{"id":85722,"date":"2026-04-16T17:25:09","date_gmt":"2026-04-16T17:25:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/85722\/"},"modified":"2026-04-16T17:25:09","modified_gmt":"2026-04-16T17:25:09","slug":"biberpaar-richtet-sich-am-wegrand-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/85722\/","title":{"rendered":"Biberpaar richtet sich am Wegrand ein"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"h-full object-cover\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/5d4d7d60-515c-4817-9639-2fc1c4acfd0e.jpg\" alt=\"Die Biberburg in den Langen Erlen.\" loading=\"lazy\"\/>Die Biberburg in den Langen Erlen.<\/p>\n<p>Bild: Kenneth Nars<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">\u00abDies ist nicht etwa ein Schlamm- oder Asthaufen. Hier hat sich ein Biberpaar eingerichtet und eine Biberburg erstellt.\u00bb Mit diesen Worten wird auf einer Infotafel des Landschaftsparks Wiese eine Absperrung erkl\u00e4rt.\u00a0Seit diesem Jahr gibt es n\u00e4mlich wieder eine entdeckte Biberburg im Kanton Basel-Stadt. Es haben sich mindestens zwei Biber in der Lange Erlen ihr Zuhause eingerichtet, sagt Maria Rohrer, Wildbiologin vom Amt f\u00fcr Wald und Wild beider Basel. \u00abEs gab immer wieder Biberspuren in der Lange Erlen, dies ist jedoch die erste entdeckte Biberburg seit l\u00e4ngerer Zeit.\u00bb<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Bei der letzten nationalen Biberbestandserhebung im Jahr 2022 teilte der Kanton Basel-Stadt gem\u00e4ss Rohrer 10 Biber in zwei Familienrevieren mit dem Nachbarkanton Basel-Landschaft. Insgesamt gibt es aber \u00fcber 40 Tiere in Basel-Land und Basel-Stadt. In Deutschland an der Wiese w\u00fcrden schon seit l\u00e4ngerem Biberbauten und Biberreviere existieren, so seien sie an der Wiese h\u00e4ufiger anzutreffen. Der Fund der st\u00e4dtischen Biberburg ist dagegen ein Novum.<\/p>\n<p>Fotogene Basler Biber<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">\u00abDurch die Fotofallen, die in den Wintermonaten aufgestellt wurden, konnten zwei Individuen gesichtet werden\u00bb, sagt Rohrer. Ausserdem lasse auch die Gr\u00f6sse der Biberburg auf mindestens zwei Exemplare, m\u00f6glicherweise auf ein P\u00e4rchen, schliessen.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Im Falle eines P\u00e4rchens liesse der Zeitpunkt der Entdeckung zudem weitere Hoffnung aufkommen, sagt Rohrer: \u00abDa Biber zwischen April und Juni Nachwuchs bekommen, k\u00f6nnten vielleicht bald Biberjunge in den Langen Erlen unterwegs sein.\u00bb Die monogamen Nagetiere bekommen pro Wurf durchschnittlich zwei bis vier Junge. Die \u00e4ltesten Nachkommen verlassen den Bau, um sich ein eigenes Revier zur Familiengr\u00fcndung zu suchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"h-full object-cover\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/75c32850-a1b7-4960-87db-60762f4b1107.jpg\" alt=\"Am Gew\u00e4sser f\u00fchlt sich der Biber wohl.\" loading=\"lazy\"\/>Am Gew\u00e4sser f\u00fchlt sich der Biber wohl.<\/p>\n<p>Bild: Toni Duerrenberger<\/p>\n<p>Herausforderungen f\u00fcr den Nachwuchs<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Wie gross das Revier einer Biberfamilie ist, variiere stark, sagt Rohrer. Es sei abh\u00e4ngig von der Biberdichte sowie den verf\u00fcgbaren Ressourcen (Menge an Geh\u00f6lzen) und weiteren Bedingungen im Lebensraum (Gew\u00e4sserstruktur, Uferbeschaffenheit).<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Eventuelle Jungtiere der Basler Biberfamilie m\u00fcssten sich also ein neues Revier suchen. Dies k\u00f6nnte im Kanton Basel-Stadt zur Herausforderung werden, wie Rohrer erkl\u00e4rt: \u00abIn Basel-Stadt ist das Potenzial der Biberbesiedlung entlang des Rheins und der Seitengew\u00e4sser nicht gross, da diese stark verbaut oder gar eingedolt, also abgedeckt sind. Vielleicht wird sich ein Teil der abwandernden Jungbiber versuchen, sich dennoch dort zu etablieren, sie werden langfristig aber kaum erfolgreich sein.\u00bb<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Die Jungtiere m\u00fcssten eine anstrengende und gef\u00e4hrliche Reise auf sich nehmen. Die Nagetiere k\u00f6nnten n\u00e4mlich keine Hindernisse \u00fcbersteigen, die h\u00f6her als 30 bis 40 Zentimeter sind, und w\u00fcrden sich dazu Gefahren wie Autos oder Schiffsschrauben ausgesetzt sehen.<\/p>\n<p>R\u00fccksicht als oberstes Gebot<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Die Biberburg zu entdecken, ist nicht schwer. Spazierende m\u00fcssen sich M\u00fche geben, nicht dar\u00fcber zu stolpern, denn die Biber haben praktisch auf einem Weg gebaut. Deshalb sei R\u00fccksicht besonders wichtig, erkl\u00e4rt Rohner: \u00abDer Biberbau vor Ort kann schnell mit einem Schlammhaufen verwechselt werden. Deshalb ist es enorm wichtig, die Biberburg nicht zu betreten, in Bibergebieten vorsichtig zu sein und Abstand und Hunde an der Leine zu halten, keine Ver\u00e4nderungen im Gebiet zu verursachen und die Biber, wie alle Wildtiere, nicht zu f\u00fcttern.\u00bb<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Rohrer betont aber neben der wichtigen R\u00fccksichtnahme auch die M\u00f6glichkeit, die sich naturfreudigen Baslern und Baslerinnen nun biete. Es sei eine Chance f\u00fcr eine sch\u00f6ne Beobachtung in einem spannenden Naturraum: \u00abSolche Naturerlebnisse sind m\u00f6glich, solange man mit R\u00fccksicht handelt. So k\u00f6nnen Menschen und Biber in einem m\u00f6glichst st\u00f6rungsarmen Nebeneinander von Erholungsnutzung und Wildtierlebensraum koexistieren.\u00bb<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p><a class=\"block max-w-full undefined-teaser group undefined null \" href=\"https:\/\/www.bzbasel.ch\/basel\/basel-stadt\/tierpark-lange-erle-neue-bewohner-und-entwicklungen-ld.4142584\" data-discover=\"true\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>TierparkIn den Langen Erlen ist was los: Neue Bewohner, neue Geb\u00e4ude, neuer Spielplatz<\/p>\n<p class=\"font-primary hidden\">Im Fr\u00fchling weht frischer Wind durch den Tierpark. F\u00fcr das Wohl von Bewohnern und G\u00e4sten wurde gesorgt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"h-full w-full\" width=\"400\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/e3460354-af90-4a70-9907-6fa99eb13c7c.jpg\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"\/><\/a><a class=\"block max-w-full longform-visuell-teaser group undefined null \" href=\"https:\/\/www.bzbasel.ch\/basel\/baselland\/justine-biber-das-raetsel-um-die-beruehmte-bibermama-ld.4101647\" data-discover=\"true\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Reinacher HeideVom Zolli in die Natur: R\u00e4tsel um die ber\u00fchmte Bibermama<\/p>\n<p class=\"font-primary hidden\">Ber\u00fchmt wurde die Biberin Justine, als sie 2013 im Basler Zolli aufkreuzte. W\u00e4hrend eines Jahrzehnts zog sie daraufhin eine Grossfamilie in der Reinacher Heide auf. Zwei Zeitzeugen rekonstruieren ihr Leben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"h-full w-full\" width=\"400\" height=\"225\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ddd27f28-fea1-4cb3-bb8c-cb41863a7401.jpg\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Biberburg in den Langen Erlen. Bild: Kenneth Nars \u00abDies ist nicht etwa ein Schlamm- oder Asthaufen. 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