{"id":8592,"date":"2026-02-17T12:41:12","date_gmt":"2026-02-17T12:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/8592\/"},"modified":"2026-02-17T12:41:12","modified_gmt":"2026-02-17T12:41:12","slug":"verhandlungen-in-genf-usa-und-iran-setzen-gespraeche-in-genf-fort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/8592\/","title":{"rendered":"Verhandlungen in Genf: USA und Iran setzen Gespr\u00e4che in Genf fort"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die USA und der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/iran\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a> gehen trotz tiefen gegenseitigen Misstrauens in eine zweite Verhandlungsrunde. In Genf wollen Delegationen beider Staaten heute ihre Gespr\u00e4che unter Vermittlung des Golfstaats Oman fortsetzen. Die indirekten Gespr\u00e4che zwischen Irans Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff finden laut iranischen Medien in der omanischen Botschaft statt. US-Pr\u00e4sident Donald Trump sagte zu Journalisten, dass er indirekt in diese Gespr\u00e4che involviert sein werde. Man werde sehen, was passieren k\u00f6nne.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-02\/naher-osten-iran-atomprogramm-verhandlungen-usa-donald-trump-gxe\" data-ct-label=\"USA und Iran: Trump warnt Iran vor Atomgespr\u00e4chen vor ausbleibender Einigung\" data-uuid=\"459a644a-4ed6-4e02-ac94-66088d2fbb40\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        USA und Iran:<br \/>\n                        Trump warnt Iran vor Atomgespr\u00e4chen vor ausbleibender Einigung<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-02\/iran-usa-atom-gespraeche-oman\" data-ct-label=\"USA und Iran: Atomgespr\u00e4che zwischen USA und Iran vorerst beendet\" data-uuid=\"7f243d37-0c4c-4765-a6a8-91330467ba16\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        USA und Iran:<br \/>\n                        Atomgespr\u00e4che zwischen USA und Iran vorerst beendet<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-02\/iran-nuklearprogramm-iaea-gespraeche-gxe\" data-ct-label=\"Irans Nuklearprogramm: Irans Au\u00dfenminister f\u00fchrt in Genf Gespr\u00e4che mit IAEA-Chef\" data-uuid=\"d42f7b6f-3b8b-4a97-8980-2e4909cc92b5\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Irans Nuklearprogramm:<br \/>\n                        Irans Au\u00dfenminister f\u00fchrt in Genf Gespr\u00e4che mit IAEA-Chef<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um Irans umstrittenes Atomprogramm. Die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/usa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> wollen verhindern, dass die F\u00fchrung in Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Irans Regierung zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Andere Themen wie das Raketenprogramm oder die Unterst\u00fctzung militanter Gruppen schloss Teheran vorab aus.\n<\/p>\n<p>                Protestbewegung sieht Gespr\u00e4che kritisch        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Gespr\u00e4che finden vor dem Hintergrund einer milit\u00e4rischen Drohkulisse der Vereinigten Staaten statt. Im Januar lie\u00df Irans Staatsapparat Massenproteste im eigenen Land brutal niederschlagen. <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trump<\/a> drohte der iranischen F\u00fchrung daraufhin mit milit\u00e4rischem Eingreifen und lie\u00df die Milit\u00e4rpr\u00e4senz rund um den Iran verst\u00e4rken. Inzwischen haben die USA einen zweiten Flugzeugtr\u00e4ger in die Region entsandt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Seit den Massenprotesten Anfang Januar ist Irans F\u00fchrung innenpolitisch so stark unter Druck wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Am Wochenende demonstrierten rund eine Million Menschen auf mehreren Kontinenten f\u00fcr Freiheit im Iran. Zu dem Aktionstag aufgerufen hatte Reza Pahlavi, der seit Jahrzehnten im Exil lebende Sohn des 1979 gest\u00fcrzten Schahs von Persien. Die Protestbewegung sieht einen m\u00f6glichen Deal mit der aktuellen F\u00fchrung kritisch.\n<\/p>\n<p>                        Iran: Verhandlungen gepr\u00e4gt von Skepsis und Misstrauen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abWir verhandeln unter Bedingungen vollst\u00e4ndiger Skepsis und des Misstrauens. Wir haben fr\u00fchere Erfahrungen, und es ist uns unter keinen Umst\u00e4nden erlaubt, diese Erfahrungen auch nur f\u00fcr einen Moment aus dem Blick zu verlieren\u00bb, sagte Irans Au\u00dfenamtssprecher Ismail Baghai mit Blick auf den Krieg im vergangenen Jahr, den Israel kurz vor Beginn einer Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA begonnen hatte.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abDer Angriff auf Irans Nuklearanlagen ist in keiner Weise auf einer logischen, rechtlichen oder moralischen Grundlage zu rechtfertigen\u00bb, sagte Baghai der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Zeit sei nun von entscheidender Bedeutung, f\u00fcgte er hinzu. Es gebe \u00abkeinen Nutzen darin, die Verhandlungen zu verl\u00e4ngern\u00bb, sagte der Sprecher.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Trump wiederum bekr\u00e4ftigte, der Iran wolle ein Abkommen schlie\u00dfen. Er denke nicht, dass das Land die Folgen sp\u00fcren wolle, wenn es nicht zu einem Deal kommen werde.\u00a0\n<\/p>\n<p>                        Irans Regierung sieht Chancen f\u00fcr US-Kooperation        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Vor der zweiten Verhandlungsrunde benannte Irans Vizeau\u00dfenminister Hamid Ghanbari \u00fcberraschend m\u00f6gliche Kooperationsfelder mit den USA. Ein Entwurf ber\u00fccksichtige \u00abgemeinsame Interessen in den Bereichen \u00d6l und Gas\u00bb, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Fars. Er sprach demnach auch von m\u00f6glichen Bergbauinvestitionen und dem Kauf von Flugzeugen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Minister erkl\u00e4rte, eine Kooperation m\u00fcsse sich auf wirtschaftliche Bereiche mit m\u00f6glichst geringer innenpolitischer Sensibilit\u00e4t konzentrieren. Seit der Revolution von 1979 gelten die USA als Erzfeind der islamischen F\u00fchrung in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/teheran\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Teheran<\/a>. Seither wehrt sich die Regierung gegen westlichen Einfluss, insbesondere in Schl\u00fcsselindustrien.\n<\/p>\n<p>        Irans Revolutionsgarden beginnen Marine\u00fcbung        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Marine der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, k\u00fcndigte einen Tag vor Beginn der Gespr\u00e4che ein Man\u00f6ver in der Stra\u00dfe von Hormus an. Ziel der Milit\u00e4r\u00fcbung sei ein Test der Einsatzbereitschaft und m\u00f6gliche Konfrontation mit milit\u00e4rischen Bedrohungen, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung der Garden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die etwa 55 Kilometer breite Stra\u00dfe von Hormus ist eine Meerenge zwischen dem Iran und dem <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/oman\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oman<\/a>. Sie gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten f\u00fcr den weltweiten \u00d6lexport. Iranische Offiziere hatten im Konflikt mit den USA in der Vergangenheit damit gedroht, sie jederzeit blockieren zu k\u00f6nnen.\n<\/p>\n<p>                        Technische Gespr\u00e4che mit UN-Atomw\u00e4chtern        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Am Montag traf sich Au\u00dfenminister Araghtschi mit dem Chef der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde, Rafael Grossi. Die Beziehungen zwischen der iranischen Regierung und der IAEA hatten sich nach Israels Krieg gegen das Land im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Der Iran schr\u00e4nkte den Zugang der Atomw\u00e4chter ein. Erst im September 2025 einigte sich Teheran mit der IAEA unter Vermittlung \u00c4gyptens auf die Wiederaufnahme von Kontrollen.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Golfstaaten und Schweiz als neutrale Vermittler        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der neue Dialog zwischen Teheran und Washington erfolgt unter Vermittlung des Omans. Bereits im vergangenen Jahr hatte dessen Au\u00dfenminister Badr al-Bussaidi bei Gespr\u00e4chen vermittelt. Die Schweiz wird von der iranischen Regierung ebenfalls als neutraler Vermittler gesch\u00e4tzt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im Jahr 2015 hatte sich der Iran bereits einmal zur Beschr\u00e4nkung seines Atomprogramms verpflichtet. Im Gegenzug sollten Sanktionen aufgehoben werden. Trump war der Wiener Atomvertrag, der unter seinem Vorg\u00e4nger Barack Obama ausgehandelt worden war, seit jeher ein Dorn im Auge. 2018 k\u00fcndigte er die Vereinbarung einseitig auf. Zugleich lie\u00df er neue und h\u00e4rtere Sanktionen gegen den Iran verh\u00e4ngen. In der Folge hielt sich auch die iranische F\u00fchrung nicht mehr an die Auflagen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260217-930-696684\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die USA und der Iran gehen trotz tiefen gegenseitigen Misstrauens in eine zweite Verhandlungsrunde. 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