e4sident, ist doch auch ein Genie in dem, was er hingekriegt hat, wie er diese Rolle interpretiert hat. Und anstatt, dass wir Schweizer uns immer die Schuhe daran abputzen. Und irgendwo das Haarb\u00fcschel in der Suppe suchen oder die Wimper in der Suppe suchen, m\u00fcsste man doch auch mal anerkennen, was hier geleistet wurde. Aber mich hat das immer frappiert, auch zum Teil fasziniert, diese Vehemenz, mit der sich ja ganze Journalistenlegionen eingeschossen haben, auf diesen Rohrschachttest FIFA, was sie da alles hineinprojiziert haben. Ich h\u00e4tte mir gew\u00fcnscht, dass man politischen&#8230; gewissen politischen Entwicklungen und staatlichen Auswucherungen und Ph\u00e4nomenen sich mit vielleicht nur ann\u00e4hernd dieser kritischen Energie gewidmet h\u00e4tte. Aber nein, diese FIFA, da ist also alles zusammengekommen. Neid, Missgunst, berechtigte journalistische Skepsis, aber dann auch ein v\u00f6llig \u00fcberschiessender Moralismus, der hinten und vorne nicht verhebt hat. Selbst Platter. bleibt ein grossartiger Botschafter seines Sports, ein Networker, vielleicht einer der, das haben wir damals besprochen, \u00fcber sein Verfalldatum hinaus zu lange FIFA-Pr\u00e4sident geworden ist. Die Kunst des Loslassens. Das ist jetzt bei allen F\u00e4higkeiten, die er hat, m\u00f6glicherweise nicht unbedingt seine prim\u00e4re Hauptqualit\u00e4t. Und jetzt k\u00e4mpft er nach wie vor. Um sein Erbe, um sein Lebenswerk, auch um die Anerkennung mit den heutigen FIFA-Obern, da toben immer noch h\u00e4ssliche Auseinandersetzungen. Ziemlich schwierig, von aussen festzustellen, wer wie wo was macht. Ich bin ein FIFA-Bef\u00fcrworter. Es braucht solche Verb\u00e4nde. Und es ist auch wichtig, dass sie aus der Schweiz heraus operieren. Da spricht hoffentlich nicht nur der ehemalige Sportjournalist in mir aus diesen Worten. Sepp Blatter, heute wird er 90 Jahre alt, ein Schweizer mit vielen Verdiensten, ein Patriot, der auch sehr viele Diensttage in der Schweizer Armee geleistet hat, der sehr viel gemacht hat f\u00fcr das Ansehen unseres Landes, der einer Organisation vorgestanden hat, die nat\u00fcrlich aufgrund ihrer Beschaffenheit auch die ganze Realit\u00e4t und Wirklichkeit der Welt abbildet. Die Welt ist rund. Und der Ball ist es auch und die FIFA hat mehr Mitglieder als die UNO. Und die allzu menschlichen Eigenschaften bilden sich selbstverst\u00e4ndlich auch in so einer Organisation ab. \u00dcber weiteste Strecken seiner Laufbahn hat nach meiner Beurteilung Sepp Platter das ganze Virtuos. gemanagt und hat hier dieses auch fragile Gleichgewicht in der Balance halten k\u00f6nnen. Dann sind Kr\u00e4fte entstanden, vielleicht auch durch eigene Fehler, aber sicherlich Kr\u00e4fte hat halt ein Pr\u00e4sident die Verantwortung, muss man auch den Kopf hinhalten f\u00fcr vieles zu Unrecht, das ist halt das Wesen der Verantwortung, auch wenn man selber nicht direkt Schuld tr\u00e4gt an bestimmten Verwicklungen, aber das ist das Wesen der Verantwortung. Auf jeden Fall w\u00fcnschen wir Sepp Blatter von Herzen alles Gute, Und auch den Frieden sozusagen mit seiner gewaltigen Lebensleistung. Auch wenn da manche vielleicht nicht ihm die Kronen aufsetzen, die er nach subjektiver Einsch\u00e4tzung vielleicht verdient h\u00e4tte. Aber ja, mit 90 Jahren und jetzt noch die letzte Wegstrecke bis 100. Und wir hoffen auch in dieser Sendung ihm zum 100. dann gratulieren zu k\u00f6nnen. Alles Gute, lieber Sepp Blatter. Bleiben Sie&#8230; Wer Sie sind und seien Sie sich der Tatsache gewiss, dass es viele Schweizer gibt, die ihre Lebensleistung bewundern, auch wenn das nicht immer so deutlich ausgesprochen wird wie in diesem Programm. So, jetzt bevor mir die Tr\u00e4nen kommen, verabschiede ich mich. Ihnen einen sch\u00f6nen Tag, einen guten Start weiterhin oder eine Fortsetzung des guten Starts in diese nach wie vor leider turbulente und kriegerische Woche. Machen wir das Beste daraus. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabh\u00e4ngig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgr\u00fcnden immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst&#8230; niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserkl\u00e4rung an die Meinungsvielfalt. Denn unabh\u00e4ngiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabh\u00e4ngig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen k\u00f6nnen, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl f\u00fcr Print als auch digital und ma\u00dfgeschneidert auch f\u00fcr Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann m\u00f6chte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und w\u00fcnsche Ihnen nun viel Vergn\u00fcgen beim n\u00e4chsten Video.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gr\u00fcezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wundersch\u00f6nen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":37593,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[454,46,3662,178,41,4916,934,4274,42,43,175,40,45,44,333,38,36,37,39,4275,176],"class_list":{"0":"post-37592","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-bildung","9":"tag-ch","10":"tag-demokratie","11":"tag-gesellschaft","12":"tag-headlines","13":"tag-innovation","14":"tag-klimawandel","15":"tag-nachhaltigkeit","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-politik","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-schweiz","21":"tag-switzerland","22":"tag-technologie","23":"tag-top-news","24":"tag-top-meldungen","25":"tag-topmeldungen","26":"tag-topnews","27":"tag-umwelt","28":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116204958448447692","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37592","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37592"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37592\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/37593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37592"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=37592"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=37592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}