{"id":49151,"date":"2026-03-18T17:24:09","date_gmt":"2026-03-18T17:24:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/49151\/"},"modified":"2026-03-18T17:24:09","modified_gmt":"2026-03-18T17:24:09","slug":"bern-will-modernisierung-touristischer-anlagen-vereinfachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/49151\/","title":{"rendered":"Bern will Modernisierung touristischer Anlagen vereinfachen"},"content":{"rendered":"<p>\n                Teaserbild-Quelle: geralt, pixabay, gemeinfrei\n            <\/p>\n<p>Die Modernisierung touristischer Infrastrukturen soll in bestimmten Perimetern verfahrensm\u00e4ssig einfacher werden. Der bernische Grosse Rat hat Anfang Woche einen mehrere Punkte umfassenden Vorstoss \u00fcberwiesen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/161442_1.png\" alt=\"Grosser Rat Bern - Modernisierung touristischer Anlagen\" class=\"img-responsive\"\/><\/p>\n<p class=\"font-size-14 mt-2 mb-0\">Quelle: Wikimedia Commons &#8211; Conceptuel &#8211; Eigenes Werk &#8211; CC0<\/p>\n<p class=\"font-size-14 mb-4\">Im Grossen Rat wurden alle Forderungen \u00fcberwiesen samt Verzicht auf die Abschreibung gewisser Punkte als erledigt.<\/p>\n<p>Die FDP-Fraktion forderte unter anderem, dass der Kanton Gebiete festlegt, in denen Modernisierungen oder Ersatzneubauten im bestehenden Raum einfacher bewilligt werden k\u00f6nnen. Auf erneute raumplanerische Grundsatzverfahren sei zu verzichten. Ausserdem brauche es eine vereinfachte Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung, wenn Projekte eine klare \u00f6kologische Verbesserung bewirkten, so eine weitere Forderung. Viele Betreiberinnen und Betreiber bestehender Anlagen m\u00f6chten ihre Angebote modernisieren, nachhaltiger gestalten oder erneuern. Was eigentlich begr\u00fcsst werden sollte, werde heute jedoch oft durch langwierige und komplizierte Verfahren blockiert, hiess es von Seiten der FDP-Fraktion, von der die Motion stammte. Investitionen in dreistelliger Millionenh\u00f6he seien in der Pipeline blockiert, sagte Carlos Reinhard namens der Freisinnigen. Es gebe viel Frust bei allen Beteiligten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Gewissenhaftigkeit und Nachhaltigkeit<\/p>\n<p>Komplexe raumplanerische Projekte brauchten Zeit, gab Daniel Studer (SP) zu bedenken. Daf\u00fcr k\u00f6nne man Einsprachen minimieren und L\u00f6sungen erarbeiten, die zufriedenstellender und nachhaltiger seien. Der Vorstoss gehe nicht in die Richtige Richtung, sagte Gr\u00fcnen-Grossr\u00e4tin Moussia von Wattenwyl. Es brauche einen nachhaltigen Tourismus und nicht st\u00e4ndig eine \u00abFlucht nach vorne\u00bb. Der Rat d\u00fcrfe keine Vereinfachung im Bewilligungsverfahren unter dem Deckmantel der Beschleunigung durchwinken.<\/p>\n<p>Endlich erm\u00f6glichen<\/p>\n<p>\u00abWir m\u00fcssen endlich erm\u00f6glichen, statt verhindern\u00bb, betonte Mitte-Grossrat Ren\u00e9 Maeder, selber gelernter Hotelier und Gemeindepr\u00e4sident im Berner Oberland. Der Tourismus sei eine tragende S\u00e4ule der bernischen Wirtschaft. \u00abWir brauchen Innovation\u00bb, sagte auch EDU-Grossrat Willy Schranz, der im Verwaltungsrat zweier Bergbahnen sitzt und ebenfalls Gemeindepr\u00e4sident im Berner Oberland ist. Es m\u00fcsse doch m\u00f6glich sein, einen Spielplatz neben einem Bergrestaurant ohne \u00dcberbauungsordnung erneuern zu k\u00f6nnen. \u00abNachhaltigkeit entsteht nicht durch Stillstand\u00bb, doppelte FDP-Grossr\u00e4tin Sibylle Pl\u00fcss-Z\u00fcrcher nach. Es gehe nicht um neue Eingriffe in die Natur oder um Grossprojekte auf der gr\u00fcnen Wiese. Mit der Erneuerung w\u00fcrden viele Anlagen ja auch nachhaltiger.<\/p>\n<p>Wenn Modernisierungen und Ersatzbauten mit zus\u00e4tzlichem Fl\u00e4chenbedarf verbunden seien, m\u00fcssten die vom Bund vorgegebenen Verfahrensschritte eingehalten werden, betonte der Regierungsart in seiner Antwort auf den Vorstoss. Davon abweichen k\u00f6nne er nicht. Neue Vorhaben im bestehenden Perimeter m\u00fcssten ebenfalls auf ihre Gesetzeskonformit\u00e4t gepr\u00fcft werden.\u00a0Ob und welche Auswirkungen ein Vorhaben auf die Umwelt habe, k\u00f6nne erst im Rahmen einer Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung erkannt werden, hielt der Regierungsrat weiter fest. Eine Vereinfachung sei nicht angezeigt und von Bundesrecht her auch nicht machbar, warnte Regierungsr\u00e4tin Evi Allemann (SP). Der Rat \u00fcberwies die Forderungen allesamt und verzichtete auch auf die Abschreibung gewisser Punkte als erledigt. (sda\/sts)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Teaserbild-Quelle: geralt, pixabay, gemeinfrei Die Modernisierung touristischer Infrastrukturen soll in bestimmten Perimetern verfahrensm\u00e4ssig einfacher werden. 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