{"id":52465,"date":"2026-03-21T07:54:32","date_gmt":"2026-03-21T07:54:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/52465\/"},"modified":"2026-03-21T07:54:32","modified_gmt":"2026-03-21T07:54:32","slug":"entzuendliche-ernaehrung-schlechteres-befinden-studie-zeigt-zusammenhang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/52465\/","title":{"rendered":"Entz\u00fcndliche Ern\u00e4hrung, schlechteres Befinden: Studie zeigt Zusammenhang"},"content":{"rendered":"<p>Die Qualit\u00e4t unserer Ern\u00e4hrung z\u00e4hlt zu den wichtigsten Einflussfaktoren f\u00fcr die Gesundheit. Eine neue Studie aus Italien zeigt, wie eng Ern\u00e4hrungsgewohnheiten mit Entz\u00fcndungsprozessen im K\u00f6rper und mit der wahrgenommenen Lebensqualit\u00e4t zusammenh\u00e4ngen. Das Ergebnis: Je st\u00e4rker Lebensmittel Entz\u00fcndungen f\u00f6rdern, desto schlechter sind das k\u00f6rperliche und psychische Wohlbefinden. Dar\u00fcber berichten Forscher in Frontiers in Nutrition \u00a0[1].<\/p>\n<p>Analyse der Daten von fast 2.000 Erwachsenen<\/p>\n<p>F\u00fcr die Untersuchung analysierten sie Daten von 1.936 Erwachsenen aus der Metropolregion Catania auf Sizilien. Alle Teilnehmer waren vollj\u00e4hrig. Sie haben detaillierte Angaben zu ihren Ern\u00e4hrungsgewohnheiten der vergangenen 6 Monate gemacht. Grundlage der Auswertung war ein validierter Fragebogen zur H\u00e4ufigkeit des Lebensmittelkonsums mit insgesamt 110 Fragen.<\/p>\n<p>Um das entz\u00fcndliche Potenzial der individuellen Ern\u00e4hrung zu berechnen, nutzten die Wissenschaftler den <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Dietary_inflammatory_index\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dietary Inflammatory Score (DIS)<\/a>. In diesen Index flie\u00dfen 18 verschiedene Lebensmittelgruppen ein, darunter Blattgem\u00fcse, Obst, Vollkornprodukte, Zucker, rotes Fleisch sowie verarbeitete Fleischprodukte. Positive DIS-Werte stehen f\u00fcr eine entz\u00fcndungsf\u00f6rdernde Ern\u00e4hrung, negative Werte f\u00fcr entz\u00fcndungshemmende Lebensmittel.<\/p>\n<p>Die Lebensqualit\u00e4t der Teilnehmer wurde mit der <a href=\"https:\/\/psycnet.apa.org\/doiLanding?doi=10.1037%2Ft10432-000\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Manchester Short Assessment of Quality of Life (MANSA)<\/a> erfasst. Diese Skala umfasst 12 Fragen zu verschiedenen Bereichen des t\u00e4glichen Lebens, darunter allgemeine Zufriedenheit, k\u00f6rperliche und psychische Gesundheit, soziale Beziehungen sowie das Sicherheitsgef\u00fchl im Alltag.<\/p>\n<p>Deutliche Unterschiede zwischen gesunder und ungesunder Ern\u00e4hrung<\/p>\n<p>Bei der Auswertung zeigte sich: Personen mit einem hohen Konsum von Obst, Gem\u00fcse, Vollkornprodukten, H\u00fclsenfr\u00fcchten, Milchprodukten, Fisch und N\u00fcssen hatten ein deutlich geringeres Risiko f\u00fcr entz\u00fcndliche Prozesse als Teilnehmer mit weniger ausgewogenen Essgewohnheiten.<\/p>\n<p>Gleichzeitig waren h\u00f6here DIS-Werte signifikant mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit verbunden, laut MANSA eine gute Lebensqualit\u00e4t zu haben. Besonders deutlich zeigte sich dieser Zusammenhang bei j\u00fcngeren Teilnehmern, Rauchern sowie bei Menschen mit geringer k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t \u2013 Faktoren, die bereits aus anderen Studien als f\u00f6rderlich f\u00fcr chronische Entz\u00fcndungsprozesse bekannt sind.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig war insbesondere das oberste Drittel der DIS-Werte: Personen in dieser Gruppe hatten ein um 77% h\u00f6heres Risiko, mit ihrer gesundheitlichen Lebensqualit\u00e4t unzufrieden zu sein.<\/p>\n<p>Zusammenhang unabh\u00e4ngig von Stoffwechselerkrankungen<\/p>\n<p>Die Forscher waren \u00fcberrascht, dass der beobachtete Zusammenhang nicht durch klassische metabolische Erkrankungen erkl\u00e4rt werden konnte, da sich zwischen den untersuchten Gruppen keine signifikanten Unterschiede bei der H\u00e4ufigkeit von Adipositas, Hypertonie, Typ-2-Diabetes oder Dyslipid\u00e4mie zeigten.<\/p>\n<p>Nach Ansicht der Studienautoren sprechen die Ergebnisse vielmehr f\u00fcr grundlegende pathophysiologische Mechanismen, da chronische, niedriggradige Entz\u00fcndungen daf\u00fcr bekannt sind, sowohl k\u00f6rperliche Beschwerden als auch psychische Belastungen zu verst\u00e4rken und damit das allgemeine Wohlbefinden zu beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Auch die Analyse einzelner N\u00e4hrstoffe best\u00e4tigte diesen Zusammenhang: Eine hohe t\u00e4gliche Kalorienaufnahme sowie ein hoher Anteil ges\u00e4ttigter Fetts\u00e4uren bei gleichzeitig niedriger Aufnahme von Omega-3-Fetts\u00e4uren, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen f\u00f6rderten entz\u00fcndliche Prozesse, und Personen mit solchen Ern\u00e4hrungsgewohnheiten hatten eine geringere Lebensqualit\u00e4t als Kontrollen mit ges\u00fcnderer Ern\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Mediterrane Ern\u00e4hrung als Gegenmodell<\/p>\n<p>Mediterrane Di\u00e4ten gelten als gesunde Ern\u00e4hrungsmodelle, da sie reich an entz\u00fcndungshemmenden Lebensmitteln wie Obst, Gem\u00fcse, Oliven\u00f6l, H\u00fclsenfr\u00fcchten und Fisch sind und in zahlreichen Studien mit einem geringeren Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselst\u00f6rungen sowie einer h\u00f6heren Lebenserwartung in Verbindung gebracht werden.<\/p>\n<p>Gleichzeitig beobachten Experten, dass auch im Mittelmeerraum die Ern\u00e4hrung zunehmend westlichen Mustern gleicht, wobei steigende Lebensmittelpreise dazu beitragen k\u00f6nnten, dass sich immer mehr Menschen von traditionellen, ges\u00fcnderen, aber kostenintensiveren Ern\u00e4hrungsformen abwenden.<\/p>\n<p>Fazit: Ern\u00e4hrung als Schl\u00fcssel f\u00fcr mehr Lebensqualit\u00e4t<\/p>\n<p>Chronische niedriggradige Entz\u00fcndungen gelten als Risikofaktor f\u00fcr viele Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Depressionen und chronische Schmerzen. Die Ern\u00e4hrung spielt eine wichtige Rolle bei deren Vorbeugung, weil immer mehr Studien zeigen, dass Ern\u00e4hrungsgewohnheiten nicht nur den Stoffwechsel beeinflussen, sondern auch Entz\u00fcndungsprozesse im ganzen K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Deshalb sollte die Bedeutung von Ern\u00e4hrungsgewohnheiten nicht untersch\u00e4tzt werden, zumal \u00c4rzte eine zentrale Rolle dabei spielen, Patienten zu einer ges\u00fcnderen Ern\u00e4hrung zu motivieren und Ver\u00e4nderungen im Alltag zu begleiten.<\/p>\n<p>Der Beitrag ist im Original erschienen auf <a href=\"https:\/\/www.univadis.it\/viewarticle\/ruolo-della-dieta-nella-salute-italiani-2026a10005ht\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Univadis.it<\/a>. \u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Qualit\u00e4t unserer Ern\u00e4hrung z\u00e4hlt zu den wichtigsten Einflussfaktoren f\u00fcr die Gesundheit. 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