{"id":65711,"date":"2026-03-31T01:02:04","date_gmt":"2026-03-31T01:02:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/65711\/"},"modified":"2026-03-31T01:02:04","modified_gmt":"2026-03-31T01:02:04","slug":"mehr-als-600-triebwerkssteile-durch-trick-gestohlen-jetzt-koennten-sie-auf-den-markt-gelangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/65711\/","title":{"rendered":"Mehr als 600 Triebwerkssteile durch Trick gestohlen &#8211; jetzt k\u00f6nnten sie auf den Markt gelangen"},"content":{"rendered":"\n<p>Ende Februar 2026 verurteilte ein Londoner <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/ticker\/vier-jahre-haft-fuer-haendler-gefaelschter-flugzeugteile\/8xlt8wk\" id=\"3dc3ed2e-a267-48b2-becc-11c07d52e7f7\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gericht den Chef von AOG Technics zu einer Haftstrafe von vier Jahren und acht Monaten<\/a>. Denn der britische Gesch\u00e4ftsmann hatte \u00fcber Jahre hinweg rund 60.000 Triebwerksteile mit gef\u00e4lschten Freigabedokumenten in Umlauf gebracht. Airlines weltweit mussten daraufhin nach den gef\u00e4lschten Bauteilen suchen. Der entstandene Schaden bel\u00e4uft sich auf etwa 40 Millionen Pfund, rund 46 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Nur etwa einen Monat nach dem Urteil bahnt sich der n\u00e4chste Skandal an: Die europ\u00e4ische Luftfahrtbeh\u00f6rde Easa hat am 26. M\u00e4rz auf ihrer Website eine <a href=\"https:\/\/www.easa.europa.eu\/en\/domains\/aircraft-products\/suspected-unapproved-parts\/theft-turbofan-engine-parts-mutilation\" id=\"1cc5a217-252c-4aa8-b9b8-b23fad060ab3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Warnung<\/a> vor 625 Triebwerkskomponenten herausgegeben, die nicht als nicht luftt\u00fcchtig deklariert sind. Betroffen sind die Triebwerkstypen CFM56-5B von CFM International, PW1100 von Pratt &amp; Whitney, RB211 von Rolls-Royce und V2500 von International Aero Engines.<\/p>\n<p>Container mit Triebwerksteilen wurden in Spanien gestohlen<\/p>\n<p>Die Beh\u00f6rde fordert Airlines, Flugzeugeigent\u00fcmer und Wartungsbetriebe auf, ihre Jets und Lagerbest\u00e4nde zu \u00fcberpr\u00fcfen. \u00abGefundene Teile sind auszubauen, zu isolieren und der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde zu melden\u00bb, schreibt die Easa. Sie hat auf ihrer Website eine Liste der betroffenen Teile inklusive Teilenummer, Seriennummer und Typenbezeichnung ver\u00f6ffentlicht. Es handelt sich demnach unter anderem um Lager, Dichtungen, Schaufeln und Scheiben. <\/p>\n<p>Die spanische Luftfahrtbeh\u00f6rde hatte die Easa zuvor dar\u00fcber informiert, dass die 625 Ersatzteile eigentlich durch einen zertifizierten Dienstleister h\u00e4tten unbrauchbar gemacht werden sollen. Doch ein Unbekannter gab sich als der beauftragte Dienstleister aus, um die Lieferung Ende Januar 2026 umzuleiten und so letztlich zu stehlen.<\/p>\n<p>Easa rechnet damit, dass Teile in den Verkauf gelangen k\u00f6nnten<\/p>\n<p>Die gesamte Sendung umfasste zw\u00f6lf Container. In drei dieser Container befanden sich die 625 Teile. Die Easa teilt mit, dass die Strafverfolgungsbeh\u00f6rden den Fall untersuchen und derzeit das Ausma\u00df des Diebstahls sowie die Vorgehensweise der T\u00e4ter pr\u00fcfen. Die Easa geht davon aus, dass die Teile auf dem freien Markt angeboten werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Luftfahrt steht nie still \u2013 wir auch nicht. Unser Redaktionsteam ist immer am Puls des Geschehens. 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