{"id":64840,"date":"2026-03-30T10:03:07","date_gmt":"2026-03-30T10:03:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/64840\/"},"modified":"2026-03-30T10:03:07","modified_gmt":"2026-03-30T10:03:07","slug":"hoher-anteil-von-solar-und-windstrom-war-ursaechlich-fuer-den-super-blackout-in-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/64840\/","title":{"rendered":"Hoher Anteil von Solar- und Windstrom war urs\u00e4chlich f\u00fcr den Super-Blackout in Spanien"},"content":{"rendered":"<p>Elf Monate sind vergangen, seit am 28. April 2025 um die Mittagszeit auf der ganzen Iberischen Halbinsel der Strom ausfiel. Es war der schwerste Blackout in Europa der letzten zwanzig Jahre. Es dauerte \u00fcber 16 Stunden, bis das Netz in Spanien wieder vollst\u00e4ndig hergestellt war.<\/p>\n<p>                <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/657881680_highres-1-1024x683.jpg\" alt=\"CARLOS DE SAA \/ KEYSTONE\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                                    Hochspannungsleitungen auf Fuerteventura, Kanarische Inseln (Symbolbild)<br \/>\n                                                                            <\/p>\n<p>                                        CARLOS DE SAA \/ KEYSTONE<\/p>\n<p>Der Verband der europ\u00e4ischen Netzbetreiber ENTSO-E hat nun seinen Abschlussbericht zum Blackout vorgelegt. Das Fazit macht auf den ersten Blick ratlos: Es gibt keinen Schuldigen f\u00fcr das Desaster, es war eine Kombination von vielen Faktoren, die zum Teil nach wie vor nicht gekl\u00e4rt sind. Das \u00dcberangebot von Wind- und Solarstrom sei nicht der direkte Ausl\u00f6ser gewesen.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Das mag semantisch und politisch korrekt sein. Doch der Inhalt des Berichtes vermittelt ein anderes Bild, welches auf die grosse Schw\u00e4che von Solar- und Windanlagen hinweist: Aufgrund physikalischer Eigenheiten waren sie nicht in der Lage, das Netz zu stabilisieren, als Schwankungen bei Spannung und Frequenz auftraten, wie sie immer vorkommen k\u00f6nnen. Und das wirkte sich bei einem aussergew\u00f6hnlich hohen Anteil von 71 Prozent Wind- und Solarstrom zur fraglichen Zeit fatal aus.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Eine halbe Stunde vor dem Blackout wurden zwei starke, durch Wechselrichter ausgel\u00f6ste Frequenzabweichungen im spanischen Netz registriert. Wechselrichter werden eingesetzt, um den Gleichstrom von Wind- und Solaranlagen in Wechselstrom zu konvertieren.<br \/>\nDer spanische Netzbetreiber behob das Problem sofort mit einer Reihe von Massnahmen. Unter anderem reduzierte er den Stromexport nach Frankreich, womit sich die Frequenz vor\u00fcbergehend stabilisieren liess.<br \/>\nAllerdings f\u00fchrten die Massnahmen zu einem \u00dcberangebot an Energie. Zwischen 12:32 und 12:33 Uhr f\u00fchrte ein starker Anstieg der Spannung dazu, dass sich kleine Solaranlagen verteilt \u00fcber ganz Spanien automatisch abschalteten. Kurz darauf gingen auch gr\u00f6ssere Wind- und Solaranlagen sowie konventionelle Reaktoren vom Netz, um eine \u00dcberlastung zu vermeiden.<br \/>\nWeil die Haushaltungen mit Solard\u00e4chern aber pl\u00f6tzlich Strom brauchten, anstatt diesen zu liefern, stieg die Nachfrage und damit die Nettolast pl\u00f6tzlich wieder sprunghaft an. Zudem geriet die sogenannte Blindleistung aus dem Gleichgewicht.<br \/>\nDank sogenannten Momentanreserven von rotierenden Generatoren k\u00f6nnen konventionelle Kraftwerke Frequenzschwankungen und insbesondere auch die sogenannte Blindleistung kurzfristig ausgleichen. Wind- und Solaranlagen fehlt diese Eigenschaft. Doch die 24 Prozent Strom aus den konventionellen Reaktoren reichten nicht aus, um das Ungleichgewicht bei Frequenz und Blindleistung aufzufangen. Es kam zum Blackout.<\/p>\n<p>Auch wenn der iberische Blackout nicht allein auf die Wind- und Solaranlagen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, deckt er doch die grosse Schw\u00e4che dieser Energietr\u00e4ger auf. Das Problem ist nicht technologischer, sondern physikalischer Natur: die Anlagen lassen sich nur schlecht regeln und sind den Launen der Natur auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Je h\u00f6her der Anteil von Wind und Sonne, desto schwieriger und teurer wird es, ein Stromnetz stabil zu halten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Elf Monate sind vergangen, seit am 28. 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