{"id":62751,"date":"2026-03-28T16:14:09","date_gmt":"2026-03-28T16:14:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/62751\/"},"modified":"2026-03-28T16:14:09","modified_gmt":"2026-03-28T16:14:09","slug":"lausanne-semenya-fordert-unsinn-ein-ende-setzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/62751\/","title":{"rendered":"Lausanne | Semenya fordert: \u00abUnsinn ein Ende setzen\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Lausanne (dpa) &#8211; Die zweimalige 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya hat die neuen Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees in der Geschlechterdebatte scharf kritisiert und will sie juristisch anfechten. \u00abIch werde Athleten ermutigen, sich zu einer Sammelklage zusammenzuschlie\u00dfen\u00bb, sagte die 35-j\u00e4hrige S\u00fcdafrikanerin Sky Sport News, \u00abdenn das ergibt keinen Sinn. Es rettet den Frauensport nicht.\u00bb<\/p>\n<p>Alle Sportlerinnen sollen sich nach dem Willen des IOC k\u00fcnftig Geschlechtertests unterziehen, um an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen zu d\u00fcrfen. Transfrauen soll ein Start in der Frauenkategorie k\u00fcnftig untersagt sein.<\/p>\n<p>Semenya war Dauergast in Gerichten<\/p>\n<p>\u00abIch k\u00e4mpfe f\u00fcr die W\u00fcrde der Frauen\u00bb, sagte Semenya, die ihre Karriere inzwischen beendet hat und als Trainerin arbeitet. \u00abDiejenigen, die sagen: &#171;Ich werde mich keinem Test unterziehen, um zu beweisen, dass ich eine Frau bin&#187;\u2026 Ich werde sie ermutigen, das zu tun, um diesem Unsinn ein Ende zu setzen.\u00bb<\/p>\n<p>Semenya war zuletzt gegen die Testosteron-Vorschriften des Leichtathletik-Weltverbandes beim Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte vorgegangen. Die dreimalige Weltmeisterin wehrte sich dagegen, sich vor Starts einer Hormonbehandlung zur Senkung ihres nat\u00fcrlichen Testosteronspiegels zu unterziehen.<\/p>\n<p>\u00abEs gibt keinen Respekt gegen\u00fcber Frauen\u00bb<\/p>\n<p>Semenya betonte immer wieder, sie sei eine Frau. Nach Angaben in ihrer Autobiografie hat sie keine Geb\u00e4rmutter und keinen Eileiter. \u00abEs gibt keinen Respekt gegen\u00fcber Frauen. Sobald man von einer Frau verlangt, sich f\u00fcr die Teilnahme am Sport testen zu lassen, hat das mit W\u00fcrde nichts zu tun\u00bb, sagte Semenya. \u00abEin M\u00e4dchen, ein Kind, zu testen, ist sch\u00e4dlich und besch\u00e4mend.\u00bb<\/p>\n<p>Die neue Richtlinie ist das Ergebnis einer von IOC-Pr\u00e4sidentin Kirsty Coventry eingesetzten Arbeitsgruppe zum \u00abSchutz der Frauen-Kategorie\u00bb. Ausl\u00f6ser f\u00fcr die versch\u00e4rfte Politik der olympischen Dachorganisation war der Wirbel um Wettbewerbe im Frauen-Boxen bei den Sommerspielen in Paris 2024.<\/p>\n<p>Zwei Boxerinnen im Fokus<\/p>\n<p>Im Zentrum der Geschlechterdebatte standen die Olympiasiegerinnen Imane Khelif und Lin Yu-ting. Beide waren zuvor vom Weltverband Iba von der WM ausgeschlossen worden, da sie auf der Basis eines nicht n\u00e4her erkl\u00e4rten Geschlechtertests angeblich die Teilnahme-Kriterien nicht erf\u00fcllt hatten.<\/p>\n<p>Bei Olympia durften beide starten. Der damalige IOC-Pr\u00e4sident Thomas Bach sagte unter Verweis auf die damals geltenden Regeln: \u00abEs bestand nie ein Zweifel daran, dass sie Frauen sind.\u00bb Khelif betonte zuletzt auch: \u00abIch bin keine Transsexuelle, ich bin ein M\u00e4dchen.\u00bb Transmenschen oder Transgender sind Personen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugeschrieben wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lausanne (dpa) &#8211; Die zweimalige 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya hat die neuen Richtlinien des Internationalen Olympischen Komitees in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":62752,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[178,494,17167,118,45,7306,3350],"class_list":{"0":"post-62751","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-lausanne","8":"tag-gesellschaft","9":"tag-international","10":"tag-ioc","11":"tag-lausanne","12":"tag-schweiz","13":"tag-sportpolitik","14":"tag-suedafrika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116307686165268224","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62751","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62751"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62751\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62752"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62751"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62751"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62751"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}