{"id":76073,"date":"2026-04-08T08:17:04","date_gmt":"2026-04-08T08:17:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/76073\/"},"modified":"2026-04-08T08:17:04","modified_gmt":"2026-04-08T08:17:04","slug":"wie-kompass-initiant-urs-wietlisbach-die-fdp-wegen-ihres-eu-kurses-zusammenstaucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/76073\/","title":{"rendered":"Wie Kompass-Initiant Urs Wietlisbach die FDP wegen ihres EU-Kurses zusammenstaucht"},"content":{"rendered":"<p>Der Freisinn hat sich im Herbst 2025 klar positioniert. An der Delegiertenversammlung in Bern stimmten die FDP-Delegierten mit 330 zu 104 Stimmen den EU-Vertr\u00e4gen zu und lehnten mit 232 zu 189 Stimmen das St\u00e4ndemehr ab. Damit hat die Partei einen Richtungsentscheid gef\u00e4llt, der weit \u00fcber die eigenen Reihen hinaus Wirkung entfaltet und die politische Debatte im Land sp\u00fcrbar pr\u00e4gt.<br \/>Dass dieser Kurs nicht \u00fcberall Begeisterung ausl\u00f6st, ist nachvollziehbar. Wer eine engere Anbindung an Br\u00fcssel anstrebt und gleichzeitig die Rolle der Kantone bei zentralen Abstimmungen relativiert, muss mit Widerstand rechnen \u2013 sowohl innerhalb der Partei als auch in der breiteren \u00d6ffentlichkeit. Die Frage nach der institutionellen Balance zwischen Bund, Kantonen und internationaler Einbindung ber\u00fchrt grundlegende Prinzipien des politischen Systems der Schweiz und geht weit \u00fcber tagespolitische \u00dcberlegungen hinaus.<\/p>\n<p>                <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/630077759_highres-1024x683.jpg\" alt=\"\u00a9 KEYSTONE \/ PETER KLAUNZER\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                                    Urs Wietlisbach spricht zur Kompass-Initiative in Bern<br \/>\n                                                                            <\/p>\n<p>                                        \u00a9 KEYSTONE \/ PETER KLAUNZER<\/p>\n<p>So geschehen an einer Veranstaltung der FDP Zug: Urs Wietlisbach, Mitgr\u00fcnder der Partners Group und Initiant des Kompass-Volksbegehrens, hat die Partei sowie prominente Bef\u00fcrworter der Abkommen wie St\u00e4nderat Matthias Michel scharf attackiert. Augenzeugen sprechen von einem eigentlichen \u00abRundumschlag\u00bb, bei dem Wietlisbach kein Blatt vor den Mund nahm und die strategische Ausrichtung der Partei grunds\u00e4tzlich in Frage stellte. Seine Kritik zielte dabei nicht nur auf einzelne Positionen, sondern auf den eingeschlagenen Kurs insgesamt.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte auch sagen: Wie man in den Wald ruft, so schallt es zur\u00fcck. Der Entscheid von Bern steht \u2013 doch die Debatte ist damit keineswegs abgeschlossen. Kritiker wie Wietlisbach bringen ihre Einw\u00e4nde nun umso deutlicher vor, und das ist Ausdruck einer lebendigen politischen Kultur. Gerade bei Themen von solcher Tragweite ist Widerspruch nicht nur erwartbar, sondern notwendig. Denn es geht um viel: Bei einer Annahme der Vertr\u00e4ge st\u00fcnden zentrale Elemente des Schweizer Staatswesens zur Diskussion. Fragen der Souver\u00e4nit\u00e4t, der direkten Demokratie und der f\u00f6deralen Mitbestimmung r\u00fccken in den Mittelpunkt. Umso wichtiger ist eine offene, sachliche und auch kontroverse Auseinandersetzung \u00fcber den weiteren Weg der Schweiz im Verh\u00e4ltnis zur Europ\u00e4ischen Union.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Freisinn hat sich im Herbst 2025 klar positioniert. An der Delegiertenversammlung in Bern stimmten die FDP-Delegierten mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":76074,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[46,21394,6799,215,1208,178,16349,42,175,40,45,14351,44,176],"class_list":{"0":"post-76073","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-schweiz","8":"tag-ch","9":"tag-direktedemokratie","10":"tag-eu-vertraege","11":"tag-europa","12":"tag-fdp","13":"tag-gesellschaft","14":"tag-kantone","15":"tag-nachrichten","16":"tag-politik","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-schweiz","19":"tag-souveraenitaet","20":"tag-switzerland","21":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116368095633984374","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76073","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=76073"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76073\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/76074"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=76073"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=76073"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=76073"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}