{"id":55358,"date":"2026-03-23T13:10:19","date_gmt":"2026-03-23T13:10:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/55358\/"},"modified":"2026-03-23T13:10:19","modified_gmt":"2026-03-23T13:10:19","slug":"sylt-plant-einen-neuen-kunstpreis-fuer-100-000-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/55358\/","title":{"rendered":"Sylt plant einen neuen Kunstpreis f\u00fcr 100.000 Euro"},"content":{"rendered":"<p>Kurzfassung des Artikels:<br \/>\n                         Die Gemeinde Sylt plant, die Kunst im \u00f6ffentlichen Raum nach Jahren der Vernachl\u00e4ssigung wieder st\u00e4rker zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>                         Daf\u00fcr stehen 250.000 Euro zweckgebunden aus dem Henner-Krogh-Nachlass zur Verf\u00fcgung, der j\u00e4hrlich 10.000 Euro anspart.<\/p>\n<p>                         Die SPD-Fraktion schl\u00e4gt vor, alle zwei Jahre einen Kunstpreis mit 100.000 Euro f\u00fcr Kunstobjekte auf der Insel auszuschreiben.<\/p>\n<p>                         Die CDU unterst\u00fctzt das Vorhaben grunds\u00e4tzlich, kritisiert jedoch die konkrete H\u00f6he der Preissumme von 100.000 Euro.<\/p>\n<p>Mehr lesen<\/p>\n<p>gr\u00f6\u00dfer alsGr\u00f6\u00dfer als Zeichen<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Geld daf\u00fcr ist seit Jahrzehnten vorhanden, doch es wurde nicht ausgegeben: Die SPD-Fraktion der Gemeinde Sylt will Kunst im \u00f6ffentlichen Raum mit einem neuen Kunstpreis wieder st\u00e4rker f\u00f6rdern. \u201eSylt hat seit vielen Jahren die Kunst im \u00f6ffentlichen Raum vernachl\u00e4ssigt\u201c, erkl\u00e4rt Gerd Nielsen von der SPD-Fraktion den Vorsto\u00df. Und tats\u00e4chlich: Die letzten relevanten Umsetzungen von Kunst im \u00f6ffentlichen Raum waren 2001 die \u201eReisenden Riesen\u201c von Martin Wolke auf dem Bahnhofsvorplatz in Westerland und 1980 die \u201eWilhelmine\u201c von Ursula Hensel-Kr\u00fcger.\n            <\/p>\n<p>\n                                Die Wilhelmine von Ursula Hensel-Kr\u00fcger wurde 1980 eingeweiht.<br \/>\n                            Foto: dpa<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/wilhelmine.jpg\" title=\"Die Wilhelmine von Ursula Hensel-Kr\u00fcger wurde 1980 eingeweiht.\" alt=\"Die Wilhelmine von Ursula Hensel-Kr\u00fcger wurde 1980 eingeweiht.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"507\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Und das, obwohl seit nunmehr 25 Jahren j\u00e4hrlich aus dem Henner-Krogh-Nachlass 10.000 Euro zweckgebunden f\u00fcr \u201eKunst im \u00f6ffentlichen Raum\u201c angespart werden, sodass derzeit 250.000 Euro in dem \u201eTopf\u201c liegen. \u201eEine Finanzierung d\u00fcrfte, auch langfristig, \u00fcber den Henner-Krogh-Nachlass gesichert sein, der \u00fcber erhebliche Mittel und nachhaltige Einnahmen verf\u00fcgt\u201c, hei\u00dft es.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.shz.de\/lokales\/sylt\/artikel\/wohnungsnot-auf-sylt-fachkraefte-bangen-um-ihre-existenz-50149798\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Wohnungsnot auf Sylt: Warum dieses Paar trotz guter Jobs um seine Existenz bangt<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die SPD-Fraktion schl\u00e4gt vor, dass die Gemeinde alle zwei Jahre einen Kunstpreis ausschreibt. Dieser soll mit 100.000 Euro dotiert sein, die zweckgebunden f\u00fcr die Realisierung oder den Ankauf eines Kunstobjektes auf der Insel verwendet werden. Teilnahmeberechtigt sollen K\u00fcnstler aus Schleswig-Holstein, Hamburg sowie dem d\u00e4nischen J\u00fctland sein.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Auch interessant: <a href=\"https:\/\/www.shz.de\/lokales\/sylt\/artikel\/essen-auf-sylt-so-beliebt-ist-die-sylter-landkueche-50119813\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Vom Luxushotel zur Sylter Landk\u00fcche: Stefan Gerners Rezept f\u00fcr den Neustart auf der Insel<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    \u00dcber die Vergabe soll nach dem Willen der SPD-Fraktion ein Fachgremium beraten. Diesem sollen jeweils eine Person aus dem Kulturausschuss, der S\u00f6lring Foriining, dem Sylter Kunstverein, dem Henner-Krogh-Kuratorium, der Verwaltung sowie zwei Kunsterzieher angeh\u00f6ren. Die finale Entscheidung \u00fcber Standort und Vergabe l\u00e4ge beim zust\u00e4ndigen Ausschuss und der Gemeindevertretung.\n            <\/p>\n<p>            CDU ist skeptisch<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Der Antrag, der im Mai im Schul-, Jugend-, Sport- und Kulturausschuss beraten werden soll, wird von allen anderen Fraktionen wie SSW, Gr\u00fcnen und \u201eDie Insulaner\u201c mitgetragen, nur die CDU \u00e4u\u00dfert eine gewisse Skepsis. Simon Kopp, der Fraktionsvorsitzende und Kulturausschuss-Vorsitzende ist, sagt: \u201eDie CDU unterst\u00fctzt das Vorhaben grunds\u00e4tzlich, wird aber nicht mit Ja stimmen, weil wir es nicht richtig finden, den Kunstpreis mit der konkreten Summe von 100.000 Euro auszuschreiben.\u201c Nach Ansicht der CDU verf\u00fchre das unn\u00f6tigerweise dazu, den Kunstpreis teurer zu machen, als ein Kunstwerk m\u00f6glicherweise ist.\n            <\/p>\n<p>\n                \u201e\u201eSylt war immer auch die Insel der K\u00fcnstler und Literaten.\u201c\n            <\/p>\n<p>Gerd Nielsen<\/p>\n<p>SPD-Fraktion<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Gerd Nielsen betont im Namen der beteiligten Fraktionen, dass man trotz noch zu kl\u00e4render Detailfragen wie Transport- oder Fundamentkosten \u201emutig eine Grundsatzentscheidung\u201c treffen sollte: \u201eSylt war immer auch die Insel der K\u00fcnstler und Literaten und die Gemeinde sollte sich nach schwierigen Zeiten durch die Pandemie, Haushaltssperre und die politischen Ersch\u00fctterungen mal was Positives g\u00f6nnen.\u201c\n            <\/p>\n<p>            \u201eReisende Riesen\u201c sorgten f\u00fcr Emp\u00f6rung<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Dass Kunst provoziert, irritiert und Kontroversen hervorruft, belegt der <a href=\"https:\/\/www.shz.de\/lokales\/sylt\/artikel\/riesen-aerger-als-sich-sylt-ueber-die-gruenen-figuren-am-westerlaender-bahnhof-entzweite-20985636\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Blick auf die Enth\u00fcllung der \u201eReisenden Riesen\u201c auf dem Bahnhofsvorplatz am 14. Oktober 2001<\/a>. \u201eSchon nach einem Tag graust es uns davor, auch nur am Bahnhof vorbeizufahren\u201c, hie\u00df es damals in einem der zahlreichen Leserbriefe, die die Sylter Rundschau im Herbst 2001 ver\u00f6ffentlichte. Beim Anblick der knallgr\u00fcnen, bis zu 4,5 Metern hohen Truppe sah ein nicht unerheblicher Teil der Insulaner Rot und w\u00fcnschte sich, die gr\u00fcne Bande m\u00f6ge schnellstm\u00f6glich wieder abreisen \u2013 oder zumindest an einen etwas weniger prominenten Ort umziehen.\n            <\/p>\n<p>            SSW wollte lieber eine Konventionalstrafe zahlen als die \u201eReisenden Riesen\u201c<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Emotional diskutiert wurde die Riesen-Familie aber nicht erst am Tag ihrer Enth\u00fcllung. Nachdem sich eine Jury nach jahrelangen Diskussionen f\u00fcr die Riesen des K\u00fcnstlers Martin Wolke entschieden hatte, emp\u00f6rten sich auch einige Lokalpolitiker. Die damalige W\u00e4hlergemeinschaft Unabh\u00e4ngige B\u00fcrger Westerland war, wie auch einige Mitglieder des SSW, bereit, lieber eine Konventionalstrafe an den K\u00fcnstler zu zahlen, als die Figuren Realit\u00e4t werden zu lassen. \u201eEine Konventionalstrafe ist immer noch besser, als ein Leben lang auf solche riesigen Dinger zu gucken\u201c, fasste Peter Erichsen (SSW) damals die kritische Haltung zusammen.\n            <\/p>\n<p>\n                                Riesen-Andrang: Zur Enth\u00fcllung der Kunstwerke im Oktober 2001 war der Westerl\u00e4nder Bahnhofsvorplatz proppenvoll.<br \/>\n                            Foto: Martin Wolke<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/f0ce3a6992b94045d7c3ba6e76e811bd.jpg\" title=\"Riesen-Andrang: Zur Enth\u00fcllung der Kunstwerke im Oktober 2001 war der Westerl\u00e4nder Bahnhofsvorplatz proppenvoll.\" alt=\"Riesen-Andrang: Zur Enth\u00fcllung der Kunstwerke im Oktober 2001 war der Westerl\u00e4nder Bahnhofsvorplatz proppenvoll.\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"210\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>            Petra Reiber war ein Riesen-Fan<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Vielleicht lag\u2019s daran, dass die damalige B\u00fcrgermeisterin Petra Reiber ein Riesen-Fan war \u2013 trotz aller Proteste durfte sich Wolke ans Werk machen. Die 180.000 Euro, die ihm daf\u00fcr zur Verf\u00fcgung standen, deckten allerdings nicht einmal alle Kosten, berichtete die Sylter Rundschau. Deshalb erhielt Wolke ein Darlehen der Stadt Westerland in H\u00f6he von 30.000 Euro, als Sicherheit \u00fcberlie\u00df er den Syltern seine Statue \u201eDer Turmspringer\u201c, die bis heute den Eingang der Sylter Welle ziert.\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kurzfassung des Artikels: Die Gemeinde Sylt plant, die Kunst im \u00f6ffentlichen Raum nach Jahren der Vernachl\u00e4ssigung wieder st\u00e4rker&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":55359,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23],"tags":[16182,16188,97,96,7174,899,46,16187,98,68,16184,16185,358,16186,9292,100,99,16183,16189,45,896,44,2840,69],"class_list":{"0":"post-55358","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-informieren","9":"tag-a-c-nielsen","10":"tag-art","11":"tag-art-and-design","12":"tag-buergerinitiative","13":"tag-cdu","14":"tag-ch","15":"tag-christlich-demokratische-union-deutschlands","16":"tag-design","17":"tag-entertainment","18":"tag-foerdertopf","19":"tag-gruene-riesen","20":"tag-hamburg","21":"tag-kommunalpolitik","22":"tag-kulturpolitik","23":"tag-kunst","24":"tag-kunst-und-design","25":"tag-kunstpreis","26":"tag-petra-reiber","27":"tag-schweiz","28":"tag-spd","29":"tag-switzerland","30":"tag-sylt","31":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116278651795936473","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55358","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55358"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55358\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/55359"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55358"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}