{"id":63313,"date":"2026-03-29T04:36:16","date_gmt":"2026-03-29T04:36:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/63313\/"},"modified":"2026-03-29T04:36:16","modified_gmt":"2026-03-29T04:36:16","slug":"interfinity-festival-wenn-in-basel-kunst-auf-wissenschaft-trifft-basel-region","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/63313\/","title":{"rendered":"Interfinity-Festival: Wenn in Basel Kunst auf Wissenschaft trifft &#8211; Basel &#038; Region"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Basel\" title=\"Basel\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Basel<\/a> gilt als Stadt der K\u00fcnste und ebenso unbestritten verdient Basel das Pr\u00e4dikat, eine Stadt der Wissenschaften zu sein. Zwischen diesen beiden parallelen Welten, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, baut ein Festival der besonderen Art seit einigen Jahren Br\u00fccken. Interfinity hei\u00dft das Veranstaltungsformat, das stets die scheinbar fernliegenden Aspekte miteinander verkn\u00fcpft. Mit wachsendem Erfolg, wie sich bei der diesj\u00e4hrigen Ausgabe mit dem Schwerpunkt Kosmos zeigte. 7000 Besucher hat Gr\u00fcnder und Direktor Lukas Loss bei dem ganz ohne \u00f6ffentliche Subventionen arbeitenden Festival gez\u00e4hlt. <\/p>\n<p>Hochkar\u00e4tige K\u00fcnstler <\/p>\n<p>Zwei Wochen lang trafen bei Interfinity 2026 hochkar\u00e4tige K\u00fcnstler auf Nobelpreistr\u00e4ger, Astronauten auf Musikvirtuosen, Poesie auf Physik oder Elektronik auf Naturkl\u00e4nge. Zum Finale bot Interfinity Ende vergangener Woche eine spektakul\u00e4re Verkn\u00fcpfung von <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Musik\" title=\"Musik\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Musik<\/a>, Licht und Wort in der Messe Basel.<\/p>\n<p> \u201eWir bringen Dinge zusammen, die eigentlich gar nicht zusammenpassen\u201c, sagt Lukas Loss. Der Veranstalter, der als (fr\u00fcherer) Musiker und als Sohn eines Physikers mit beiden Bereichen vertraut ist, sieht nach einigen Jahren, wie seine Saat aufgeht. \u201eEs gelingt uns mehr und mehr, mit Themen, die sonst etwas unter dem Radar fliegen, ein breites Publikum anzusprechen\u201c, sagt Loss.<\/p>\n<p>Wobei die Verkn\u00fcpfung in beide Richtungen funktioniert: Sowohl \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/thema\/Kunst\" title=\"Kunst\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kunst<\/a> als auch \u00fcber eher wissenschaftliche Zug\u00e4nge w\u00fcrden die Menschen vermehrt zu Interfinity finden. \u201eDarauf bin ich stolz\u201c, sagt Loss.<\/p>\n<p>Kunst und Wissenschaft, also Seele und Verstand, mithilfe des jeweils anderen Bereichs aufzuschlie\u00dfen, klingt als Konzept zun\u00e4chst einmal theoretisch. \u201eSo sch\u00f6n wie das t\u00f6nt, so ungewohnt bleibt es doch\u201c, sagt auch Festival-Chef Lukas Loss \u00fcber das latente Risiko, mit seinen Ideen abzust\u00fcrzen. In der Vergangenheit hatte sich Interfinity bereits sperrigen Themen Quantenphysik oder Antibiotikaresistenz k\u00fcnstlerisch gen\u00e4hert, nun w\u00e4hlte Loss gest\u00e4rkt von diesen Erfahrungen einen vergleichsweise dankbaren Ansatz. <\/p>\n<p>Grenzen von Raum und Zeit <\/p>\n<p>Das Thema Kosmos bot auf beiden Ebenen gemeinsame Ankn\u00fcpfungspunkte: Sowohl in der Kunst, als auch in der Wissenschaft geht es dabei um die Grenzen von Raum und Zeit, um Vorstellungen vom Jenseits, um Sph\u00e4ren weit au\u00dferhalb oder tief innerhalb des Menschlichen, um Utopien, um Vorstellungskraft, um Sinnsuche und nicht zuletzt auch um ganz sinnliche Aspekte wie Neugier oder Abenteuerlust.<\/p>\n<p>Die Veranstaltungen von Interfinity 2026 waren wie eine imagin\u00e4re Reise angeordnet. Startpunkt war der Barock, also eine Zeit, in der sich die Musik zwar bereits mit Sph\u00e4ren besch\u00e4ftigte und damit aber vor allem innere und g\u00f6ttliche meinte. Aber Wissenschaft musste sich damals erst noch finden. Den damaligen Entdeckungen von Galilei oder Kepler schrieb der einzige Schweizer Astronaut Claude Nicollier gleich beim Er\u00f6ffnungsabend die gleiche Triebkraft zu wie der Kunst. Es gehe immer um Harmonie und Sch\u00f6nheit des Universums, meinte Nicollier. Damit war ein Bogen gespannt, der bis zum letzten Abend reichte. <\/p>\n<p> Kraft der Musik <\/p>\n<p>In der bewusst gew\u00e4hlten Weite der 600 Meter langen Messehalle spielte beim Finale das Sinfonieorchester Basel die Komposition \u201eExoplanets\u201c von Robert Laidlow, verkn\u00fcpft mit Texten von Festivalchef Lukas Loss. Bemerkenswert: Die zeitgen\u00f6ssische Komposition w\u00e4re ohne die teils fachlichen, teils poetischen Texte viel schwerer zug\u00e4nglich gewesen, w\u00e4hrend umgekehrt die Verst\u00e4ndlichkeit der Texte durch die suggestive Kraft der Musik erleichtert wurde. Auch wenn beim Finale noch einmal deutlich wurde, wie sich f\u00fcr ein breites Publikum die Wahrnehmung beider Bereiche gegenseitig beg\u00fcnstigt, wertet Loss sein Festival immer als \u201eGratwanderung\u201c. Denn so sehr Interfinity herausragenden schweizerischen Forschungsgesellschaften wie in diesem Jahr dem Natonal Center of Competence in Research den Kontakt zur nicht-fachlichen Basis ebnet, so sehr will Loss auch darauf achten, dass wissenschaftliche Gewissheiten die Kunst \u201enicht zu sehr entzaubern.\u201c Vor allem aber, so erkl\u00e4rt Loss, hat sich ein wesentliches Prinzip bei Interfinity bew\u00e4hrt: \u201eWir d\u00fcrfen nicht zu didaktisch werden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Basel gilt als Stadt der K\u00fcnste und ebenso unbestritten verdient Basel das Pr\u00e4dikat, eine Stadt der Wissenschaften zu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":63314,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[116,3422,18011,100,86,3421,45],"class_list":{"0":"post-63313","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-basel","8":"tag-basel","9":"tag-basel-region","10":"tag-interfinity","11":"tag-kunst","12":"tag-musik","13":"tag-region-loerrach","14":"tag-schweiz"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116310604320946981","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63313","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63313"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63313\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/63314"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63313"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63313"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63313"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}