{"id":59257,"date":"2026-03-26T05:37:06","date_gmt":"2026-03-26T05:37:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/59257\/"},"modified":"2026-03-26T05:37:06","modified_gmt":"2026-03-26T05:37:06","slug":"warnsystem-am-flughafen-laguardia-gab-keinen-alarm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/59257\/","title":{"rendered":"Warnsystem am Flughafen LaGuardia gab keinen Alarm"},"content":{"rendered":"\n<p>Das National Transportation Safety Board, kurz NTSB, untersucht den Unfall nun. NTSB-Chefin Jennifer Homendy sagte auf einer Pressekonferenz am Dienstag (24. M\u00e4rz), im Tower gebe es ein System namens ASDE-X, das die Position jedes Flug- und Fahrzeugs anzeigen soll. Allerdings habe dieses System in diesem Fall nicht geholfen, da der Feuerwehrtruck nicht mit einem entsprechenden Transponder ausgestattet gewesen sei, so Homendy.<\/p>\n<p>FAA hatte Transponder f\u00fcr Fahrzeuge empfohlen<\/p>\n<p>Zudem befanden sich hinter dem Feuerwehrtruck laut der NTSB-Chefin weitere Einsatzfahrzeuge, die rechtzeitig anhielten. Auch der geringe Abstand zwischen den Fahrzeugen habe verhindert, dass das System einen Alarm ausgel\u00f6st habe.<\/p>\n<p>Erst im vergangenen Mai hatte die amerikanische Luftfahrtbeh\u00f6rde FAA Flugh\u00e4fen mit modernen Boden\u00fcberwachungssystemen wie LaGuardia aufgefordert, ihre Fahrzeuge mit Transpondern auszustatten, und erkl\u00e4rt, dass Bundesmittel zur Kostenbeteiligung zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet.<\/p>\n<p>Unklar, ob eine Warnung das Ungl\u00fcck h\u00e4tte verhindern k\u00f6nnen<\/p>\n<p>Obwohl das NTSB Transponder f\u00fcr Fahrzeuge auf dem Flughafengel\u00e4nde nicht explizit empfohlen hat, sollten diese laut Homendy zur Standardausr\u00fcstung geh\u00f6ren. \u00abFluglotsen m\u00fcssen wissen, was sich vor ihnen befindet, ob auf dem Flughafengel\u00e4nde oder im Luftraum. Diese Informationen sind f\u00fcr die Sicherheit unerl\u00e4sslich\u00bb, so die NTSB-Chefin. Die Port Authority of New York and New Jersey wollte sich laut <a href=\"https:\/\/apnews.com\/article\/laguardia-plane-crash-new-york-investigation-ntsb-33073747e410c8d7bceab0ebc347d35f\" id=\"9d6ad2dc-3ecc-4f7d-b8bc-902074a28de5\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">AP<\/a> unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht zum nicht vorhandenen Transponder im Feuerwehrwagen \u00e4u\u00dfern<\/p>\n<p>Homendy betonte aber auch, es seien weitere Untersuchungen n\u00f6tig, um festzustellen, ob eine Warnung das Ungl\u00fcck \u00fcberhaupt h\u00e4tte verhindern k\u00f6nnen. Denn viel Zeit blieb nicht.<\/p>\n<p>Ermittler zeigen zeitlichen Ablauf des Ungl\u00fccks<\/p>\n<p>Das Feuerwehrfahrzeug beantragte laut den Ermittlern 25 Sekunden vor dem Zusammensto\u00df die Erlaubnis, die Landebahn zu \u00fcberqueren, f\u00fcr die das Flugzeug knapp zwei Minuten zuvor zur Landung freigegeben worden war. F\u00fcnf Sekunden sp\u00e4ter, als sich das Flugzeug nur noch etwas mehr als 30 Meter \u00fcber dem Boden befand, erteilte ein Fluglotse dem Fahrzeug, das sich auf dem Weg zu einem Flugzeug von United Airlines befand, laut NTSB die Freigabe zur \u00dcberquerung der Landebahn. Nur neun Sekunden vor der Kollision <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/sicherheit\/kollision-am-flughafen-laguardia-in-new-york-stop-stop-stop-stop-truck-1-stop\/zlte3rx\" id=\"bfbc5cb5-e375-4146-9766-09cd9a6e6520\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wies der Tower den Feuerwehrtruck an, anzuhalten<\/a>, eine Sekunde bevor das Fahrwerk des Flugzeugs aufsetzte.<\/p>\n<p>Homendy sagte, dass die Beleuchtung der Start- und Landebahn offenbar funktionierte. Dies h\u00e4tte den Fahrer des Feuerwehrfahrzeugs m\u00f6glicherweise davor gewarnt, die Piste zu \u00fcberqueren, selbst wenn die Fluglotsen dies erlaubt h\u00e4tten. Denn die in den Belag eingelassenen Leuchten werden automatisch rot, wenn eine Start- und Landebahn belegt ist. Die Ermittler haben die verletzten Feuerwehrleute noch nicht befragt und konnten auch nicht feststellen, ob diese gebremst oder ausgewichen sind, um die Kollision zu vermeiden.<\/p>\n<p>Sind zwei diensthabende Lotsen wom\u00f6glich nicht genug?<\/p>\n<p>Die NTSB-Chefin betonte: \u00abWir untersuchen nur selten, wenn \u00fcberhaupt, einen schweren Unfall, bei dem es nur um einen einzigen Fehler ging. Wenn etwas schiefgeht, bedeutet das, dass viele, viele Dinge schiefgegangen sind.\u00bb Homendy erkl\u00e4rte zudem: \u00abIch m\u00f6chte davor warnen, den Fluglotsen die Schuld zuzuschieben und von Ablenkung zu sprechen. Es herrscht eine hohe Arbeitsbelastung.\u00bb Dass nur zwei Fluglotsen im Dienst waren, sei zwar typisch f\u00fcr eine Sp\u00e4tschicht, bereitet dem NTSB allerdings schon lange Sorgen.<\/p>\n<p>365 Tage Luftfahrtjournalismus \u2013 fair, fundiert und unabh\u00e4ngig. Damit das so bleibt, brauchen wir Ihre Unterst\u00fctzung. Schon f\u00fcr den Preis eines Getr\u00e4nks am Flughafen genie\u00dfen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei. <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/insider\" id=\"3710cd42-c515-4215-b39d-4c1f375e89d0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jetzt hier klicken und abonnieren<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das National Transportation Safety Board, kurz NTSB, untersucht den Unfall nun. 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