{"id":52869,"date":"2026-03-21T15:35:26","date_gmt":"2026-03-21T15:35:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/52869\/"},"modified":"2026-03-21T15:35:26","modified_gmt":"2026-03-21T15:35:26","slug":"bilaterale-iii-und-keine-10-millionen-schweiz-auslandschweizer-fuerchten-sich-vor-den-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/52869\/","title":{"rendered":"Bilaterale III und \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb: Auslandschweizer f\u00fcrchten sich vor den Folgen"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/ASR_Bundeshaus_\u00a9Lettau_DSCF5884.jpg\" width=\"6240\" height=\"4160\" alt=\"Filippo Lombardi mit Parlamentariern\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Die Podiumsdiskussion mit Mitgliedern der Parlamentarischen Gruppe &#171;Auslandschweizer&#187; wurde von ASO-Pr\u00e4sident Filippo Lombardi moderiert.            <\/p>\n<p>            Swisscommunity         <\/p>\n<p>        Die Delegierten des Auslandschweizer-Rats (ASR) tauschten sich mit den Mitgliedern der Parlamentarischen Gruppe \u00abAuslandschweizer\u00bb \u00fcber die neuen Vertr\u00e4ge zwischen der Schweiz und der EU sowie die Volksinitiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb aus.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        19. M\u00e4rz 2026 &#8211; 17:19\n<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/emilie-ridard-profileImage-45444133.png\" width=\"998\" height=\"998\" alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>\n                Auswanderung, R\u00fcckkehr in die Schweiz, Familie, Schulbildung, Renten, Banken, Versicherungen&#8230; Ich interessiere mich f\u00fcr die Schweizer und Schweizerinnen im Ausland und informiere sie \u00fcber allt\u00e4gliche oder gr\u00f6ssere Themen, die sie besch\u00e4ftigen und betreffen.<br \/>\nBegeistert von Sprachen und Kulturen, f\u00fchrte mich mein beruflicher Werdegang \u00fcber Stationen im Marketing und als Assistentin schliesslich in die Welt des Journalismus, in einer Position, die es mir zudem erm\u00f6glicht, mit der ganzen Welt zu kommunizieren.            <\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/author\/emilie-ridard\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                Mehr von dieser Autorin \/ diesem Autoren            <\/a><\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/department\/franzosischsprachige-redaktion\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                Franz\u00f6sischsprachige Redaktion            <\/a><\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/upload-temp-file-f0cf42dc-9ba2-428f-84b8-86c53fdd1d8c-89198823.jpg\" width=\"2520\" height=\"2679\" alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>\n                In meiner Arbeit befasse ich mich mit Themen, die f\u00fcr die Schweizerinnen und Schweizer im Ausland relevant sind \u2013 von politischen Entwicklungen in der Schweiz und deren Auswirkungen auf die Diaspora bis hin zu sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragestellungen.<br \/>\nVor SWI swissinfo.ch habe ich als Lokaljournalistin f\u00fcr die Aargauer Zeitung geschrieben. Ich habe einen Bachelor in mehrsprachiger Kommunikation und &#8211; klassisch schweizerisch &#8211; eine Lehre als Kauffrau abgeschlossen.            <\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/author\/melanie-eichenberger\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                Mehr von dieser Autorin \/ diesem Autoren            <\/a><\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/department\/deutschsprachige-redaktion\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                Deutschsprachige Redaktion            <\/a><\/p>\n<p>                Weitere Sprachen: 3            <\/p>\n<p>                    DE Original                <\/p>\n<p>\n        English    <\/p>\n<p>\n        en    <\/p>\n<p>            Swiss Abroad fear the consequences of a standoff with the EU\n            <\/p>\n<p>    <a class=\"article-translations-item__link\" lang=\"en\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/eng\/swiss-abroad\/swiss-abroad-fear-the-consequences-of-a-standoff-with-the-eu\/91131026\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            Mehr Swiss Abroad fear the consequences of a standoff with the EU<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>\n        Fran\u00e7ais    <\/p>\n<p>\n        fr    <\/p>\n<p>            Bilat\u00e9rales III et initiative \u00abPas de Suisse \u00e0 10 millions\u00bb: les Suisses de l\u2019\u00e9tranger craignent des cons\u00e9quences\n            <\/p>\n<p>    <a class=\"article-translations-item__link\" lang=\"fr\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/fre\/cinquieme-suisse\/bilat%c3%a9rales-iii-et-initiative-pas-de-suisse-%c3%a0-10-millions-les-suisses-de-l%c3%a9tranger-craignent-des-cons%c3%a9quences\/91128645\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            Mehr Bilat\u00e9rales III et initiative \u00abPas de Suisse \u00e0 10 millions\u00bb: les Suisses de l\u2019\u00e9tranger craignent des cons\u00e9quences<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>\n        Italiano    <\/p>\n<p>\n        it    <\/p>\n<p>            Bilaterali III\u00a0con l\u2019UE\u00a0e \u00abNo a una\u00a0Svizzera da\u00a010\u00a0milioni!\u00bb:\u00a0la diaspora elvetica teme\u00a0conseguenze\u00a0\n            <\/p>\n<p>    <a class=\"article-translations-item__link\" lang=\"it\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ita\/quinta-svizzera\/bilaterali-iii-con-lue-e-no-a-una-svizzera-da-10-milioni-la-diaspora-elvetica-teme-conseguenze\/91130998\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            Mehr Bilaterali III\u00a0con l\u2019UE\u00a0e \u00abNo a una\u00a0Svizzera da\u00a010\u00a0milioni!\u00bb:\u00a0la diaspora elvetica teme\u00a0conseguenze\u00a0<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Die Themen sind unterschiedlich, haben jedoch eine Gemeinsamkeit: Sie k\u00f6nnten sich auf die Mobilit\u00e4t der Schweizerinnen und Schweizer auswirken \u2013 insbesondere jener, die in Europa leben. Das sind viele. 64 Prozent aller Schweizer:innen im Ausland leben in L\u00e4ndern der EU.<\/p>\n<p>Die Bilateralen III \u2013 das Abkommenspaket, das die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU in mehreren Bereichen regelt \u2013 bildeten das erste Diskussionsthema der Gespr\u00e4chsrunde zwischen Parlamentarierinnen und Parlamentariern der wichtigsten Schweizer Parteien und den in Bern anwesenden Ratsmitgliedern.<\/p>\n<p>Keine Vorteile ohne Verpflichtungen<\/p>\n<p>Die Delegierten der Diaspora betonten die Vorteile der Abkommen f\u00fcr die Schweiz. \u00abEine nachhaltige Personenfreiz\u00fcgigkeit setzt auch voraus, dass man ihre Regeln akzeptiert. Man kann nicht von den Vorteilen profitieren, ohne die damit verbundenen Verpflichtungen zu \u00fcbernehmen\u00bb, sagte Constantin Kokkinos, Delegierter f\u00fcr Griechenland.<\/p>\n<p>Mehrere Delegierte fragten auch direkt bei Nationalrat Roland B\u00fcchel nach, dem Vertreter der SVP und einziger Gegner der Bilateralen III im Raum: Kann die Schweiz wirklich vom europ\u00e4ischen Markt profitieren, wenn sie gleichzeitig den entsprechenden Rahmen ablehnt? Sind wirklich alle SVP-Mitglieder gegen die Abkommen mit der EU? Was w\u00fcrde im Falle einer Ablehnung aus dem Wissenschaftsstandort Schweiz und den Bildungsprogrammen?<\/p>\n<p>Die ge\u00e4usserten Bedenken und Argumente vermochten den SVP-Nationalrat nicht umzustimmen. Er kritisierte ein Abkommen, das aus Sicht seiner Partei \u00abnichts Bilaterales\u00bb habe und die Schweiz dazu verpflichten w\u00fcrde, fremdes Recht zu \u00fcbernehmen \u2013 zum Nachteil der direkten Demokratie.<\/p>\n<p>Diese Haltung l\u00f6ste Reaktionen unter den Auslandschweizerr\u00e4t:innen aus. \u00abDie Zeit, in der die Schweiz isoliert leben konnte, ist vorbei\u00bb, sagte etwa Beat Knoblauch, Vertreter Australiens.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Teaser_01.jpg\" width=\"3024\" height=\"2016\" alt=\"Europ\u00e4isches Parlamentsgeb\u00e4ude im Abendlicht\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Schweizer Politik\n        <\/p>\n<p>        Im EU-Parlament finden die Bilateralen III mehr Anklang als in Bern    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        14. Jan. 2026                    <\/p>\n<p>                Die Europaabgeordneten in Strassburg halten die Abkommen zwischen der Schweiz und der EU angesichts der geopolitischen Spannungen f\u00fcr unverzichtbar.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/schweizer-politik\/die-bilateralen-iii-finden-in-strassburg-mehr-anklang-als-in-bern\/90767145\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Im EU-Parlament finden die Bilateralen III mehr Anklang als in Bern<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Beziehungen zu den Nachbarl\u00e4ndern st\u00e4rken<\/p>\n<p>Sowohl Vertreter:innen der Rechten als auch der Mitte betonten die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderungen der Schweiz.<\/p>\n<p>F\u00fcr die FDP bleibt der bilaterale Weg unverzichtbar. Der Waadtl\u00e4nder Nationalrat Laurent Wehrli verwies auf konkrete Folgen fehlender Abkommen und nannte einen Verlust von 340 Millionen Franken an Investitionen in die Medizintechnik seit 2022 in den Kantonen Waadt und Genf. \u00abDer Handel mit den USA, China oder Israel wird einen Bruch mit der EU niemals kompensieren\u00bb, warnte er.<\/p>\n<p>Die Nationalr\u00e4tin Elisabeth Schneider-Schneiter (Die Mitte) unterstrich zudem den aktuellen geopolitischen Druck: \u00abWenn es eine Partnerschaft geben soll, dann in erster Linie mit unseren europ\u00e4ischen Nachbarn \u2013 L\u00e4ndern, die dieselben demokratischen Werte teilen.\u00bb<\/p>\n<p>Sophie Michaud-Gigon (Gr\u00fcne) betonte sowohl die europ\u00e4ischen demokratischen Werte als auch die konkreten Vorteile der Abkommen \u2013 von der Ern\u00e4hrungssicherheit bis zum wirtschaftlichen Austausch. \u00abWir sprechen hier von 300 Milliarden Franken Handelsvolumen pro Jahr, gegen\u00fcber 67 Milliarden mit den USA\u00bb, erinnerte sie.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/x_Konsultativabstimmung-Bilaterale_III_\u00a9_Lettau_DSCF5997.jpg\" width=\"6240\" height=\"4160\" alt=\"Konsultativabstimmung-Bilaterale_III_\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Die anwesenden R\u00e4tinnen und R\u00e4te stimmten im Anschluss an die Podiumsdiskussion \u00fcber die Bilateralen III ab.            <\/p>\n<p>            Swisscommunity         <\/p>\n<p>\u00abKein Spaziergang\u00bb<\/p>\n<p>Ungewiss bleibt der Ausgang der Volksabstimmung. Die Annahme der Bilateralen III wird dem Schweizer Stimmvolk vorgelegt werden \u2013 fr\u00fchestens im Jahr 2027.<\/p>\n<p>Wehrli warnte, dass eine Ablehnung dieser Abkommen dazu f\u00fchren k\u00f6nnte, dass die Bilateralen I und II hinf\u00e4llig w\u00fcrden. \u00abWir w\u00fcrden auf das Freihandelsabkommen von 1972 zur\u00fcckfallen \u2013 mit dem Risiko, Jahre an Verhandlungen zu verlieren.\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr den gr\u00fcnliberalen Nationalrat Beat Flach w\u00fcrde dies bedeuten, dass mit jedem EU-Mitgliedstaat einzelne Abkommen ausgehandelt werden m\u00fcssten \u2013 \u00abund so das B\u00fcrokratiemonster entst\u00fcnde, das die SVP so oft kritisiert\u00bb.<\/p>\n<p>Schneider-Schneiter hofft, dass sich die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer im Abstimmungskampf f\u00fcr die bilateralen Abkommen engagieren werden \u2013 der laut ihr \u00abkein Spaziergang\u00bb sein wird. Mehrere Delegierte schlossen sich dieser Einsch\u00e4tzung an und betonten, dass die kommende Abstimmung nicht nur f\u00fcr die Wirtschaft entscheidend sei, sondern auch f\u00fcr ihre eigene Situation.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/newsletter_teaser_swiss_abroad.jpg\" width=\"880\" height=\"587\" alt=\"Newsletter Swiss Abroad\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Swiss Abroad\n        <\/p>\n<p>        Der Newsletter f\u00fcr alle Schweizerinnen und Schweizer im Ausland    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                Portraits, Politik und Perspektiven: Abonnieren Sie die relevanteste Berichterstattung zur F\u00fcnften Schweiz.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/swiss-abroad\/alles-zum-thema-auslandschweizerinnen\/79527139\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Der Newsletter f\u00fcr alle Schweizerinnen und Schweizer im Ausland<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Kontroverse Debatte zur \u00abKeine-10-Millionen-Schweiz!\u00bb-Initiative<\/p>\n<p>Das zweite Thema der Podiumsdiskussion war die SVP-Initiative \u00abKeine-10-Millionen-Schweiz!\u00bb-Initiative. Drei Monate vor der Abstimmung nimmt die Debatte um die sogenannte \u00abNachhaltigkeitsinitiative\u00bb Fahrt auf.<\/p>\n<p>Die von der Schweizerischen Volkspartei SVP eingereichte Initiative will verhindern, dass die st\u00e4ndige Wohnbev\u00f6lkerung der Schweiz vor 2050 die Marke von zehn Millionen Menschen \u00fcberschreitet.<\/p>\n<p>                Worum es konkret geht bei der \u00abNachhaltigkeitsinitiative\u00bb            <\/p>\n<p>Der Initiativtext sieht vor, dass bereits beim \u00dcberschreiten von 9,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern Massnahmen im Hinblick auf die Einhaltung des Grenzwertes, \u00abinsbesondere im Asylbereich und beim Familiennachzug\u00bb ergriffen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Laut Initiativtext m\u00fcsste die Schweiz \u00abbev\u00f6lkerungswachstumstreibende internationale \u00dcbereinkommen\u00bb\u00a0mit Blick auf Ausnahme- oder Schutzklauseln neu aushandeln. Reicht alles nicht, um die Obergrenze von zehn Millionen einzuhalten, m\u00fcsste als Notbremse letztlich das Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommen mit der EU gek\u00fcndigt werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Bundesrat und Parlamentsmehrheit die Initiative ablehnen und vor neuen Problemen warnen, sehen die Bef\u00fcrworter:innen darin ein Instrument, um die Zuwanderung wieder eigenst\u00e4ndig zu steuern.<\/p>\n<p>Mitte-Nationalr\u00e4tin Schneider-Schneiter sprach sich klar gegen die Vorlage aus. Sie warnte vor gravierenden wirtschaftlichen Folgen und wies auf die hohe Anzahl der Arbeitskr\u00e4fte hin, die als Grenzg\u00e4nger:innen oder aus dem Ausland in die Schweiz kommen.<\/p>\n<p>SP-St\u00e4nderat Sommaruga unterstrich ebenfalls, dass die Schweiz stark auf ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte angewiesen sei. \u00abWer pflegt unsere Eltern? Wer baut unsere H\u00e4user?\u00bb, fragte er.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich argumentierte Nationalrat Wehrli (FDP). Er kritisierte die starre Festlegung der Initiative auf eine Zahl: \u00abWarum zehn Millionen und nicht neun oder elf?\u00bb Gerade Grenzregionen seien auf Arbeitskr\u00e4fte aus dem Ausland angewiesen, etwa in der Gastronomie oder im Gesundheitswesen.<\/p>\n<p>Nationalrat Flach (GLP) st\u00f6rte sich zudem am Begriff \u00abNachhaltigkeitsinitiative\u00bb \u2013 \u00abdas hat gar nichts mit Nachhaltigkeit\u00bb zu tun. Die SVP wolle schlicht eine K\u00e4seglocke \u00fcber die Schweiz setzen und das Land abschotten.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnen-Nationalr\u00e4tin Gigon warnte vor den Folgen: Die Initiative gef\u00e4hrde die bilateralen Vertr\u00e4ge mit der EU \u2013 ein Risiko, das auch Auslandschweizerinnen und -schweizer direkt betreffe.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber verteidigte SVP-Nationalrat B\u00fcchel die Initiative seiner Partei. Die Schweiz wachse st\u00e4rker als viele andere L\u00e4nder, was zu einer \u00abenormen Belastung\u00bb f\u00fchre. Zuwanderung betreffe nicht nur den Arbeitsmarkt \u2013 und laut B\u00fcchel seien viele Zugewanderte nicht erwerbst\u00e4tig.<\/p>\n<p>Gleichzeitig betonte er, dass selbst bei Annahme der Initiative weiterhin Zuwanderung m\u00f6glich w\u00e4re. Wichtig sei vor allem, dass die bestehenden Probleme offen diskutiert w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Kaum thematisiert: Folgen f\u00fcr Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer<\/p>\n<p>Obwohl die Initiative potenziell weitreichende Konsequenzen h\u00e4tte, wurden die Auswirkungen einer Annahme der Initiative auf die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in der Diskussion nur am Rande behandelt.<\/p>\n<p>Dabei k\u00f6nnten diese besonders stark betroffen sein. Sollte die Initiative umgesetzt werden und in letzter Konsequenz das Personenfreiz\u00fcgigkeitsabkommen mit der Europ\u00e4ischen Union wegfallen, h\u00e4tte dies direkte Folgen f\u00fcr Schweizerinnen und Schweizer im EU-Raum. Fragen zu Aufenthaltsrechten, sozialer Absicherung oder dem Zugang zum Arbeitsmarkt k\u00f6nnten sich neu stellen.<\/p>\n<p>Erst eine Wortmeldung von Auslandschweizerrat Franz Muheim aus Grossbritannien griff diese Unsicherheit auf, als er fragte, ob Schweizer Rentnerinnen und Rentner k\u00fcnftig Schwierigkeiten haben k\u00f6nnten, wenn sie in EU-L\u00e4ndern leben, oder wenn sie in die Schweiz zur\u00fcckkehren m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Auch der Vergleich mit dem Brexit wurde gezogen: Dieser habe gezeigt, wie komplex und langwierig die Neuordnung von Beziehungen zwischen Staaten sein kann \u2013 oft mit unvorhergesehenen Konsequenzen auf Aufenthaltsrechte von Schweizerinnen und Schweizern.<\/p>\n<p>Trotz dieser Bedenken blieb die Frage, wie genau sich die Initiative konkret auf die rund 800\u2019000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer auswirken w\u00fcrde, weitgehend unbeantwortet.<\/p>\n<p>Die Parolenfassung des Auslandschweizer-Rats ist am Freitag angesetzt.<\/p>\n<p>Editiert von Balz Rigendinger.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/DANIEL_HUNZIKER_ASO_04.jpg\" width=\"2494\" height=\"1663\" alt=\"Daniel Hunziker\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Swiss Abroad\n        <\/p>\n<p>        Neuer ASO-Direktor Daniel Hunziker: Ein Auslandschweizer f\u00fcr die F\u00fcnfte Schweiz    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        02. Feb. 2026                    <\/p>\n<p>                Dieser ehemalige Honorarkonsul und Auslandschweizer steht seit Anfang Jahr an der Spitze der Gesch\u00e4ftsstelle der Auslandschweizer-Organisation. Eine Begegnung.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/swiss-abroad\/aso-direktor-daniel-hunziker-ein-auslandschweizer-f%c3%bcr-die-f%c3%bcnfte-schweiz\/90859435\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Neuer ASO-Direktor Daniel Hunziker: Ein Auslandschweizer f\u00fcr die F\u00fcnfte Schweiz<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>        Artikel in dieser Story    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Podiumsdiskussion mit Mitgliedern der Parlamentarischen Gruppe &#171;Auslandschweizer&#187; wurde von ASO-Pr\u00e4sident Filippo Lombardi moderiert. 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