{"id":4921,"date":"2026-02-14T23:03:16","date_gmt":"2026-02-14T23:03:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/4921\/"},"modified":"2026-02-14T23:03:16","modified_gmt":"2026-02-14T23:03:16","slug":"ard-ukw-abschaltung-und-ihre-finanziellen-vorteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/4921\/","title":{"rendered":"ARD: UKW-Abschaltung und ihre finanziellen Vorteile"},"content":{"rendered":"<p>            <img decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\" width=\"696\" height=\"400\" data-no-lazy=\"\" class=\"entry-thumb\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/140226-ARD-KEF-UKW-Mediatheken-696x400.jpg\" alt=\"KEF dr\u00e4ngt auf UKW-Abschaltung bei ARD: 100 Millionen Euro Sparpotenzial.\" title=\"140226 ARD KEF UKW + Mediatheken\"\/><\/p>\n<p>Neben der Abschaltung von UKW debattiert die Rundfunkkommission zudem \u00fcber Ausbau der <a href=\"https:\/\/www.digitalfernsehen.de\/thema\/ard\/\" class=\"av-highlight\" title=\"Mehr Aritkel zum Thema ARD\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ARD<\/a>-Mediatheken zu eigenst\u00e4ndigen Plattformen.<\/p>\n<p>Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) dringt auf ein Ende der analogen Radioverbreitung \u00fcber UKW. Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet, k\u00f6nnten die ARD-Anstalten und das Deutschlandradio innerhalb von vier Jahren rund 100 Millionen Euro einsparen, wenn sie ihre Programme ausschlie\u00dflich digital \u00fcber DAB+ ausstrahlen w\u00fcrden. KEF-Mitglied Kay Barthel sagte dem Blatt, die doppelte Verbreitung sei finanziell nicht mehr zu rechtfertigen.<\/p>\n<p>Derzeit senden die ARD-Anstalten ihre rund 70 Radioprogramme parallel analog \u00fcber UKW und digital \u00fcber DAB+. Diese parallele Ausstrahlung verursacht erhebliche Kosten. \u201eWir empfehlen das Ende von UKW, weil wir damit sehr leicht Kosten senken k\u00f6nnten\u201c, zitierte die MZ Barthel weiter. DAB+ sei inzwischen fl\u00e4chendeckend verf\u00fcgbar, sodass eine parallele Technik aus seiner Sicht entbehrlich sei. Barthel ist zudem Pr\u00e4sident des Landesrechnungshofs von Sachsen-Anhalt.<\/p>\n<p>UKW-Investitionsbedarf bei rund 60 Millionen Euro<\/p>\n<p>Barthel bezeichnete UKW gegen\u00fcber der Zeitung als \u201e\u00fcberholte Technik\u201c. Die Ultrakurzwelle wird in Deutschland seit Ende der 1940-er Jahre genutzt. Die KEF argumentiert laut Bericht zudem mit Vorteilen in Krisensituationen: DAB+ verbrauche weniger Energie, Notstromaggregate hielten l\u00e4nger durch als bei UKW-Sendeanlagen. Zus\u00e4tzlich warnt die KEF vor einem Investitionsstau. Die bestehende Infrastruktur sei, so Barthel in der MZ, in Erwartung einer Abschaltung \u201eauf Verschlei\u00df gefahren\u201c worden. Ohne politisch festgelegtes Enddatum m\u00fcssten die Anlagen ab 2029 umfassend erneuert werden. Der Investitionsbedarf l\u00e4ge dann bei rund 60 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Widerstand kommt insbesondere von privaten Radiosendern, die laut Bericht um Reichweite und Werbeeinnahmen f\u00fcrchten. Auch politische Vorbehalte bestehen. Der CDU-Medienpolitiker Markus Kurze verwies im Landtag auf die anhaltend hohe Nutzung von UKW als \u201ewichtige Empfangsquelle f\u00fcr die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung\u201c. Der MDR bekenne sich zwar grunds\u00e4tzlich zu einem langfristigen Ende der Parallelausstrahlung, nenne jedoch kein konkretes Datum. In Sachsen-Anhalt verf\u00fcgten nach MDR-Angaben 45 Prozent der Haushalte \u00fcber station\u00e4re DAB+-Ger\u00e4te, bei Autos liege der Anteil bei 35 Prozent.<\/p>\n<p>Parallel zur UKW-Debatte r\u00fcckt die digitale Zukunft der Sender in den Fokus. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) Sachsen-Anhalt berichtet, diskutierte die Rundfunk-Kommission des Landtags in einer ihrer letzten Sitzungen mit ARD-Generalsekret\u00e4rin Susanne Pfab und dem Medien\u00f6konomen Frank Lobigs \u00fcber Reformperspektiven f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dabei kamen erneut Pl\u00e4ne zur Sprache, die die ARD schon seit l\u00e4ngerer Zeit verfolgt.<\/p>\n<p>Lobigs warb laut MDR f\u00fcr mehr sender\u00fcbergreifende Zusammenarbeit und den Aufbau gemeinsamer Digitalplattformen als Gegengewicht zu internationalen Anbietern. Pfab k\u00fcndigte an, die Mediatheken langfristig zu einer eigenst\u00e4ndigen \u00f6ffentlichen Plattform, einem \u201ePublic Open Space\u201c, weiterzuentwickeln. Schnittstellen zwischen ARD- und <a href=\"https:\/\/www.digitalfernsehen.de\/thema\/zdf\/\" class=\"av-highlight\" title=\"Mehr Aritkel zum Thema ZDF\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ZDF<\/a>-Mediatheken gebe es bereits. Die Rundfunk-Kommission will ihren Abschlussbericht im Mai vorlegen.<\/p>\n<p class=\"isc_image_list_title\">Bildquelle:<\/p>\n<p>\t\t140226 ARD KEF UKW + Mediatheken: Landesrechnungshof Sachsen-Anhalt\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neben der Abschaltung von UKW debattiert die Rundfunkkommission zudem \u00fcber Ausbau der ARD-Mediatheken zu eigenst\u00e4ndigen Plattformen. 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