{"id":71100,"date":"2026-04-04T01:08:04","date_gmt":"2026-04-04T01:08:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/71100\/"},"modified":"2026-04-04T01:08:04","modified_gmt":"2026-04-04T01:08:04","slug":"innerlich-bereits-zurueckgetreten-karin-keller-sutter-kaempft-nicht-mehr-gegen-die-konzernverantwortungsinitiative-und-laesst-beat-jans-einfach-gewaehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/71100\/","title":{"rendered":"Innerlich bereits zur\u00fcckgetreten? Karin Keller-Sutter k\u00e4mpft nicht mehr gegen die Konzernverantwortungsinitiative und l\u00e4sst Beat Jans einfach gew\u00e4hren"},"content":{"rendered":"<p>Karin Keller-Sutter scheint sich bereits damit abgefunden zu haben, in absehbarer Zeit zur\u00fcckzutreten. Anders ist es fast nicht zu erkl\u00e4ren, warum die FDP-Bundesr\u00e4tin die Neuauflage der Konzernverantwortungsinitiative (Kovi) erst gar nicht mehr bek\u00e4mpft. Die Finanzministerin hat den sehr weit gehenden Gegenvorschlag, den der Bundesrat am Mittwoch in die Vernehmlassung geschickt hat, im Grundsatz gutgeheissen. Dies zeigen Recherchen der Weltwoche. Der \u00abNebelspalter\u00bb hatte zuerst dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<p>                <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/696720140_highres-1-1024x683.jpg\" alt=\"\u00a9 KEYSTONE \/ ANTHONY ANEX\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                                    Karin Keller-Sutter mit Elisabeth Baume-Schneider, Ignazio Cassis und Albert Roesti<br \/>\n                                                                            <\/p>\n<p>                                        \u00a9 KEYSTONE \/ ANTHONY ANEX<\/p>\n<p>Demnach soll sich die Finanzministerin im Vorfeld der Bundesratssitzung vom Mittwoch lediglich mit einem harmlosen Mitbericht eingeschaltet haben. Nebst einer Verst\u00e4ndnisfrage zur Angleichung des Gegenvorschlags mit der entsprechenden EU-Richtlinie soll die Vorsteherin des Finanzdepartements (EFD) das federf\u00fchrende Justizdepartement (EJPD) auf offene Fragen zur Aufsichtspflicht von Schweizer Unternehmen hingewiesen haben. Grunds\u00e4tzlich sei die FDP-Bundesr\u00e4tin mit dem Gegenvorschlag einverstanden, best\u00e4tigt eine verl\u00e4ssliche Quelle aus des EFD.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Das erstaunt, weil sich in diesem Land niemand so stark und prominent gegen die Kovi ins Zeug gelegt hatte wie Keller-Sutter vor der Abstimmung im November 2020. So sehr, dass die Gesch\u00e4ftspr\u00fcfungsdelegation des Nationalrats sp\u00e4ter zum Schluss kam, die damalige Justizministerin habe in der Abstimmungskampagne den Informationsauftrag des Bundesrats \u00abextensiv\u00bb ausgelegt. Die FDP-Bundesr\u00e4tin war sich auch nicht zu schade, als Feindbild der linken Kovi-Koalition herzuhalten. Die Wochenzeitung WOZ bezeichnete Keller-Sutter etwa als \u00abdie l\u00fcgende Bundesr\u00e4tin\u00bb.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Keller-Sutters pl\u00f6tzliche Passivit\u00e4t ist auch deshalb bemerkenswert, weil der Bundesrat mit seinem Gegenvorschlag den Initianten mehr als nur entgegenkommt. Am Kerngehalt der Kovi, der die Initiative von Beginn an zu einem Risiko f\u00fcr den Wirtschaftsstandort Schweiz gemacht hat, hat sich kaum etwas ge\u00e4ndert. Es geht besonders um die Konzernhaftung f\u00fcr Schweizer Grossunternehmen. Konzerne mit Sitz in der Schweiz sollen f\u00fcr Sch\u00e4den im Ausland, die durch Verletzungen ihrer Sorgfaltspflichten entstanden sind, haften. Hiesige Unternehmen m\u00fcssen deshalb mit Klagewellen aus dem Ausland rechnen.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Nebst Keller-Sutter ist mit Aussenminister Ignazio Cassis auch der zweite FDP-Vertreter f\u00fcr den weitgehenden Gegenvorschlag. Ebenfalls SP-Bundesr\u00e4tin Elisabeth Baume-Schneider sowie Mitte-Bundesrat Martin Pfister. Medienberichten zufolge sollen sich die beiden SVP-Bundesr\u00e4te Guy Parmelin und Albert R\u00f6sti gegen den Gegenentwurf ausgesprochen haben.<\/p>\n<p>Federf\u00fchrend ist hier der Justizminister Beat Jans, der bereits als Nationalrat f\u00fcr die Kovi gek\u00e4mpft hat. Konzerne mit Sitz in der Schweiz m\u00fcssten f\u00fcr ihre \u00abskrupellose und menschenverachtenden Gesch\u00e4ftspraktiken\u00bb im Ausland belangt werden k\u00f6nnen, sagte der SP-Mann 2019 im Nationalrat. \u00abSolange sich die Gesetze nicht \u00e4ndern, werden diese Verbrecher nie zur Rechenschaft gezogen.\u00bb<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Obwohl die erste Kovi 2020 mit deutlichem St\u00e4ndemehr abgelehnt wurde, haben die Initianten kurz darauf nochmals fast die gleiche Initiative eingereicht. Falls es beim Gegenvorschlag des Bundesrats bleiben sollte, muss dieser bei einem allf\u00e4lligen Referendum nur das einfache Volksmehr \u00fcberwinden. Ob der Plan von Jans und seinen Genossen aufgeht, ist derzeit unklar. Abgestimmt wird voraussichtlich im Jahr 2028. Bis dahin d\u00fcrfe FDP-Bundesr\u00e4tin Keller-Sutter nicht mehr im Amt sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Karin Keller-Sutter scheint sich bereits damit abgefunden zu haben, in absehbarer Zeit zur\u00fcckzutreten. 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