{"id":90135,"date":"2026-04-20T07:27:09","date_gmt":"2026-04-20T07:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/90135\/"},"modified":"2026-04-20T07:27:09","modified_gmt":"2026-04-20T07:27:09","slug":"paola-picotti-erhaelt-renommierten-schweizer-medizinforschungspreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/90135\/","title":{"rendered":"Paola Picotti erh\u00e4lt renommierten Schweizer Medizinforschungspreis"},"content":{"rendered":"<p>In ihrer Karriere hat Paola\u00a0Picotti, Professorin f\u00fcr molekulare Systembiologie an der ETH Z\u00fcrich, schon viel erreicht und daf\u00fcr etliche internationale Auszeichnungen erhalten. Nun wird ihr auch der Otto-N\u00e4geli-Preis f\u00fcr medizinische Forschung verliehen, einen der renommiertesten Preise der Schweiz in dieser Kategorie. Dotiert ist er mit 200&#8217;000 Franken.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Die Auszeichnung w\u00fcrdigt einerseits die herausragenden Leistungen von\u00a0Picotti\u00a0und ihrer Gruppe bei der Entwicklung von Massenspektrometrie-Technologien und andererseits deren Anwendung bei der Erforschung menschlicher Krankheiten.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Bemerkenswertes Verm\u00e4chtnis\u00a0 <\/p>\n<p>\u00abBisherige Auszeichnungen haben sich vor allem auf technologische Durchbr\u00fcche oder auf unsere Beitr\u00e4ge zur biologischen Grundlagenforschung bezogen.\u00a0Der\u00a0Otto-Naegeli-Preis\u00a0zeichnet nun aus,\u00a0wie sich diese Entdeckungen auf die Biomedizin\u00a0und schliesslich\u00a0die\u00a0menschliche Gesundheit\u00a0auswirken. Das bedeutet mir viel\u00bb, erkl\u00e4rt die ETH-Professorin.\u00a0<\/p>\n<p>Bemerkenswert am Otto-Naegeli-Preis sei zudem sein Verm\u00e4chtnis. Seit Jahrzehnten w\u00fcrdige er Forschende, deren Arbeit die biomedizinische Wissenschaft nachhaltig beeinflusst h\u00e4tte. \u00abMit dieser Tradition in Verbindung zu stehen, ist sowohl eine grosse Ehre als auch eine Verantwortung\u00bb, erg\u00e4nzt die ETH-Professorin.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Mit dem Otto-Naegeli-Preis verbindet\u00a0Picotti\u00a0auch eine pers\u00f6nliche Erinnerung. \u00abAls ich als junge Wissenschaftlerin gerade in der Schweiz angekommen war, konnte ich an einer Verleihung\u00a0dieses\u00a0Preises teilnehmen.\u00bb Sie sei fasziniert gewesen, wie feierlich der Anlass\u00a0war\u00a0und von den aussergew\u00f6hnlichen Leistungen, die gew\u00fcrdigt wurden. \u00abIch war so stolz, einfach nur im Publikum zu sitzen und diesen Moment mitzuerleben. Jetzt, da ich mich auf der anderen Seite wiederfinde, f\u00fchlt es sich surreal an und wie der H\u00f6hepunkt einer langen und unerwarteten Reise\u00bb, sagt\u00a0Picotti.\u00a0<\/p>\n<p>Pathologien auf neue Art auslesen\u00a0 <\/p>\n<p>Zu Beginn ihrer\u00a0Karriere konzentrierte\u00a0sich das Feld der Proteomik darauf,\u00a0Ver\u00e4nderungen der Proteinspiegel\u00a0als Indikator f\u00fcr funktionelle Ver\u00e4nderungen in Zellen und Geweben\u00a0zu messen.\u00a0Als\u00a0die Forscherin\u00a02011\u00a0ihre Forschungsgruppe\u00a0an der ETH Z\u00fcrich\u00a0gr\u00fcndete, erkannte\u00a0Picotti\u00a0jedoch\u00a0die Grenzen dieses Ansatzes und entwickelte\u00a0eine neue Methode,\u00a0um die 3D-Strukturen (oder Formen) von Proteinen mithilfe eines Massenspektrometers zu scannen, zus\u00e4tzlich zu\u00a0ihrer\u00a0Menge.\u00a0Mit der sogenannten\u00a0LiP-MS-Technologie\u00a0konnte die Wissenschaftlerin\u00a0Ver\u00e4nderungen in den 3D-Strukturen von Tausenden von Proteinen gleichzeitig direkt aus\u00a0Forschungs-\u00a0oder\u00a0Patientenproben erfassen.\u00a0<\/p>\n<p>Schneller und hochsensibler\u00a03D-Protein-Scanner\u00a0\u00a0 <\/p>\n<p>Mit dieser Technologie\u00a0schuf\u00a0Picotti\u00a0einen hochsensiblen\u00a0blitzschnellen\u00a03D-Protein-Scanner,\u00a0der\u00a0physiologische und pathologische\u00a0Ver\u00e4nderungen\u00a0viel\u00a0empfindlicher\u00a0und umfassender\u00a0erkennt als der klassische Ansatz.\u00a0<\/p>\n<p>Sie\u00a0nutzte\u00a0dann\u00a0das Verfahren, um strukturelle Ver\u00e4nderungen von Proteinen bei verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen\u00a0wie Alzheimer und Parkinson\u00a0zu untersuchen und so die Krankheitsmechanismen zu\u00a0entschl\u00fcsseln.\u00a0<\/p>\n<p>Dar\u00fcber\u00a0hinaus hat der Ansatz neue Forschungsrichtungen in verschiedenen Bereichen er\u00f6ffnet \u2013 von der Untersuchung der Mechanismen anderer Krankheiten wie Krebs bis hin zur Identifizierung von Zielstrukturen f\u00fcr\u00a0neue\u00a0Wirkstoffe.\u00a0<\/p>\n<p>Picotti\u00a0und ihr Team arbeiten nun\u00a0an der Weiterentwicklung\u00a0dieses Konzepts.\u00a0\u00abJetzt, da wir Proteine mit ver\u00e4nderten 3D-Strukturen direkt aus Patientenproben nachweisen k\u00f6nnen\u00bb, sagt sie, \u00abwerden\u00a0wir als N\u00e4chstes\u00a0erforschen, wie\u00a0man\u00a0diese\u00a0Strukturinformationen nutzen\u00a0kann, um\u00a0gezielt\u00a0Wirkmolek\u00fcle\u00a0zu\u00a0designen, die diese Ver\u00e4nderungen korrigieren.\u00bb Diese Projekte kann sie mit dem Preisgeld\u00a0nun\u00a0weiter vorantreiben.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In ihrer Karriere hat Paola\u00a0Picotti, Professorin f\u00fcr molekulare Systembiologie an der ETH Z\u00fcrich, schon viel erreicht und daf\u00fcr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":90136,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[7983,24785,330,43,45,24784,104],"class_list":{"0":"post-90135","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-zuerich","8":"tag-d-biol","9":"tag-ehrungen-und-preise","10":"tag-medizin","11":"tag-news","12":"tag-schweiz","13":"tag-systembiologie","14":"tag-zuerich"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116435847081608936","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90135","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90135"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90135\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/90136"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90135"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90135"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90135"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}