{"id":41573,"date":"2026-03-13T09:59:17","date_gmt":"2026-03-13T09:59:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/41573\/"},"modified":"2026-03-13T09:59:17","modified_gmt":"2026-03-13T09:59:17","slug":"kirchensteuern-im-kanton-bern-diskussion-vertagt-pfarrblatt-bern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/41573\/","title":{"rendered":"Kirchensteuern im Kanton Bern: Diskussion vertagt: Pfarrblatt Bern"},"content":{"rendered":"<p>\u00a0<\/p>\n<p>Daniel Stehula*<\/p>\n<p>Kurz vor Ende des Sitzungstages hat der Grosse Rat des Kantons Bern die Debatte \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.pfarrblattbern.ch\/artikel\/file:\/\/\/C:\/Users\/Sylvia%20Stam\/Downloads\/Beilage-Bericht-26.11.2025-de.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">den Bericht des Regierungsrats \u00fcber die Kirchensteuern f\u00fcr Unternehmen <\/a>er\u00f6ffnet. Darin wird unter anderem dargelegt, welche Folgen es f\u00fcr die grossen Landeskirchen h\u00e4tte, wenn Unternehmen im Kanton Bern die Kirchensteuer auf freiwilliger Basis bezahlen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Doch zu einer richtigen Debatte kam es nicht, wie Barbara Stotzer Wyss von der EVP-Fraktion bem\u00e4ngelte: \u00abWir h\u00e4tten gerne \u00fcber den Bericht diskutiert. Jetzt stehen vier R\u00fcckweisungsantr\u00e4ge im Raum und man will gar nicht debattieren.\u00bb<\/p>\n<p>B\u00fcrgerliche verlangen mehr Informationen<\/p>\n<p>Die Antr\u00e4ge stammten von der b\u00fcrgerlichen Seite. Dort w\u00fcnschte man sich mehr Informationen und konkrete Szenarien f\u00fcr verschiedene Varianten der Umsetzung der Kirchensteuern f\u00fcr Unternehmen. Dominik Blattli (EDU) sagte beispielsweise: \u00abDer Bericht ist nicht so weit gegangen, wie es sich die Postulanten gew\u00fcnscht h\u00e4tten.\u00bb<\/p>\n<p>Hans Marti (Mitte) zeichnete seine Fraktion als gespalten. Man sch\u00e4tze das Engagement der Kirchen und die Care-Arbeit, die sie f\u00fcr Junge und Alte leisteten. Doch: \u00abDie Kirchen haben nicht mehr dieselbe Stellung in der Gesellschaft.\u00bb Menschen k\u00f6nnten austreten, Unternehmen nicht \u2013 man m\u00fcsse die Diskussion zulassen. Aber: \u00abWir ben\u00f6tigen mehr Daten f\u00fcr die Meinungsbildung.\u00bb<\/p>\n<p>Vor allem l\u00e4ndliche Kirchgemeinden betroffen<\/p>\n<p>Ins gleiche Horn stiess Monika Stampfli (GLP): Bevor man einen vielleicht folgenreichen Entscheid treffe, ben\u00f6tige man mehr Informationen. Die SVP schliesslich w\u00fcnschte sich eine noch gr\u00f6ssere Auslegeordnung, um zu beurteilen, welche Leistungen der Kirchen unterst\u00fctzt werden sollten und welche nicht.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckweisung verhindern konnte niemand mehr. Nicht Sarah Gabi Sch\u00f6nenberger (SP), die darauf hinwies, dass Spenden den Ausfall der Steuern von Unternehmen nicht ersetzen k\u00f6nnten. Oder dass die Folgen vor allem l\u00e4ndliche Kirchgemeinden hart treffen w\u00fcrden und viel soziales Kapital verloren ginge.<\/p>\n<p>Allemann verteidigt Bericht<\/p>\n<p>Anna de Quervain (Gr\u00fcne) argumentierte, dass niemand den Wert der Arbeit der Kirche infrage stelle und man trotzdem einen wichtigen Pfeiler der Finanzierung streichen wolle. \u00abDabei zahlen die meisten Unternehmen im Schnitt 16 Franken Kirchensteuer\u00bb, sagte sie. Im Kanton Neuenburg w\u00fcrden 95 Prozent der Unternehmen die freiwillige Kirchensteuer nicht bezahlen.<\/p>\n<p>Grossr\u00e4tin Evi Allemann verteidigte schliesslich den Bericht als ausf\u00fchrlich und ausgewogen. Er beleuchte die Konsequenzen und stelle die finanziellen Aspekte transparent dar. \u00abIch habe nicht den Eindruck, dass wir Ihnen hier mehr bieten k\u00f6nnten\u00bb, sagte sie. Einzelne Varianten k\u00f6nne man detailliert ausarbeiten, aber es sei ein grosser Aufwand.<\/p>\n<p>Fortsetzung mit neuem Parlament<\/p>\n<p>Der Grosse Rat wies den Bericht mit einer deutlichen Mehrheit zur\u00fcck. Damit muss der Regierungsrat einzelne Aspekte genauer ausarbeiten. Die Diskussion \u00fcber die Zukunft der Kirchensteuer f\u00fcr Unternehmen wird damit hinausgeschoben. Sie wird in einer neuen Legislaturperiode in einem neu zusammengesetzten Rat gef\u00fchrt werden, denn: Am 29. M\u00e4rz finden im Kanton Bern Erneuerungswahlen des Grossen und der Regierungsrats statt.<\/p>\n<p>Die Berner Landeskirchen und der Kirchgemeindeverband des Kantons Bern nehmen den Entscheid des Grossen Rates zur Kenntnis, wie es in einer Mitteilung vom 13. M\u00e4rz heisst. Sie bekr\u00e4ftigen darin ihr weiteres Engagement f\u00fcr den gesellschaftlichen Zusammenhalt. (aktualisiert: Stellungnahme Landeskirchen\/sys)\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ref.ch\/news\/kirchensteuer-unternehmen-bern-grosser-rat-session\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">*Dieser Artikel erschien zuerst auf ref.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00a0 Daniel Stehula* Kurz vor Ende des Sitzungstages hat der Grosse Rat des Kantons Bern die Debatte \u00fcber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":41574,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[30],"tags":[125,13098,7645,4346,8837,45,55],"class_list":{"0":"post-41573","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bern","8":"tag-bern","9":"tag-grosser-rat","10":"tag-kanton-bern","11":"tag-kirchen","12":"tag-kirchensteuer","13":"tag-schweiz","14":"tag-unternehmen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116221277523733179","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41573","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41573"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41573\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/41574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}