{"id":73712,"date":"2026-04-06T12:10:08","date_gmt":"2026-04-06T12:10:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/73712\/"},"modified":"2026-04-06T12:10:08","modified_gmt":"2026-04-06T12:10:08","slug":"kuenstlerin-caecilia-wameling-richon-gibt-atelier-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/73712\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstlerin C\u00e4cilia Wameling Richon gibt Atelier auf"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"h-full object-cover\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/c51e3064-2246-455f-8244-57eaa682ebde.jpg\" alt=\"\u00abEs ist besser, aufzuh\u00f6ren, solange man noch geistig und k\u00f6rperlich fit ist\u00bb: C\u00e4cilia Wameling Richon in ihrem Atelier in Ennetbaden.\" loading=\"lazy\"\/>\u00abEs ist besser, aufzuh\u00f6ren, solange man noch geistig und k\u00f6rperlich fit ist\u00bb: C\u00e4cilia Wameling Richon in ihrem Atelier in Ennetbaden.<\/p>\n<p>Bild: Ursula Burgherr<\/p>\n<p>Darum geht es:Nach 14 Jahren zieht sich C\u00e4cilia Wameling aus ihrem Atelier in der Limmatau in Ennetbaden zur\u00fcck \u2013 und verl\u00e4ngert ihre letzte Ausstellung.Statt ihre Kunst einlagern oder entsorgen zu m\u00fcssen, verkauft die 74-J\u00e4hrige viele ihrer Werke zu g\u00fcnstigen Preisen.Alter und hohe Mietkosten f\u00fchren zu diesem Schritt. Kreativ bleiben will sie trotzdem: \u00abKunst muss Spass machen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Die Werke, die im Atelier von C\u00e4cilia Wameling Richon an den W\u00e4nden h\u00e4ngen und auf Tischen und in Regalen verteilt sind, k\u00f6nnten von den Techniken und Materialien her unterschiedlicher nicht sein. Passend zur Ostersaison hat die K\u00fcnstlerin sogar Eier bemalt. Mit witzigen Motiven werden sie zum Teufel-Ei, Nacked-Ei, Renner-Ei und zur Schweiner-Ei.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Beim Blick an die Wand stechen Bilder mit alten Tiergeweihen ins Auge. Sie w\u00e4ren im Abfall entsorgt worden, wenn sie Wameling nicht in absolut betrachtungsw\u00fcrdige Werke \u00fcberf\u00fchrt h\u00e4tte. \u00dcberall h\u00e4ngen originelle kleine Objektk\u00e4sten, die ihre unkonventionelle Handschrift tragen. Inspiriert von einer Island-Reise schuf sie abstrakte Malereien mit Krakelee- und Rost-Effekten.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Auf einer mosaikartigen Collage aus Spiegelscherben, die sie k\u00fcrzlich im Kunstraum Baden ausstellte, steht eines von ihren Lebensmottos geschrieben: \u00abLachen ist Gold wert.\u00bb Sie meint dazu: \u00abBei der aktuellen Weltlage ist Humor oft ein wichtiges Hilfsmittel, um nicht in Resignation oder Schwermut zu verfallen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Der R\u00fcckzug aus der \u00d6ffentlichkeit nach 42 Jahren k\u00fcnstlerischen Schaffens in der Region Baden ist f\u00fcr sie kein leichter Schritt. Denn sie muss loslassen. Im Atelier am Limmatauweg 18a, das die ungeheuer produktive K\u00fcnstlerin 14 Jahre lang zur Miete hatte, stapeln sich Mappen mit ihren Zeichnungen und Malereien sowie Schachteln voller Kunstobjekte, die unter ihren geschickten H\u00e4nden entstanden sind.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Mitnehmen in ihr Privatdomizil kann sie aus Platzgr\u00fcnden nur einen Bruchteil davon. Deshalb veranstaltet Wameling jetzt ihre letzte Ausstellung und gibt die Exponate enorm g\u00fcnstig ab. \u00abMir ist es lieber, dass sich jemand noch daran erfreut, als sie einfach wegwerfen zu m\u00fcssen. Das w\u00fcrde mir enorm wehtun\u00bb, sagt sie.<\/p>\n<p>\u00abAufh\u00f6ren, solange man noch fit ist\u00bb<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Weshalb gibt Wameling ihr Atelier in der Limmatau \u00fcberhaupt auf, wenn es ihr so schwerf\u00e4llt? \u00abIch bin jetzt 74 Jahre alt und es ist besser, aufzuh\u00f6ren, solange man noch geistig und k\u00f6rperlich fit ist\u00bb, meint sie. Zudem hat sie bis jetzt praktisch Monat f\u00fcr Monat ihre gesamte AHV in die Miete der R\u00e4umlichkeiten gesteckt und m\u00f6chte den Batzen auch einmal f\u00fcr andere Bed\u00fcrfnisse verwenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Kreativ sein wird sie weiterhin, allerdings in kleinerem Rahmen. Denn Kunst zu machen, ist ihr Lebenselixier. An der Wand h\u00e4ngt ein Zeitungsbericht \u00fcber sie mit dem Titel \u00abDu sollst spielen wie ein Kind auf der Wiese\u00bb. Dieses Credo hat der kleinen grazilen Person mit der stets etwas zerzaust wirkenden Frisur stets den Weg gewiesen.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">In der N\u00e4he von M\u00fcnster (D) geboren, machte sie sich nach ihrem Kunststudium mit Ausstellungen in Deutschland und Italien einen Namen. 1984 zog sie zu ihrem Mann Bernard nach Baden und versuchte hier Fuss zu fassen. Sie er\u00f6ffnete eine kleine Galerie an der unteren Halde. Die erste Ausstellung wurde von Sepp Schmid er\u00f6ffnet und war brechend voll. Neben eigenen Werken pr\u00e4sentierte Wameling auch Gastk\u00fcnstlerinnen und -k\u00fcnstler.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"h-full object-cover\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/b4762dda-a6a1-45ea-a59f-6d8af90d82c7.jpg\" alt=\"Passend zur Ostersaison hat die K\u00fcnstlerin sogar Eier bemalt - mit witzigen Motiven wie Teufel-Ei, Nacked-Ei oder Schweiner-Ei.\" loading=\"lazy\"\/>Passend zur Ostersaison hat die K\u00fcnstlerin sogar Eier bemalt &#8211; mit witzigen Motiven wie Teufel-Ei, Nacked-Ei oder Schweiner-Ei.<\/p>\n<p>Bild: Ursula Burgherr<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Als das Haus verkauft wurde, bezog sie R\u00e4umlichkeiten in einer Immobilie an der oberen Halde und f\u00fchrte ihre Aktivit\u00e4ten fort. Doch auch die gingen in neue H\u00e4nde und zwangen sie, zu dislozieren. Im Stroppel-Areal fing sie an, auch Malkurse zu geben, die sie im Atelier in der Limmatau fortf\u00fchrte und zu denen sie Gastdozenten einlud. \u00dcber 100 Ausstellungen veranstaltete sie \u00fcber die Jahre. Sp\u00e4ter fokussierte sie sich ausschliesslich auf ihr eigenes Schaffen.<\/p>\n<p>Es gab Zeiten, in denen sie ziemlich frustriert war<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Der grosse Erfolg blieb trotz ihres enormen Engagements aus. \u00abKunst zu machen, ist immer ein existenzieller Kampf. Es gab auch Zeiten, in denen ich ziemlich frustriert war\u00bb, gesteht sie. Aber schliesslich war ihr der Prozess des \u00abMachens\u00bb und die damit verbundene Erf\u00fcllung dann immer doch wichtiger als die Anerkennung von der \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Stilistisch ver\u00e4nderte sie sich oft. Manchmal mag es f\u00fcr das Publikum schwierig gewesen sein, ihren kreativen Spr\u00fcngen zu folgen. Ihre klassischen Aquarelle von Baden und Aarau fanden beispielsweise grossen Publikumszuspruch und waren auch finanziell eintr\u00e4glich. Doch sie h\u00f6rte damit wieder auf. \u00abIch hatte einfach keine Lust, mich st\u00e4ndig zu wiederholen und wollte mich wieder in etwas Neuem ausprobieren\u00bb, erinnert sich Wameling.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">\u00abKunst muss Spass machen\u00bb, bekundet sie. Und den hat sie trotz verschiedener H\u00fcrden nie verloren. K\u00fcnftig wird sie mehr Zeit im Waadtland verbringen, wo sie mit ihrem Mann eine kleine H\u00fctte ohne Strom besitzt. Sie liebt das Leben unter einfachsten Umst\u00e4nden. Es erdet und inspiriert sie gleichzeitig. Dort will sie sich nun der \u00abLand Art\u00bb, also der Kunst mit verg\u00e4nglichen Naturmaterialien, widmen. An neuen Ideen mangelt es ihr auch weiterhin nicht. \u00abLeider\u00bb, sagt sie und muss lachen.<\/p>\n<p>Ausstellung \u00abFr\u00f6hliche Ostern\u00bb<\/p>\n<p class=\"font-primary text-s !leading-l text-neutral-600\">Die Ausstellung ist noch bis am 12. April jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. <br \/>Atelier am Wasser, Limmatauweg 18a, Ennetbaden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00abEs ist besser, aufzuh\u00f6ren, solange man noch geistig und k\u00f6rperlich fit ist\u00bb: C\u00e4cilia Wameling Richon in ihrem Atelier&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":73713,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[23],"tags":[97,96,218,17237,46,98,20794,68,4679,100,99,20797,20795,45,20796,44,69],"class_list":{"0":"post-73712","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art","9":"tag-art-and-design","10":"tag-ausstellungen","11":"tag-baden","12":"tag-ch","13":"tag-design","14":"tag-ennetbaden","15":"tag-entertainment","16":"tag-kultur-und-unterhaltung","17":"tag-kunst","18":"tag-kunst-und-design","19":"tag-kunstraum-baden","20":"tag-limmat","21":"tag-schweiz","22":"tag-sepp-schmid","23":"tag-switzerland","24":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116357687468474591","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73712","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=73712"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/73712\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/73713"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=73712"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=73712"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=73712"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}