{"id":90998,"date":"2026-04-20T18:41:08","date_gmt":"2026-04-20T18:41:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/90998\/"},"modified":"2026-04-20T18:41:08","modified_gmt":"2026-04-20T18:41:08","slug":"katy-perry-lass-die-kreditkarte-im-trevi-brunnen-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/90998\/","title":{"rendered":"Katy Perry, lass die Kreditkarte im Trevi-Brunnen! \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Die S\u00e4ngerin warf Plastik \u00fcber die Schulter, fischte es aber wieder raus. <\/p>\n<p>Wirf eine M\u00fcnze und du sollst nach Rom zur\u00fcckkehren. Wirf gleich zwei auf einmal und du sollst eine neue Liebe finden. Wirf drei und du sollst sie nicht nur finden, sondern heiraten! Und vor allem: wirf sie mit der linken Hand \u00fcber die rechte Schulter schwungvoll \u00fcber den Beckenrand der monumentalen Fontana di Trevi, dem gr\u00f6\u00dften Brunnen Roms und dem vielleicht ber\u00fchmtesten der Welt. <\/p>\n<p>Die vermeintlich alte Tradition ist (\u00e4hnlich wie Trachten-Outfits oder Schottenr\u00f6cke) eine relativ junge Erfindung \u2013 von fr\u00fchen Touristen Ende des 19. Jh. praktiziert und in Hollywood popularisiert. In \u201eDrei M\u00fcnzen im Brunnen\u201c (1954) versenkten drei junge Amerikanerinnen im Geiste der Verhei\u00dfungen der Citt\u00e1 Eterna ihr Kleingeld am Grunde der Fontana. Gut 70 Jahre sp\u00e4ter haben sich Gebr\u00e4uche und Zahlungsmittel der italienischen Hauptstadt gravierend ver\u00e4ndert. Der Zugang in die M\u00fcnzwurfweite des Trevi-Brunnens durch ein Drehkreuz kostet seit diesem Jahr zwei Euro \u2013 nur Kartenzahlung m\u00f6glich. Endlich drinnen vor dem Brunnen stehen einige Leute dann aber vor einem Problem: Denn wer hat au\u00dfer der Dame im Wiener Supermarkt, die genau vor einem an der Kassa steht, im Jahr 2026 noch Bargeld dabei? <\/p>\n<p>Jedenfalls nicht Popstar Katy Perry. \u201eI don\u2018t fuck with cash\u201c, gesteht die S\u00e4ngerin in einem TikTok-Video relativ ratlos vor dem Trevi-Brunnen stehend. \u201eKann mir jemand einen Penny geben?\u201c, singt die bargeldlose Multimillion\u00e4rin, inkognito im Kapuzenpullover, vergeblich. Sie b\u00fcckt sich zum Wasser hin und l\u00e4sst ihre Kreditkarte ins Wasser fallen, holt sie aber schnell wieder zur\u00fcck, bevor sie auf ein Bett aus Kupfer hinabgleitet. <\/p>\n<p>Zwischen einer und anderthalb Millionen Euro werfen Touristen j\u00e4hrlich in den Trevi-Brunnen, die traditionell gespendet werden. H\u00e4tte Katy Perry die Karte also besser doch versinken lassen sollen? Mit dem Ruf der S\u00e4ngerin war es voriges Jahr ohnehin ein St\u00fcck bergab gegangen, als sie sich von Jeff Bezos\u2018 Raumfahrtunternehmen \u201eBlue Origin\u201c kurz ins Weltall schie\u00dfen lie\u00df. Vielleicht sollten die Trevi-Brunnen-Betreiber einfach noch einen Schritt weiter mit der Zeit gehen und den Brunnen mit einem kontaktlosen Zahlfeld unterlegen. Rein mit den Kreditkarten! Der Trevi-Poolboy fischt sie wieder heraus, mit 50 Euro weniger darauf. Sie haben es hier zuerst gelesen! <\/p>\n<p>E-Mails an: benjamin.stolz@diepresse.obfuscationcom<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die S\u00e4ngerin warf Plastik \u00fcber die Schulter, fischte es aber wieder raus. 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