{"id":77403,"date":"2026-04-09T07:18:05","date_gmt":"2026-04-09T07:18:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/77403\/"},"modified":"2026-04-09T07:18:05","modified_gmt":"2026-04-09T07:18:05","slug":"investoren-gehen-mit-neuer-altlastensanierung-in-charme-offensive","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/77403\/","title":{"rendered":"Investoren gehen mit neuer Altlastensanierung in Charme-Offensive"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"h-full object-cover\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/73d7e361-bd0f-4e75-ab68-94761a6d7186.jpeg\" alt=\"Welche Belastungen schlummern auf dem Klybeck-Areal (links die ehemalige Ciba-Kantine) im Untergrund? Das wollen die Eigent\u00fcmer nun noch genauer wissen.\" loading=\"lazy\"\/>Welche Belastungen schlummern auf dem Klybeck-Areal (links die ehemalige Ciba-Kantine) im Untergrund? Das wollen die Eigent\u00fcmer nun noch genauer wissen.<\/p>\n<p>Bild: zvg<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">In der Kontroverse um die Sanierung von Altlasten auf dem ehemaligen Werkgel\u00e4nde von Novartis und BASF im Klybeck legen die Investoren nach: Swisslife und Rhystadt werden auf dem 45 Fussballfelder grossen Areal, das sie gekauft haben und mit einem Investitionsvolumen von bis zu 3 Milliarden Franken entwickeln wollen, weitere Untersuchungen des Untergrunds durchf\u00fchren. Auf dieser Basis wird dann in einem zweiten Schritt ein Konzept erarbeitet, wie die Schadstoffe zu behandeln sind. Dies teilen die beiden Eigent\u00fcmer-Gruppen Rhystadt und Swisslife am Donnerstagmorgen mit.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Ziel sei es, dass nach Abschluss dieser Arbeiten auf dem Areal keine Gesundheits- und Umweltrisiken aus der Zeit der fr\u00fcheren chemisch-pharmazeutischen Produktion bestehen, heisst es. Das Klybeck-Areal ist &#8211; wie \u00fcbrigens fast der gesamte Norden Basels &#8211; belastet, zus\u00e4tzlich aber auch \u00fcberwachungsbed\u00fcrftig. Rhystadt und Swisslife wollen mit den Untersuchungen dazu beitragen, dass das Areal bis in 30 Jahren nicht mehr \u00fcberwacht werden muss.<\/p>\n<p>400 Bohrungen<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Konkret werden bis zu 400 Bohrungen vorgenommen. Sie sollen helfen, die exakte Lage von Schadstoffquellen zu identifizieren und den Umgang damit zu planen. Die Arbeiten hierzu starten noch im ersten Halbjahr 2026. F\u00fcr die Entwicklung des Areals ist dies von grosser Bedeutung. Schliesslich ist mit dem k\u00fcrzlich vorgestellten Richtprojekt klar, wie die Bebauung des Areals aussehen wird und wo Gr\u00fcn- und Freir\u00e4ume geplant sind. Ab 2030 soll auf dem Areal gebaut werden, zuvor muss das Parlament aber noch den Bebauungsplan absegnen. Die Investoren lassen sich die weiteren Untersuchungen denn auch einiges kosten. Wie viel genau, verraten sie nicht. Es d\u00fcrften viele Millionen Franken sein.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Parallel dazu stellen sie die Ergebnisse von aktuellen Grundwasser-Messungen vor. Das bereits seit 2001 bestehende und von den Eigent\u00fcmern in den vergangenen Jahren erweiterte Monitoring versteht sich als eine Art Fiebermesser f\u00fcr Belastungen auf dem Areal. \u00abWir haben an einigen Messstellen Schadstoffkonzentrationen, die \u00fcber den altlastenrechtlich definierten Sanierungsgrenzwerten liegen\u00bb, sagt Rhystadt-Sprecher Adrian Kohler, der auch Delegierter der Rhystadt f\u00fcr die Standortbelastung ist. Die Konzentrationen stellten f\u00fcr die heutige Nutzung des Areals aber keine unmittelbare Gefahr f\u00fcr Mensch und Umwelt dar.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Das Grundwassermonitoring misst an 17 Punkten auf dem Areal 200 Substanzen. Der Bericht fusst auf vier Messreihen zwischen 2023 bis 2025. Ingesamt liegen also 13&#8217;600 Datenpunkte vor. Davon w\u00fcrden knapp drei Dutzend oder weniger als ein halbes Prozent kritische Werte aufweisen. Hohe Benzidin-Messwerte treten etwa bei Messstellen an der G\u00e4rtnerstrasse auf.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Die Resultate deuten auf historische Belastungen auf jenen Arealteilen hin, die besonders stark mit der fr\u00fcheren Produktion verbunden waren. \u00abDie Belastungen sind aber sehr punktuell\u00bb, sagt Kohler. \u00dcber den Sanierungsgrenzwerten l\u00e4gen insbesondere Stoffe, die seit der Erweiterung des Messkonzepts durch die Eigent\u00fcmer \u00fcberpr\u00fcft wurden. Dazu geh\u00f6ren Benzidin, 4-Aminobiphenyl sowie Pfas. Rhystadt und Swiss Life k\u00fcndigen an, dass sie Grundwassermonitoring in den n\u00e4chsten Jahren weiter ausbauen werden.<\/p>\n<p>Altlasten-Experte: Zu wenige Substanzen ber\u00fccksichtigt<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">In der Vergangenheit hat es Kritik an den Sanierungsbem\u00fchungen gegeben: Der Geograf und Altlastenexperte Martin Forter kam in einer erst im M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichten Studie zum Schluss, dass die Eigent\u00fcmer ihre Versprechen f\u00fcr ein sorgenfreies Wohnen und Arbeiten auf dem Areal nicht halten k\u00f6nnen. Forter benannte 61 Stoffe, die in den Analyseprogrammen von Rhystadt und Swisslife nicht vorkommen, obwohl sie fr\u00fcher auf dem Areal in grossen Mengen zum Einsatz gekommen und sehr toxisch seien.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Die Eigent\u00fcmer bezeichnen diese Kritik als veraltet. Im nun pr\u00e4sentierten \u00dcberwachungskonzept, das beim Kanton bereits im Januar in die Vernehmlassung gegeben wurde, w\u00fcrden wesentliche Verbindungen ber\u00fccksichtigt. \u00abWir st\u00fctzen uns auf die sogenannte Bachema-Liste, die beim Benzidin-Nachweis als Goldstandard gilt\u00bb, sagt Rhystadt-Sprecher Kohler. Eine zweite Forderung Forters, wonach auf dem Areal ein engmaschigeres Messtellennetz in einem Raster von etwa zehn Metern zu erstellen sei, lehnen die Eigent\u00fcmer ab. Dass dies unabdingbar f\u00fcr ein wirksames Monitoring, sei wissenschaftlich nicht begr\u00fcndet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Welche Belastungen schlummern auf dem Klybeck-Areal (links die ehemalige Ciba-Kantine) im Untergrund? Das wollen die Eigent\u00fcmer nun noch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":77404,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28],"tags":[116,21688,6729,12660,21687,13642,190,15353,14843,395,45,12658,7182],"class_list":{"0":"post-77403","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-basel","8":"tag-basel","9":"tag-basf-records","10":"tag-bauwirtschaft","11":"tag-ciba-geigy","12":"tag-forter","13":"tag-klybeck","14":"tag-kritik","15":"tag-novartis","16":"tag-pfas","17":"tag-sanierung","18":"tag-schweiz","19":"tag-swiss-life","20":"tag-untersuchungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116373526036020366","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77403","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77403"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/77403\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/77404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77403"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=77403"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=77403"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}