{"id":89720,"date":"2026-04-19T19:57:10","date_gmt":"2026-04-19T19:57:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/89720\/"},"modified":"2026-04-19T19:57:10","modified_gmt":"2026-04-19T19:57:10","slug":"mehr-als-1000-prominente-verteidigen-israels-esc-teilnahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/89720\/","title":{"rendered":"Mehr als 1000 Prominente verteidigen Israels ESC-Teilnahme"},"content":{"rendered":"<p>Der Eurovision Song Contest versteht sich seit jeher als unpolitisches Spektakel \u2013 als glitzernde B\u00fchne f\u00fcr Pop, Pathos und paneurop\u00e4ische Verst\u00e4ndigung. Eigentlich \u2026 Doch wenn es um Israel geht, meinen viele, der Gesangswettbewerb d\u00fcrfe durchaus politisiert werden, und rufen zum Boykott auf. Doch nun formiert sich prominenter Widerstand \u2013 in Form eines offenen Briefs, unterzeichnet von mehr als 1000 Pers\u00f6nlichkeiten aus der internationalen Unterhaltungsbranche.<\/p>\n<p>Nach den von der Hamas angef\u00fchrten Massakern am 7. Oktober 2023 und dem daraus resultierenden Krieg wurden vermehrt Forderungen laut, Israel aufgrund der Zerst\u00f6rungen im Gazastreifen vom Eurovision Song Contest auszuschlie\u00dfen. Der S\u00e4nger JJ aus \u00d6sterreich, Sieger im Jahr 2025, \u00bbhofft\u00ab, dass Israel ausgeschlossen wird. Spanien, Slowenien, Irland und die Niederlande zogen ihre Teilnahme am diesj\u00e4hrigen Wettbewerb zur\u00fcck, nachdem der Veranstalter Boykottaufrufe gegen Israel zur\u00fcckgewiesen hatte.<\/p>\n<p>Initiiert wurde der aktuelle Unterst\u00fctzerbrief von der Organisation Creative Community for Peace. Zu den Unterzeichnern z\u00e4hlen bekannte Namen aus Hollywood und der Musikindustrie wie die Schauspieler Helen Mirren, Liev Schreiber, Amy Schumer, Mila Kunis und der S\u00e4nger Matisyahu.<\/p>\n<p>Die Botschaft der Prominenten ist eindeutig<\/p>\n<p>Ihre Botschaft ist eindeutig: \u00bbWir sind schockiert und entt\u00e4uscht dar\u00fcber, dass einige Mitglieder der Unterhaltungsbranche fordern, Israel wegen seiner Reaktion auf das gr\u00f6\u00dfte Massaker an Juden seit dem Holocaust vom Wettbewerb auszuschlie\u00dfen\u00ab, hei\u00dft es in dem Schreiben. \u00bbDiese aktuelle Eskalation ist kein Krieg, den Israel wollte oder begonnen hat. Israel zu bestrafen, w\u00e4re eine Verdrehung der Tatsachen.\u00ab<\/p>\n<p>Die Breite der Unterzeichnerliste \u2013 Stimmen aus Film, Fernsehen und Musik, vom Oscar-Preistr\u00e4ger bis zu einflussreichen Musikmanagern    \u2013 unterstreicht den Anspruch, hier nicht nur individuell, sondern als Branche zu sprechen.<\/p>\n<p>Einige der Beteiligten \u00e4u\u00dferten sich auch pers\u00f6nlich zu dem Schreiben. Amy Schumer etwa betonte, dass Kunst nicht zum Instrument politischer Ausgrenzung werden d\u00fcrfe. Helen Mirren hob hervor, dass kulturelle Plattformen gerade in Krisenzeiten R\u00e4ume des Dialogs offenhalten m\u00fcssten. Andere Unterzeichner argumentierten, ein Ausschluss Israels w\u00fcrde einen gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzfall schaffen.<\/p>\n<p>\u00bbDiejenigen, die Israels Ausschluss fordern, verf\u00e4lschen den Geist des Wettbewerbs und machen ihn von einem Fest der Einheit zu einem politischen Instrument.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbDar\u00fcber hinaus sind wir der \u00dcberzeugung, dass verbindende Veranstaltungen wie Gesangswettbewerbe entscheidend dazu beitragen, kulturelle Gr\u00e4ben zu \u00fcberbr\u00fccken und Menschen aller Herkunft durch ihre gemeinsame Liebe zur Musik zusammenzubringen\u00ab, hei\u00dft es weiter in dem Brief. \u00bbDiejenigen, die Israels Ausschluss fordern, verf\u00e4lschen den Geist des Wettbewerbs und machen ihn von einem Fest der Einheit zu einem politischen Instrument.\u00ab<\/p>\n<p class=\"u-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<p>Dass der Wettbewerb politisch gelesen wird, ist kein neues Ph\u00e4nomen \u2013 gerade im Fall Israels. Seit Jahren kommt es zu Protesten, Boykottaufrufen und diplomatischen Spannungen wegen der israelischen Beitr\u00e4ge. Sp\u00e4testens seit dem Sieg von Netta im Jahr 2018 und der darauffolgenden Austragung in Tel Aviv ist der Eurovision Song Contest auch eine B\u00fchne f\u00fcr politische Botschaften geworden. Die offizielle Linie der European Broadcasting Union, den Wettbewerb unpolitisch zu halten, steht dabei zunehmend im Gegensatz zur Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>W\u00e4hrenddessen bereitet sich Israel auf den Wettbewerb vor. Der S\u00e4nger Noam Bettan wird das Land in Wien vertreten. Mit seinem Song \u00bbMichelle\u00ab tritt er im ersten Halbfinale am 12. Mai an. Das Finale wird am 16. Mai stattfinden. <\/p>\n<p>Noam Bettan ist sich der symbolischen Bedeutung bewusst<\/p>\n<p>Der 28-J\u00e4hrige, der die Castingshow \u00bbHaKochav HaBa\u00ab (der n\u00e4chste Star) gewann, gilt als vielsprachiges Talent, das zwischen Hebr\u00e4isch, Englisch und Franz\u00f6sisch wechselt. In Interviews betont er, wie sehr er sich der symbolischen Bedeutung seines Auftritts bewusst sei. Er wolle Israel w\u00fcrdig vertreten \u2013 nicht nur musikalisch, sondern auch als Stimme in einer aufgeheizten Debatte.<\/p>\n<p>Bettan muss dabei mit Protesten, Drohungen und Buhrufen rechnen, \u00e4hnlich wie Eden Golan 2024 in Malm\u00f6 und Yuval Raphael 2025 in Basel. Doch er habe sich darauf vorbereitet und sagt: \u00bbIch werde f\u00fcr mein Land alles geben.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Eurovision Song Contest versteht sich seit jeher als unpolitisches Spektakel \u2013 als glitzernde B\u00fchne f\u00fcr Pop, Pathos&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":89721,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[699,700,101,46,68,541,696,702,698,177,42,175,102,701,45,44,69,697],"class_list":{"0":"post-89720","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-prominente","8":"tag-berichte","9":"tag-blogs","10":"tag-celebrities","11":"tag-ch","12":"tag-entertainment","13":"tag-israel","14":"tag-juedische-allgemeine","15":"tag-juedisches-leben","16":"tag-kommentare","17":"tag-kultur","18":"tag-nachrichten","19":"tag-politik","20":"tag-prominente","21":"tag-religion","22":"tag-schweiz","23":"tag-switzerland","24":"tag-unterhaltung","25":"tag-wochenzeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116433133953803135","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89720"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89720\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89721"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}