{"id":46918,"date":"2026-03-17T08:51:09","date_gmt":"2026-03-17T08:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/46918\/"},"modified":"2026-03-17T08:51:09","modified_gmt":"2026-03-17T08:51:09","slug":"licht-aus-fuer-keime-eth-zuerich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/46918\/","title":{"rendered":"Licht aus f\u00fcr Keime | ETH Z\u00fcrich"},"content":{"rendered":"<p>                \tSichere Zahnimplantate\u00a0<\/p>\n<p>Die sogenannte \u00abProof of Concept\u00bb-Phase ist damit abgeschlossen: Das Team konnte mit den Analysen zeigen, dass die Idee funktioniert. Trotzdem sagt Wick: \u00abWir stehen erst am Anfang unserer Reise.\u00bb Jetzt geht es darum, weiter verschiedene chemische Zusammensetzungen des Materials und Arten der Beleuchtung zu erproben, um die antimikrobielle Wirksamkeit f\u00fcr spezifische Anwendungen zu optimieren. Eine Variante k\u00f6nnte sein, Laser statt Infrarotlampen zu verwenden \u2013 mit dem Vorteil, dass sich das Nanomaterial noch gezielter aktivieren l\u00e4sst. Ausserdem wartet die Nagelprobe: Funktioniert das Prinzip auch im menschlichen K\u00f6rper, wo sich Mikroben oft in Biofilmen anh\u00e4ufen und so besser gesch\u00fctzt sind, etwa vor Antibiotika?\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Als erste konkrete medizinische Anwendung haben die Forschenden \u2013 finanziell unterst\u00fctzt durch zwei Stiftungen \u2013 die Zahnmedizin ausgesucht. Bei Zahnimplantaten k\u00f6nnen sich schwere Infektionen bilden, die auf den Kieferknochen oder gar den ganzen K\u00f6rper \u00fcbergreifen k\u00f6nnen. Wie sich dies mithilfe von Nanomaterialien verhindern l\u00e4sst, ist seit Sommer 2025 Thema des Dissertationsprojekts von B\u00fcrgisser.\u00a0<\/p>\n<p>Schon w\u00e4hrend ihres Studiums der Gesundheitswissenschaften und Technologie an der ETH war die damalige Exzellenz-Stipendiatin f\u00fcr die Masterarbeit am Labor von Wick t\u00e4tig. Im Rahmen ihres Doktorats arbeitet sie jetzt mit Professor Ronald Jung vom Zentrum f\u00fcr Zahnmedizin der Universit\u00e4t Z\u00fcrich zusammen. Sie wird dazu pendeln: Nanomaterialien entwickeln in St. Gallen, antimikrobielle Analysen durchf\u00fchren in Z\u00fcrich.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Unerm\u00fcdliches Material\u00a0<\/p>\n<p>Die Idee: Erh\u00e4lt eine Patientin oder ein Patient ein Zahnimplantat, k\u00f6nnte der obere Teil davon in Zukunft mit Nanomaterial beschichtet sein. Nach dem Einsetzen wird dieser kurz beleuchtet, um allf\u00e4llige Mikroben darauf abzut\u00f6ten. Bei der regelm\u00e4ssigen Zahnkontrolle liesse sich der Vorgang jeweils wiederholen. Sollte sich doch eine Infektion bilden, k\u00f6nnte man wiederum beleuchten. Denn die bisherigen Versuche haben gezeigt: \u00abDas Material erm\u00fcdet nicht, es l\u00e4sst sich immer wieder beleuchten und wirkt antimikrobiell\u00bb, sagt Reina.<\/p>\n<p>Wenn alles gut l\u00e4uft, m\u00f6chte das Team in drei bis vier Jahren so weit sein, um einen Industriepartner f\u00fcr die n\u00e4chste Phase der Entwicklung suchen zu k\u00f6nnen: klinische Tests. Bis die Anwendung bei Patientinnen und Patienten ankommt, werde es wohl noch zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre dauern, sch\u00e4tzt Wick.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Weitere medizinische Anwendungen hat das Team bereits im Kopf. F\u00fcr Wick ist klar: \u00abNanomaterialien k\u00f6nnen einen wesentlichen Beitrag in der Medizin leisten. Wir stehen dabei erst am Anfang, denn die Grundlagenforschung liefert laufend neue Erkenntnisse.\u00bb Er denkt dabei neben dem Kampf gegen Viren und resistente Bakterien etwa auch an den Bau hochsensibler Sensoren oder daran, mittels Nanomaterialien Krankheiten wie Krebs zu therapieren. So entstehen am St. Galler Stadtrand Innovationen, die eines Tages den Weg in die ganze Welt finden k\u00f6nnten.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sichere Zahnimplantate\u00a0 Die sogenannte \u00abProof of Concept\u00bb-Phase ist damit abgeschlossen: Das Team konnte mit den Analysen zeigen, dass&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":46919,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[7978,248,14428,14423,14427,14429,45,104],"class_list":{"0":"post-46918","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-zuerich","8":"tag-d-hest","9":"tag-homehero","10":"tag-ingenieurwissenschaften","11":"tag-magazin-globe","12":"tag-materialwissenschaften","13":"tag-nanowissenschaften","14":"tag-schweiz","15":"tag-zuerich"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116243658877804517","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46918","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46918"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46918\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/46919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46918"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46918"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46918"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}