{"id":87648,"date":"2026-04-18T03:05:14","date_gmt":"2026-04-18T03:05:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/87648\/"},"modified":"2026-04-18T03:05:14","modified_gmt":"2026-04-18T03:05:14","slug":"replaced-cyberpunk-blues-in-pixel-optik-heise-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/87648\/","title":{"rendered":"\u201eReplaced\u201c: Cyberpunk-Blues in Pixel-Optik | heise online"},"content":{"rendered":"<p>              \u201eReplaced\u201c: Cyberpunk-Blues in Pixel-Optik<\/p>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/tests\/Replaced-Cyberpunk-blues-in-pixel-look-11262408.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>\u201eReplaced\u201c sorgte mit seinem einzigartigen Grafikstil schon bei der Ank\u00fcndigung im Jahr 2021 f\u00fcr Aufsehen. Jetzt ist der Action-Plattformer endlich da und kann die meisten Versprechen sogar einl\u00f6sen \u2013 ein ungew\u00f6hnliches SciFi-Abenteuer auf den Spuren von \u201eAnother World\u201c und \u201eInside\u201c.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Stellen wir uns mal vor, dass alles ganz anders gelaufen w\u00e4re. Dass es schon in den 1980er Jahren k\u00fcnstliche Intelligenzen und Supercomputer gab. Dass Autos fliegen k\u00f6nnen. Und dass Mensch sein noch lange nicht hei\u00dft, Mensch zu sein. Wo liegen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine? Wof\u00fcr lohnt es sich zu lieben, zu leben und zu k\u00e4mpfen?<\/p>\n<p>In dieser Sinnkrise steckt Wissenschaftler Warren Marsh. Der wacht nach einem missgl\u00fcckten Experiment auf und hat einen k\u00fcnstlichen Gast in seinem K\u00f6rper: R.E.A.C.H. oder ausf\u00fchrlicher \u201eResearch Engine for Altering and Composing Humans\u201c. Beide sind mit der Gesamtsituation nicht gl\u00fccklich und wollen so schnell wie m\u00f6glich die Trennung. Doch leichter gesagt als getan. Ein nahezu faschistischer Politik- und Polizeiapparat, gierige Konzerne und eine ziemlich triste Lebensperspektive machen den beiden ihren Plan beinahe zunichte.<\/p>\n<p>    Bild 1 von 5<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/bilderstrecke\/5066080.html?back=11262281\" title=\"Bilderstrecke: &quot;Replaced&quot; angespielt (5 Bilder)\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Replaced_BU1-d458f56a79df2a46.jpg\"\/><\/a><\/p>\n<p>    Ein Pixeltraum: Dank ungew\u00f6hnlichem Stil und spannender Story wird \u201eReplaced\u201c zu einem Genre-Hit f\u00fcr Science-Fiction-Fans. (Bild: <\/p>\n<p>heise medien<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>Retro-Dystopie<\/p>\n<p>Was vielleicht wie Satire klingt, ist eine zutiefst bedr\u00fcckende Retro-Dystopie, die ein wenig an William Gibsons Roman \u201eNeuromancer\u201c oder Ridley Scotts \u201eBlade Runner\u201c erinnert. Die Welt ist dunkel und trist. Aber selbst in diesem Szenario der Hoffnungslosigkeit findet das Entwicklungsstudio Zeit und Ideen, sie zum Leben zu erwecken. Gemalt im Pixellook finden sich \u00fcberall kleine Details und die Synthie-Musik dr\u00f6hnt wie zu besten John-Carpenter-Zeiten aus den Boxen. Das ist stilistisch ein nahezu perfekter Neo-Noir-Traum.<\/p>\n<p>Spielerisch wandelt das Abenteuer in den rund 12 Spielstunden auf Pfaden gro\u00dfer Vorbilder. Hauptfigur Warren bewegt sich in einer 2.5D-Welt in der Seitenansicht durch dunkle Tunnel, neonleuchtende St\u00e4dte und verwirrende Forschungskomplexe. Die Perspektive spielt mit uns, dreht sich manchmal oder wechselt die Blickwinkel. \u201eReplaced\u201c mag zwar nur ein Sidescroller sein, sorgt aber f\u00fcr Tiefe und Raumgef\u00fchl.<\/p>\n<p>Meist muss Warren von einer Kante zur n\u00e4chsten springen. Daf\u00fcr krallt er sich an W\u00e4nde oder verschiebt Container, um h\u00f6her zu klettern. Manchmal weicht er \u00dcberwachungskameras aus oder hackt die Sicherheitsanlagen auf seinem tragbaren Handcomputer, indem er Symbole anordnet. Simpel, mit ein bisschen Zeitdruck, aber mit endlosen Versuchen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Handfeste Action<\/p>\n<p>Immer wieder trifft Warren auf ein paar Gegner, die er ordentlich verm\u00f6beln darf. Zwei Nahkampfattacken, ein bisschen ausweichen und kontern. Sp\u00e4ter bekommt er noch eine Pistole, die sich bei jedem Treffer aufl\u00e4dt. Das wirkt in Aktion ein wenig wie <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Batman-Arkham-Collection-kostenlos-im-Epic-Games-Store-4534850.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eBatman: Arkham City\u201c<\/a> in 2D. Da es oft Gegnerwellen sind und sie alle nur Geld f\u00fcr graue oder dunkle Klamotten haben, f\u00e4llt der \u00dcberblick ein wenig schwer. Frust kommt aber selten auf. Selbst die Bossk\u00e4mpfe gegen aufgepumpte Schl\u00e4gertypen sind leicht zu meistern. Den Gegnern fehlt es an anspruchsvollen Angriffsmustern, die Spieler auf dem normalen Schwierigkeitsgrad fordern.<\/p>\n<p>Warren ist auch ein Sammler. \u00dcberall finden sich, manchmal auch versteckt, Lebens- und Waffenupgrades. In kleinen Text- und Audiofiles wird die Hintergrundgeschichte erz\u00e4hlt. Wenn er dann auf einem Bahnhof f\u00fcr andere Ausgesto\u00dfene ein paar Aufgaben erf\u00fcllt, wird es emotional: einem Sterbenden die Bilder seiner Familie bringen, einen Hund f\u00fcttern oder das Drama hinter einem ungew\u00f6hnlichen Zwillingspaar aufdecken. Witzig: An Spielautomaten darf er auch den Highscore in \u201eFrogger\u201c oder \u201eSpace Invaders\u201c inspirierten Spielen knacken.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>So entsteht langsam das dystopische Bild einer zerst\u00f6rten Gesellschaft, am Ende sogar ziemlich blutig und derb. Das ist trist und ganz bestimmt kein \u201eFeel-Good\u201c-Game, auch wenn am Ende Hoffnung aufkeimt. Die Geschichte erz\u00e4hlt von Verlust, Einsamkeit und der Menschwerdung einer Maschine. Es ist ein existenzielles Science-Fiction-Abenteuer, das Spieler mit seiner ungew\u00f6hnlichen visuellen Umsetzung anzieht und mit seiner Story zum Nachdenken anregt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>\u201eReplaced\u201c ist ein wahr gewordener Pixel-Traum. Detailverliebt spielt das Entwicklungsstudio Sad Cat mit Genre- und Spielelementen. Hektische Action-Phasen wechseln sich mit besinnlichen Momenten ab und sorgen f\u00fcr ein spannendes wie nachdenklich machendes Cyberpunk-Abenteuer.<\/p>\n<p>Sicher gibt es auch Ecken und Kanten. Manchmal steht der Pixel-Stil der \u00dcbersicht im Weg, und die Bewegungsanimationen der Hauptfigur k\u00f6nnten fl\u00fcssiger sein. Auch fehlt es den Gegner-Typen an Abwechslung. Wer in eine stilistisch nahezu perfekte Retro-Dystopie der 1980er eintauchen will, liegt bei diesem Indie-Abenteuer aber genau richtig.<\/p>\n<p>\u201eReplaced\u201c ist f\u00fcr Windows und Xbox Series X\/S erschienen. USK ab 16. Es kostet ca. 20 \u20ac. F\u00fcr unseren Text haben wir die Windows-Version durchgespielt.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/mailto:dahe@heise.de\" title=\"Daniel Herbig\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dahe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eReplaced\u201c: Cyberpunk-Blues in Pixel-Optik close notice This article is also available in English. 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