{"id":55667,"date":"2026-03-23T17:31:33","date_gmt":"2026-03-23T17:31:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/55667\/"},"modified":"2026-03-23T17:31:33","modified_gmt":"2026-03-23T17:31:33","slug":"uebelkeit-im-auto-was-unterwegs-hilft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/55667\/","title":{"rendered":"\u00dcbelkeit im Auto: Was unterwegs hilft"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln (ots) &#8211; <\/p>\n<p>Der ACV beantwortet die wichtigsten Fragen zu Reise\u00fcbelkeit und gibt Tipps zur Vorbeugung<\/p>\n<p>Mit Blick auf die bevorstehenden Osterferien stehen h\u00e4ufig l\u00e4ngere Autofahrten an. Auf dem Weg in den Urlaub oder zu Verwandten kann Reise\u00fcbelkeit die Fahrt belasten. Besonders oft betroffen sind Kinder, aber auch Erwachsene k\u00f6nnen Beschwerden entwickeln. Schon wenige Kurven, Hitze, schlechte Luft oder der Blick aufs Display k\u00f6nnen \u00dcbelkeit ausl\u00f6sen. Der ACV beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Reise\u00fcbelkeit im Auto: Warum entsteht sie, was hilft sofort und wie l\u00e4sst sich wirksam vorbeugen? <\/p>\n<p>Warum wird einem im Auto \u00fcberhaupt schlecht?<\/p>\n<p>Reise\u00fcbelkeit entsteht, wenn das Gehirn widerspr\u00fcchliche Informationen \u00fcber Bewegung erh\u00e4lt. Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr registriert Kurven, Bremsen und Beschleunigung. Die Augen nehmen diese Bewegung jedoch nicht immer wahr. <\/p>\n<p>Das passiert beispielsweise, wenn man w\u00e4hrend der Fahrt auf etwas Statisches im Innenraum schaut, wie etwa ein Buch oder ein Display. Dabei sehen die Augen etwas Ruhiges, w\u00e4hrend der K\u00f6rper gleichzeitig die Bewegung des Autos sp\u00fcrt. <\/p>\n<p>Das Gehirn kann diese widerspr\u00fcchlichen Signale nicht eindeutig einordnen und reagiert mit \u00dcbelkeit. Dass Menschen am Steuer meist nicht schlecht wird, zeigt den Zusammenhang gut: Wer selbst f\u00e4hrt, schaut auf die Stra\u00dfe und sieht die Bewegung des Autos. <\/p>\n<p>Kinder sind besonders h\u00e4ufig betroffen. Ihr Gleichgewichtssystem und die Verarbeitung von Bewegungsreizen sind noch empfindlicher, sodass dieser Konflikt zwischen Bewegung und Sehen schneller \u00dcbelkeit ausl\u00f6sen kann. <\/p>\n<p>Was hilft sofort gegen \u00dcbelkeit im Auto?<\/p>\n<p>K\u00fcndigt sich \u00dcbelkeit im Auto an, sollte m\u00f6glichst schnell reagiert werden. Oft helfen schon ein paar einfache Ma\u00dfnahmen: <\/p>\n<p>&#8211; Blick nach vorne auf die Stra\u00dfe oder in die Ferne richten <br \/>&#8211; Buch, Handy oder Tablet weglegen <br \/>&#8211; den Kopf m\u00f6glichst ruhig halten <br \/>&#8211; Fenster \u00f6ffnen und frische Luft ins Auto lassen <br \/>&#8211; wenn m\u00f6glich kurz anhalten und aussteigen <\/p>\n<p>Manchen hilft auch etwas K\u00fchles im Nacken oder im Gesicht. Daf\u00fcr reicht oft schon ein Taschentuch, das mit etwas Wasser aus der Trinkflasche befeuchtet wird. <\/p>\n<p>Wie kann man \u00dcbelkeit im Auto vorbeugen?<\/p>\n<p>Der richtige Sitzplatz <\/p>\n<p>Wer schnell unter Reise\u00fcbelkeit leidet, f\u00fchlt sich auf dem Beifahrersitz oft wohler als auf der R\u00fcckbank. Dort ist der Blick nach vorne freier, und Bewegungen lassen sich besser einsch\u00e4tzen. Ob das f\u00fcr Kinder infrage kommt, h\u00e4ngt von Alter, Gr\u00f6\u00dfe und dem passenden Kindersitz ab. <\/p>\n<p>Auf der R\u00fcckbank kann ein Platz mit m\u00f6glichst freiem Blick nach vorne g\u00fcnstiger sein. Von dort l\u00e4sst sich die Stra\u00dfe oft besser im Blick behalten und die Bewegung des Autos leichter wahrnehmen. <\/p>\n<p>Fahrzeit gut planen <\/p>\n<p>Manche Familien machen die Erfahrung, dass l\u00e4ngere Fahrten leichter fallen, wenn Kinder einen Teil der Strecke verschlafen. Deshalb kann es helfen, l\u00e4ngere Etappen in eine gewohnte Schlafenszeit oder in den fr\u00fchen Morgen zu legen. Wichtig ist aber, dass die fahrende Person ausgeruht ist. <\/p>\n<p>Ger\u00fcche, Luft und Temperatur im Auto <\/p>\n<p>Ger\u00fcche k\u00f6nnen ebenfalls \u00dcbelkeit ausl\u00f6sen. In einem geschlossenen Auto werden Essensreste, s\u00fc\u00dfe Getr\u00e4nke, stark duftende Lufterfrischer, Zigarettenrauch oder Dampf von E-Zigaretten schnell unangenehm. Sie k\u00f6nnen auch an Kleidung haften und im Innenraum wahrnehmbar bleiben. <\/p>\n<p>Hinzu kommt die Temperatur im Auto. Hitze im Innenraum bekommt vielen Menschen nicht gut. Deshalb hilft es, zwischendurch kurz zu l\u00fcften oder die Klimaanlage moderat einzustellen. Wichtig ist dabei, dass der Luftstrom nicht direkt ins Gesicht gerichtet ist. <\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigung statt Bildschirm <\/p>\n<p>Lesen, Filme schauen oder lange auf ein Smartphone blicken verst\u00e4rken Reise\u00fcbelkeit h\u00e4ufig. Besser ist es, den Blick nach drau\u00dfen oder in die Ferne zu richten. <\/p>\n<p>Gerade auf l\u00e4ngeren Fahrten mit Kindern helfen Besch\u00e4ftigungen, bei denen der Blick nach drau\u00dfen geht, etwa Kennzeichenraten oder &#171;Ich sehe was, was du nicht siehst&#187;. Auch H\u00f6rspiele, Musik oder gemeinsames Singen k\u00f6nnen gut ablenken. <\/p>\n<p>ACV Tipp: Wenn sich der Blick aufs Display nicht vermeiden l\u00e4sst<\/p>\n<p>Wenn sich der Blick aufs Display w\u00e4hrend der Fahrt nicht vermeiden l\u00e4sst, kann man auf Apple-Ger\u00e4ten die Funktion &#171;Vehicle Motion Cues&#187; aktivieren. Dabei erscheinen bewegte Punkte am Bildschirmrand, die Fahrzeugbewegungen optisch nachvollziehbarer machen sollen. Laut Hersteller kann das helfen, Unwohlsein w\u00e4hrend der Fahrt zu verringern. <\/p>\n<p>Einstellungen &gt; Bedienungshilfen &gt; Bewegung &gt; Fahrzeug-Bewegungshinweise <\/p>\n<p>F\u00fcr Android gibt es ebenfalls Apps, die mit \u00e4hnlichen visuellen Effekten arbeiten. <\/p>\n<p>Was sollte man vor und w\u00e4hrend einer Autofahrt essen?<\/p>\n<p>Vor einer Autofahrt sollte man nicht zu viel essen. Ein sehr voller Magen kann \u00dcbelkeit verst\u00e4rken, weil gro\u00dfe oder schwere Mahlzeiten die Verdauung belasten. Ganz ohne Essen loszufahren ist aber auch keine gute Idee. Ein leerer Magen kann schneller ein flaues Gef\u00fchl ausl\u00f6sen. <\/p>\n<p>Besser sind kleine, milde Snacks, die den Magen nicht zus\u00e4tzlich reizen. Trockene Lebensmittel wie Brot, Toast, Cracker, Salzgeb\u00e4ck oder Zwieback werden oft besser vertragen als gro\u00dfe, fettige oder stark gew\u00fcrzte Speisen. Auch Apfelst\u00fccke oder eine Banane vertragen viele Menschen gut. <\/p>\n<p>Bei Getr\u00e4nken vertragen viele stilles Wasser oder milden Tee besser als kohlens\u00e4urehaltige Getr\u00e4nke. Manche Menschen empfinden auch Ingwer als angenehm gegen Reise\u00fcbelkeit, etwa als Tee, Bonbon oder kandiert. <\/p>\n<p>Wann sind Medikamente gegen Reise\u00fcbelkeit sinnvoll?<\/p>\n<p>Wenn andere Ma\u00dfnahmen nicht helfen, k\u00f6nnen Medikamente gegen Reise\u00fcbelkeit eine Option sein. Viele Mittel enthalten Wirkstoffe wie Dimenhydrinat. Sie d\u00e4mpfen bestimmte Signale im Gehirn und k\u00f6nnen so \u00dcbelkeit und Erbrechen lindern. Am besten werden sie vor der Fahrt eingenommen und nicht erst dann, wenn die Beschwerden bereits stark sind. <\/p>\n<p>Wichtig: Medikamente gegen Reise\u00fcbelkeit sind bei Kindern nicht die erste Wahl. Sie sollten nur nach R\u00fccksprache mit einem Kinderarzt eingesetzt werden. Die Mittel machen meist m\u00fcde oder benommen. Manchmal reagieren Kinder auch mit Unruhe oder Reizbarkeit. Wenn Kinder dadurch sehr schl\u00e4frig sind, trinken sie manchmal weniger. Kommt dann noch Erbrechen dazu, kann das das Risiko f\u00fcr Fl\u00fcssigkeitsmangel erh\u00f6hen. <\/p>\n<p>Auch Erwachsene sollten vorsichtig sein. Manche Medikamente k\u00f6nnen die Reaktionsf\u00e4higkeit beeintr\u00e4chtigen. Wer selbst f\u00e4hrt, sollte daher besonders auf m\u00f6gliche Nebenwirkungen achten. <\/p>\n<p>Was tun, wenn es im Auto zum Erbrechen kommt?<\/p>\n<p>Wenn jemand w\u00e4hrend der Autofahrt pl\u00f6tzlich erbrechen muss, gilt zuerst: ruhig bleiben und weiter auf den Verkehr achten. Wenn m\u00f6glich, schnell eine T\u00fcte oder einen Spuckbeutel reichen. <\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Fahrt darf niemand abgeschnallt werden. Auf der Autobahn sollte m\u00f6glichst bis zur n\u00e4chsten Ausfahrt oder zu einem Rastplatz weitergefahren werden. Der Seitenstreifen ist grunds\u00e4tzlich nicht zum Anhalten gedacht. Besteht jedoch eine akute Gefahr, etwa durch Atemnot oder drohendes Ersticken, handelt es sich um einen Notfall. Dann hat die sofortige Sicherung von Fahrzeug und Kind Vorrang. <\/p>\n<p>Frische Luft, ein paar Schlucke Wasser und etwas Ruhe helfen oft schnell. Feuchtt\u00fccher oder ein Ersatzshirt sind praktisch, um Kleidung und Sitz grob zu reinigen. Weitergefahren werden sollte erst, wenn sich alle wieder besser f\u00fchlen. <\/p>\n<p>Bei kleinen Kindern oder wiederholtem Erbrechen sollte auf Anzeichen von Fl\u00fcssigkeitsmangel geachtet werden. Wird ein Kind auff\u00e4llig schlapp, trinkt kaum noch oder verschlechtert sich der Zustand deutlich, ist \u00e4rztlicher Rat sinnvoll. <\/p>\n<p>ACV Checkliste gegen \u00dcbelkeit im Auto<\/p>\n<p>&#8211; vor der Abfahrt leicht verdaulich essen und ausreichend trinken <br \/>&#8211; Wasser und leichte Snacks einpacken <br \/>&#8211; einen Sitzplatz mit Blick nach vorne w\u00e4hlen <br \/>&#8211; H\u00f6rspiele oder Spiele ohne Bildschirm vorbereiten <br \/>&#8211; regelm\u00e4\u00dfige Pausen mit frischer Luft einplanen <br \/>&#8211; bei bekannter Reise\u00fcbelkeit Medikamente vorher mit Arzt oder Apotheke abkl\u00e4ren <br \/>&#8211; Spuckbeutel, Feuchtt\u00fccher und Wechselkleidung griffbereit im Auto haben <\/p>\n<p>Pressekontakt:<\/p>\n<p>Philipp Mathey<br \/>Pressesprecher<br \/>An der Wachsfabrik 5<br \/>50996 K\u00f6ln<br \/>Telefon: +49 2236 94 98 104<br \/>E-Mail: mathey@acv.de<br \/>www.acv.de<\/p>\n<p>Original-Content von: ACV Automobil-Club Verkehr, \u00fcbermittelt durch news aktuell<br \/>Originalmeldung: https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/116025\/6241107<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln (ots) &#8211; Der ACV beantwortet die wichtigsten Fragen zu Reise\u00fcbelkeit und gibt Tipps zur Vorbeugung Mit Blick&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1653,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[16245,3401,46,67,66,16247,45,44,16246],"class_list":{"0":"post-55667","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-belkeit","9":"tag-auto","10":"tag-ch","11":"tag-gesundheit","12":"tag-health","13":"tag-hilft","14":"tag-schweiz","15":"tag-switzerland","16":"tag-unterwegs"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116279678993635578","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55667","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=55667"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/55667\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1653"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=55667"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=55667"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=55667"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}