{"id":89935,"date":"2026-04-20T02:23:08","date_gmt":"2026-04-20T02:23:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/89935\/"},"modified":"2026-04-20T02:23:08","modified_gmt":"2026-04-20T02:23:08","slug":"asrock-erweitert-ddr5-support-als-antwort-auf-speicherkrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/89935\/","title":{"rendered":"ASRock erweitert DDR5-Support als Antwort auf Speicherkrise"},"content":{"rendered":"<p>ASRock reagiert auf explodierende Speicherpreise mit BIOS-Updates f\u00fcr Intel-Mainboards. Der Hersteller erm\u00f6glicht nun den Betrieb g\u00fcnstigerer Einzelkanal-Module \u2013 ein direkter Versuch, die Einstiegskosten f\u00fcr PC-Bastler zu senken. Die Ma\u00dfnahme f\u00e4llt in eine Zeit extremer Marktturbulenzen.<\/p>\n<p>Die Preise f\u00fcr DDR5-Arbeitsspeicher erreichten in Europa zuletzt das 4,1-fache des Niveaus vom Sommer 2025. Zwar gab es im M\u00e4rz eine kurze Entspannung, doch besonders hochkapazitive Kits sind weiterhin extrem teuer. Die globale Knappheit an Speicherchips erreichte im ersten Quartal 2026 ihren H\u00f6hepunkt. Sie bremst Infrastrukturprojekte aus und treibt die Kosten f\u00fcr Consumer-Elektronik in die H\u00f6he.<\/p>\n<p>BIOS-Updates als Notl\u00f6sung gegen Kostendruck<\/p>\n<p>ASRocks Entscheidung ist eine direkte Antwort auf das massive Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Die neuen BIOS-Versionen f\u00fcr Mainboards mit Intel-600-, 700- und 800er-Chips\u00e4tzen unterst\u00fctzen nun spezielle \u201eSingle Sub-Channel\u201c-DDR5-Module. Nutzer k\u00f6nnen so auf g\u00fcnstigere Konfigurationen zur\u00fcckgreifen oder unterschiedliche Module mischen.<\/p>\n<p>Die Notwendigkeit solcher Schritte unterstreicht die angespannte Lage am gesamten Speichermarkt. Giganten wie Samsung, SK Hynix und Micron haben ihre Kapazit\u00e4ten massiv in Richtung High Bandwidth Memory (HBM) verschoben. Der Grund: die rasante Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Der Markt f\u00fcr Consumer-DRAM bleibt dabei auf der Strecke. Experten sch\u00e4tzen, dass bis Ende 2027 nur etwa 60 Prozent der Gesamtnachfrage gedeckt werden k\u00f6nnen. Neue Fabriken sollen erst 2028 anlaufen.<\/p>\n<p>Meta und NVIDIA reagieren auf Komponenten-Mangel<\/p>\n<p>Die Folgen der Knappheit sind branchen\u00fcbergreifend sp\u00fcrbar. Erst gestern k\u00fcndigte Meta Preiserh\u00f6hungen von bis zu 100 US-Dollar f\u00fcr seine Quest-VR-Headsets an \u2013 ein Plus von 12 bis 20 Prozent. Das Unternehmen f\u00fchrt dies auf gestiegene Komponentenkosten zur\u00fcck. Gleichzeitig plant Meta Investitionen von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur f\u00fcr 2026.<\/p>\n<p>Auch im PC-Markt beobachten Analysten einen deutlichen Effekt: Die Verk\u00e4ufe im ersten Quartal 2026 schnellten in die H\u00f6he. Grund ist ein \u201eVorzieheffekt\u201c. Verbraucher und Unternehmen kaufen Hardware fr\u00fcher als geplant, um erwarteten Preisspr\u00fcngen bei RAM und anderen Komponenten zu entgehen. Dieser Trend zeigt sich ebenso im Servermarkt, wo Modelle wie die HPE ProLiant\u2013 oder Lenovo ThinkSystem-Reihe hohe Wiederverkaufswerte erzielen.<\/p>\n<p>KI-Boom verdr\u00e4ngt Gaming-Hardware<\/p>\n<p>Die aktuelle Marktlage zwingt Chip-Riesen dazu, hochprofitabele KI-Produkte \u00fcber traditionelle Gaming-Hardware zu stellen. So wird NVIDIA voraussichtlich erstmals seit rund 30 Jahren 2026 keine neue GeForce-GPU-Generation vorstellen. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf KI-spezifische Chips.<\/p>\n<p>Um die L\u00fccke im Consumer-Segment zu f\u00fcllen, plant NVIDIA offenbar, die Produktion der \u00e4lteren GeForce RTX 3060 (12GB) im Juni wiederaufzunehmen. Als Zwischenl\u00f6sung brachte der Konzern Mitte April bereits die RTX 5060 Ti auf den Markt; die Standardversion RTX 5060 soll im Mai folgen. Zudem stellte NVIDIA auf seiner GTC-Konfererz die Technologie \u201eNeural Texture Compression\u201c (NTC) vor. Sie kann den VRAM-Verbrauch von Texturen durch KI um bis zu 80 Prozent senken \u2013 eine Innovation, die bei knappem Speicher immer wichtiger wird.<\/p>\n<p>Leichte Entspannung vielleicht in Sicht<\/p>\n<p>Trotz der d\u00fcsteren Aussagen gibt es auch Hoffnungsschimmer. Intel rechnet damit, dass das extreme Ungleichgewicht ab dem zweiten Quartal 2026 langsam nachlassen wird. Analyst Christopher Rolland von Susquehanna best\u00e4tigt, dass der H\u00f6hepunkt der Knappheit Anfang des Jahres lag, getrieben vom Rollout autonomer KI-Agenten. Die Industrie beginne nun, ihre Logistik und Produktionszyklen anzupassen.<\/p>\n<p>Neue Infrastruktur entsteht: Microsoft hat k\u00fcrzlich sein riesiges KI-Rechenzentrum \u201eFairwater\u201c in den USA in Betrieb genommen. Die Anlage nutzt Hunderttausende NVIDIA-Blackwell-GPUs und verbraucht etwa zwei Gigawatt Strom. Zudem pr\u00e4sentierte Silicon Motion gestern seinen neuen SM8008 PCIe Gen5-Controller, der die Transfergeschwindigkeiten f\u00fcr Enterprise-SSDs erh\u00f6hen soll.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Hersteller wie ASRock mit Software-L\u00f6sungen kurzfristig gegensteuern, h\u00e4ngt die langfristige Erholung vom Ausbau der globalen Halbleiterkapazit\u00e4ten ab. Da gro\u00dfe Fabriken in S\u00fcdkorea und den USA erst in einigen Jahren voll produzieren werden, bleibt der Markt anf\u00e4llig. Unternehmen mit langfristigen Liefervertr\u00e4gen haben im Jahr 2026 einen klaren Wettbewerbsvorteil. F\u00fcr Endverbraucher d\u00fcrfte die angespannte Lage noch eine Weile anhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"ASRock reagiert auf explodierende Speicherpreise mit BIOS-Updates f\u00fcr Intel-Mainboards. 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