{"id":42007,"date":"2026-03-13T16:03:10","date_gmt":"2026-03-13T16:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/42007\/"},"modified":"2026-03-13T16:03:10","modified_gmt":"2026-03-13T16:03:10","slug":"video-pop-titan-bohlen-lob-fuer-die-schweizer-neutralitaet-iran-krieg-warum-trump-gewinnen-muss-neutralitaet-nationalrat-will-mehr-eu-kerzers-neues-zum-taeter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/42007\/","title":{"rendered":"Video: Pop-Titan Bohlen: Lob f\u00fcr die Schweizer Neutralit\u00e4t. Iran-Krieg: Warum Trump gewinnen muss. Neutralit\u00e4t: Nationalrat will mehr EU. Kerzers: Neues zum T\u00e4ter"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wundersch\u00f6nen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begr\u00fcsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabh\u00e4ngig, kritisch, gut gelaunt am Freitag, dem 13. M\u00e4rz 2026. Gute Laune Am Freitag, dem 13., wann, wenn, nicht heute. Doch die gute Stimmung wird eingetr\u00fcbt durch unerfreuliche Nachrichten aus dem Nahen Osten. Der Iran-Krieg gestaltet sich schwieriger und harziger, als sich das der amerikanische Pr\u00e4sident vielleicht vorgestellt hat. Die Mullahs blockieren die Strasse von Hormuz. Das treibt den \u00d6lpreis nach oben, produziert Panik in den M\u00e4rkten und in den Medien. Und die Frage lautet jetzt, zieht es Trump durch? Lebt er seinem eigenen Motto nach, dass man n\u00e4mlich Kriege nur dann f\u00fchren sollte, wenn man sicher sei, sie zu gewinnen? Und diesen Krieg muss Trump gewinnen. Wenn er ihn verliert, wenn er jetzt einknickt aufgrund der Welt, wirtschaftlichen Verwerfungen, dann w\u00e4re das eine gewaltige strategische Niederlage f\u00fcr ihn und ein unglaublicher Triumph f\u00fcr das iranische Regime. Es gibt jetzt eine Diskussion dar\u00fcber, ob die Amerikaner mit diesem Krieg das V\u00f6lkerrecht gebrochen haben, einen riesigen Fehlschlag begehen, auch moralisch sich da ins Abseits setzen, vor allem auch in Deutschland, zum Teil auch bei uns etwas. Ich will mich da nicht auf die \u00c4ste hinauslassen. Dieses Regime in Teheran geniesst nicht meine Sympathien und hat auch im Grunde alles daran gesetzt, sich die USA zu einem Feind zu machen. Das sind verfeindete Staaten seit vielen Jahren und jeder US-Pr\u00e4sident seit Ronald Reagan hat den Iran als grosse Bedrohung und Gefahr bezeichnet. Jetzt aus Sicht der Schweiz mag das \u00fcbertrieben erscheinen, aber das ist ja genau die unentrinnbare Logik dieser nationalen Interessen, dass hier eben die nationalen Perspektiven entscheidend sind. Und wenn die Amerikaner der Auffassung sind, das ist unser Feind, ja dann k\u00f6nnen wir uns noch so sehr lamentierend dagegenstellen, das bringt nichts. Aber es w\u00e4re sicher falsch zu behaupten, dass Trump jetzt mit seiner Iran-Politik Ich glaubte, da eine g\u00fcnstige Gelegenheit gesehen zu haben. Vielleicht ist es auch eine g\u00fcnstige. Es gibt auch gewaltige milit\u00e4rische R\u00fcckschl\u00e4ge. Die Amerikaner machen da Fortschritte. Aber es ist einfach immer schwierig, in so einem Krieg Urteile abzugeben und sich da aus dem Fenster zu lehnen, vor allem auch moralisch. Wir sehen das ja in der Ukraine. Was haben sich da die Leute vergaloppiert? Also Trump macht hier im Prinzip keinen Bruch mit der amerikanischen Aussenpolitik. Man k\u00f6nnte im Gegenteil sagen, dass er&#8230; eigentlich das endlich mal umsetzt, was andere Pr\u00e4sidenten immer nur verbal in den Raum gestellt haben. \u00dcbrigens auch Obama hat das iranische Regime immer als eine grosse Gefahr f\u00fcr die Interessen der amerikanischen Seite bezeichnet. Also Trump hat nun zusammen mit Israel entschlossen, diesen Krieg zu wagen. Ich bin froh, dass ich da nicht in der Haut dieser beiden Regierungschefs stecke und halte mich entsprechend da auch mit etwas Billigem. Zensuren zur\u00fcck. Tatsache ist, dass wir zur\u00fcckgeworfen werden auf unsere nationalen Interessen. Was bedeutet das f\u00fcr die Schweiz? Was heisst das f\u00fcr Europa, f\u00fcr Deutschland? Da kommt nat\u00fcrlich die Energie ins Spiel. Da sieht man die Dummheit der ganzen Russland-Politik, dieser extremen Konfrontationspolitik, die einfach dazu gef\u00fchrt hat, dass man sich selber isoliert, abh\u00e4ngig gemacht hat von den USA. Jetzt, wenn es im Nahen Osten auch noch stockt, dann ist das ein grosses Problem hier. Man sieht einfach, in dieser unruhigen, kriegerischen Zeit muss man f\u00fcr seine eigenen nationalen Interessen schauen. Man muss schauen, dass eben die Versorgungswege, die Fluchtwege offen gehalten werden, dass wir g\u00fcnstige Energie haben, dass wir da verschiedene Optionen haben, nicht einfach nur eine Variante. Das sind so diese Themen. Und das Zweite, was man vielleicht etwas merkt oder merken k\u00f6nnte, ist, dass vielleicht die ganze Einsch\u00e4tzung des Ukraine-Kriegs als finsterer, imperialistischer Welteroberungsplan des Kreml m\u00f6glicherweise nicht der Weisheit letzter Schluss sein k\u00f6nnte. Denn Es ist ja kein Zufall, dass es jetzt gleich an mehreren Orten diese Konflikte gibt. Venezuela, jetzt Iran, Ukraine. Und ich sehe da halt ein gemeinsames Muster oder eine gemeinsame Ursache, n\u00e4mlich eine Verschiebung der globalen Machtverh\u00e4ltnisse, sozusagen eine Absicherung der Interessenssph\u00e4ren seitens der verschiedenen starken Grossm\u00e4chte Amerika. Russland, China h\u00e4lt sich da sehr zur\u00fcck. Das sind die Schachspieler, das sind die Ingo-Spieler, die ihre Steine vorsichtig setzen, aber nat\u00fcrlich auch immer darauf bedacht, ihre Interessen nach vorne zu bringen. Wir sehen, dass eben diese sogenannte Nachkriegsordnung zerf\u00e4llt. Nationale Interessen kehren st\u00e4rker in den Fokus. Die internationalen Regeln werden als zum Teil untauglich erkannt und auch nicht mehr akzeptiert. Die Russen zum Beispiel sagen, NATO, die ist zu weit gegangen, das wollen wir nicht. Die Amerikaner sagen, Venezuela, kommt gar nicht in Frage, dass ihr euer \u00d6l an unsere strategischen Rivalen China und Russland verkauft. Da gehen wir rein, da wollen wir eine andere Politik haben, die st\u00e4rker im Interesse der USA ist und eben das Thema Iran, Nahosten, Israel, das ist sowieso ein&#8230; Pulverfass, ein Minenfeld geopolitischer Rivalit\u00e4ten und da wagt nun Trump, wagt Netanyahu eben diesen Schlag gegen ein Regime, das aus Sicht dieser beiden L\u00e4nder sicher legitimerweise als Bedrohung bezeichnet werden kann. Ob jetzt wir in der Schweiz den Iran uns zum Feind machen sollten, ob wir uns da exponieren sollten, da w\u00fcrde ich nat\u00fcrlich stark abraten. Da pl\u00e4diere ich im Sinne unserer nationalen Interessen bekannt f\u00fcr die Neutralit\u00e4t. Und das ist ja auch ein aktuelles Thema heute Morgen in den Zeitungen. Der Nationalrat hat diskutiert in Bern und mit Ausnahme der SVP haben alle daf\u00fcr gestimmt, sich zu vernetzen. Mehr Vernetzung mit der Europ\u00e4ischen Union. Vernetzung, das ist f\u00fcr mich auch so ein Gaunerwort. muss man immer aufpassen, die Schweiz soll sich vernetzen. Nein, die Schweiz muss ihre St\u00e4rken pflegen, ihre Unabh\u00e4ngigkeit. Auf jeden Fall haben 70% der Parlamentarier daf\u00fcr gestimmt, die Schweiz solle sich milit\u00e4risch, verteidigungstechnisch der EU st\u00e4rker ann\u00e4hern. Das ist nat\u00fcrlich alles im Zusammenhang mit dieser EU-Anbiederungsstrategie und Unterwerfungsstrategie zu sehen, die wir im Zusammenhang mit diesen institutionellen Vertr\u00e4gen dann zu entscheiden haben. Das sind gef\u00e4hrliche Entwicklungen, denn mit dem, H\u00e4ngt sich ja die Schweiz ran an eine EU, die bereits Kriegspartei ist gegen Russland, die aber auch in diesem Krieg nat\u00fcrlich zusehends ins Fahrwasser hineingezogen wird. Das ist aus meiner Sicht die komplett falsche Richtung. Die Schweiz muss neutral bleiben. Und das sehen viele so. Interessant, wir haben dar\u00fcber berichtet, auch auf Weltwoche Online, der deutsche Pop-Titan Dieter Bohlen, das hat mich gefreut. Ich bin sowieso ein Bewunderer von diesem Unternehmer, von diesem Popmusiker. Von diesem auch verhaltensauff\u00e4lligen Deutschen, der aber immer wieder den Punkt, den Nerv trifft und auch etwas diese Verlogenheit der politischen Korrektheit durchkreuzt. Er hat in einem Podcast-Interview gesagt, die Schweizer Neutralit\u00e4t sei etwas Gutes, dass man sich da raush\u00e4lt aus diesen Konflikten, dass man mit allen redet. Das w\u00e4re auch f\u00fcr Deutschland ein interessantes Modell, sage ich ja schon seit langem, oder sagt ein Klaus von Donany, jetzt also auch Dieter Bohlen. von einer vielleicht etwas anderen Richtung herkommend. Aber das ist doch bemerkenswert. Und da sollten wir Schweizer vielleicht etwas die Ohren \u00f6ffnen, unsere Empathieantennen \u00fcber die Landesgrenze hinaus auf Empfang stellen. Das w\u00e4re eine gute Sache. Also da nehmt, beherzigt den Rat von Dieter Bohlen. Der Nationalrat geht leider in die Gegenrichtung jetzt. Die SVP hat es gut. Geschlossen dagegen gestimmt, f\u00fcr die Neutralit\u00e4t, f\u00fcr die Bewahrung dieser Unabh\u00e4ngigkeit. Ja, Neutralit\u00e4t heisst immerw\u00e4hrend, also nicht fallweise, nicht Gummi, keine Pico-Flex-Neutralit\u00e4t, keine Gummifizierung der Neutralit\u00e4t, sondern ein Instrument, das eben den Bundesrat wirksam daran hindert, sich in fremde Konflikte hineinzust\u00fcrzen und damit eben auch das Land mit gewaltigen, unabsehbaren Konsequenzen. Zweitens, bewaffnet. Ja, die Neutralit\u00e4t allein sch\u00fctzt nicht, du brauchst eine Armee, aber eben eine eigene, nicht die NATO-Armee oder eine EU-Armee, die es gar nicht gibt. Die Kavallerie aus dem Ausland, die kommt dann eben nicht, wenn du sie brauchst. Aber wenn die dich braucht, dann wirst du reingezogen und das ist die ganz grosse Gefahr, das ist der Irrtum. Jedes Land hat eine Armee, entweder eine eigene oder eine fremde und die Schweiz darf keine fremden Armeen ins Land holen, auch keine NATO- und keine EU-Armeen. Armeen von EU-Staaten, das ist ein Irrweg, das ist ein Bruch mit unserer Neutralit\u00e4tstradition, sehr gef\u00e4hrlich, weil wir uns damit nat\u00fcrlich hineinziehen lassen in die Konflikte der anderen, in der Annahme, dass wenn wir mal ins Visier kommen, dass uns die anderen helfen, aber das sind Trugbilder, das funktioniert nicht. Und das Dritte in der Neutralit\u00e4t ist nat\u00fcrlich das Umfassende, dass man eben konsequent diese Neutralit\u00e4t durchzieht, nicht milit\u00e4risch Beachtet, aber dann eben im Wirtschaftskrieg mitmacht, mit Sanktionen. Keine Sanktionen und auch Zur\u00fcckhaltung. Die Schweiz ist kein Weltschiedsrichter, schon gar nicht beim V\u00f6lkerrecht, dem sogenannten. Ich muss jetzt hier nicht noch einmal auf diese Diskussion einsteigen, warum es dieses V\u00f6lkerrecht nicht gibt. Als Recht, als moralisches Postulat schon, als Ideal, das man anstreben sollte. Aber eben eine verl\u00e4ssliche Bank ist dieses V\u00f6lkerrecht nicht, weil es zwischen Staaten kein&#8230; Recht geben kann. Recht ist immer von Menschen gesetzt, in Verfahren, zum Beispiel in der Schweiz, Volksabstimmungen, parlamentarische Prozesse, Abstimmungen im Parlament. So entstehen unsere Verfassungsartikel und unsere Gesetze von Menschen. Gesetz, das ist das eine. Das zweite, das aber diese Satzungen erst zurecht macht, ist die rechtsdurchsetzende Instanz, die notfalls mit Gewaltmitteln Dieses Recht. verbindlich einfordert, eben nach strengen Erfordernissen. Und diese rechtsdurchsetzende Instanz zwischen den Staaten gibt es nicht. Es gibt keinen Richter oberhalb von Amerika und Russland und China, den alle drei akzeptieren w\u00fcrden und der stark genug w\u00e4re, alle drei auf Linie zu bringen, seine Rechtssatzungen durchzusetzen. Diesen Weltstaat haben wir nicht und ich habe auch gesagt, zum Gl\u00fcck haben wir diesen Weltstaat nicht. Das w\u00e4re die ultimative Tyrannei, die ultimative Diktatur. Denn wenn Sie nur noch eine Regierung haben, gibt es keine Auswahl mehr. Dann ist die Macht dermassen global und dermassen konzentriert, das w\u00e4re die totale Despotie. Die Macht ist etwas Problematisches, etwas Notwendiges, aber etwas Gef\u00e4hrliches. Darum muss man sie zerst\u00fcckeln, verkleinern. Einhegen muss man eben auch territoriale Grenzen schaffen, die Macht begrenzen und Recht kann es nur innerhalb dieser Grenzen geben. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, bin auch nicht immer so klar gewesen, wie es n\u00f6tig sein m\u00fcsste. Also deshalb nationale Interessen, nicht Gespensten und moralischen Postulaten hinterherlaufen wie dem V\u00f6lkerrecht. Das sind&#8230; Ehrenwerte Postulate, aber eben im Konfliktfall helfen sie dir nicht, sch\u00fctzen sie dich nicht, bieten sie dir keine Sicherheit. Da ist aber der Nationalrat jetzt noch nicht auf dieser Linie. Immerhin ein Lichtblick, dass man die NATO-Avanzen im Zusammenhang mit diesen ganzen Verteidigungsdebatten jetzt im Bundeshaus, dass man da durch einen Riegel geschoben hat, da wollte sich der Nationalrat nicht darauf einlassen. Der St\u00e4nderat, die kleine Kammer hat ja gesagt, wir sollten uns auch der NATO st\u00e4rker ann\u00e4hern. Das ist \u00fcbrigens auch die Position von Martin Pfister, dem neuen Wehrminister, der seit rund einem Jahr jetzt, oder ziemlich genau einem Jahr, im Amt ist. Martin Pfister, ja, vielleicht noch ein paar Worte zu ihm. Ein netter Mann aus Zug, keine besonders beeindruckende Karriere vor seiner Bundesratslaufbahn. Man hat ihn eigentlich \u00fcberhaupt nicht gekannt. Er ist dann aufgrund eben dieser eigenwilligen Man\u00f6ver sozusagen aus dem Hut gezaubert worden, nachdem die Mitte-Partei ja die Schwergewichte irgendwie selber ausrangiert hat. hat Gary Pfister, den Pr\u00e4sidenten, dem man ja Chancen gab, aber der wurde intern abges\u00e4gt, war eben doch zu stark innerhalb dieser Konstellation. Dann der Bauernpr\u00e4sident Ritter, den sie schachmack gesetzt haben und pl\u00f6tzlich kam da aus dem Nichts quasi dieser Martin Pfister, der einfach ein Politiker ist, dem die Klarheit, dem auch vielleicht die intellektuelle Tiefe fehlt. um diese Debatte so zu f\u00fchren, wie ich das von einem Bundesrat erwarten w\u00fcrde, n\u00e4mlich eben auch mit einem wirklich umfassenden Verst\u00e4ndnis dessen, was die Neutralit\u00e4t ist. Und da ist er einfach sehr stark auf Anbiederungs, auf&#8230; Ausverkaufskurs k\u00f6nnte man sagen, Martin Pfister, sowohl gegen\u00fcber der EU wie gegen\u00fcber der NATO. Nat\u00fcrlich immer wieder beteuend, nein, wir wollen nicht in die NATO, wir wollen nicht in die EU. Vielleicht will er es nicht, aber er geht. Er geht in diese Richtung, m\u00f6glicherweise widerwillend, m\u00f6glicherweise ohne es zu merken. Vielleicht noch ganz kurz zum Schluss. Kerzers, dieser f\u00fcrchterliche Brand im Bus, ein Bus, der rollende Inbegriff der Schweiz. Als Todesfalle, auch ein Symbolbild, schrecklich, kommen immer neue Nachrichten. Ist also ein Schweizer gewesen, dieser T\u00e4ter, 65 Jahre alt, verwahrlost, ehemaliger Lastwagenchauffeur, lebte in einem Camper. Kesp, Kinder- und Erwachsenenschutzbeh\u00f6rde, hat ihn gewahrsam sozusagen, oder unter Aufsicht, haben es nicht gemerkt. Und vielleicht gibt es da ein Versagen, vielleicht aber muss man auch sagen, dass Menschen einfach&#8230; Ja, abgr\u00fcndig sind. Da kann manchmal eine Facette oder eben eine Eigenschaft zum Vorschein kommen, die man gar nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte. Es gibt ja viele solche Beispiele. Seine bekannten Nachbarn schildern ihn als eigentlich, abgesehen vom Lebensstil, unauff\u00e4llige Pers\u00f6nlichkeit, als einen Mann mit Problemen, Suchtproblemen, zunehmend mit dem Staat gehadert, aber eigentlich freundlich, nicht aggressiv wirkend. Schrecklich. Sechs Menschen hat er in den Tod gerissen. ein f\u00fcrchterliches Ungl\u00fcck, ausgerechnet in diesem Symbol schweizerischer Friedlichkeit, schweizerischer Normalit\u00e4t, dem Bus, ein Bild, das uns zeigt, in was f\u00fcr Zeiten wir eigentlich leben, dass nichts mehr sicher ist. Man kann sich einfach auf nichts mehr verlassen. Das ist schrecklich, aber es ist auch ern\u00fcchternd. Und man muss ja auch in diesen F\u00fcrchterlichkeiten immer wieder Signale aus der Wirklichkeit erkennen, die bei uns hoffentlich einen Erkenntnisprozess ausl\u00f6sen. Meine Damen und Herren, Ganz herzlichen Dank f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche Daily Schweiz. Ich melde mich gleich zur\u00fcck mit den internationalen Nachrichten. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten. Das ist die Weltwoche unabh\u00e4ngig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgr\u00fcnden immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserkl\u00e4rung an die Meinungsvielfalt. Denn unabh\u00e4ngiger Journalismus funktioniert eben nur, mit unabh\u00e4ngig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen k\u00f6nnen, was wir eben machen. 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