{"id":92485,"date":"2026-04-21T18:13:19","date_gmt":"2026-04-21T18:13:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/92485\/"},"modified":"2026-04-21T18:13:19","modified_gmt":"2026-04-21T18:13:19","slug":"komet-c-2025-r3-im-anflug-richtung-erde-das-finale-des-himmelswanderers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/92485\/","title":{"rendered":"Komet C\/2025 R3 im Anflug Richtung Erde: Das Finale des Himmelswanderers:"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\nWer am Wochenende fr\u00fch raus muss, sollte den Blick nicht nur auf die Kaffeetasse, sondern auch mal Richtung Himmel richten. Ein seltener Gast aus der Urzeit unseres Sonnensystems zieht gerade an uns vorbei.\u00a0Der Komet C\/2025 R3 (PanSTARRS) hat seine Feuertaufe an der Sonne gerade hinter sich gebracht und steuert in den n\u00e4chsten Tagen auf seinen erdn\u00e4chsten Punkt zu.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nGefahr f\u00fcr die Erde besteht dabei keine: Mit 73 Millionen Kilometern Abstand fliegt er in sicherer Entfernung an uns vorbei \u2013 das entspricht etwa der halben Distanz zwischen Erde und Sonne.\n<\/p>\n<p>Feuerprobe \u00fcberstanden, Erdvorbeiflug steht bevor<\/p>\n<p class=\"text\">\nAn der Sonne ist C\/2025 R3 bereits am 19. April vorbeigeflogen. Eigentlich ist das der Moment, an dem ein Komet seine h\u00f6chste Leuchtkraft erreicht, da die Sonnenhitze das Eis verdampfen l\u00e4sst und so den charakteristischen Schweif bildet. Doch durch den Effekt der sogenannten Vorw\u00e4rtsstreuung k\u00f6nnte sich die Helligkeit in den n\u00e4chsten Tagen sogar noch weiter erh\u00f6hen. Dabei streuen Staubpartikel das Sonnenlicht wie ein Spiegel direkt in unsere Richtung.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAstronomen rechnen damit, dass C\/2025 R3 am 26. April eine Helligkeit von 3,5 Magnituden erreicht. In der Astronomie ist das ein moderater Wert: Der Komet leuchtet dann zwar schw\u00e4cher als der Ringplanet Saturn, aber weit heller als der ferne Uranus. Jedoch k\u00f6nnte durch Vorw\u00e4rtsstreuung seine Helligkeit f\u00fcr den kurzen Moment des Vorbeizugs an der Erde rapide steigen.\n<\/p>\n<p>Einschr\u00e4nkungen bei der Sichtbarkeit<\/p>\n<p class=\"text\">\nBei absoluter Dunkelheit kann man ihn mit blo\u00dfem Auge erkennen, doch in hell erleuchteten St\u00e4dten wie Magdeburg, Leipzig oder Erfurt geht er im Lichtermeer der Stra\u00dfenlaternen und Werbeplakate unter. Hier sollte man unbedingt zum Fernglas greifen.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr Beobachter in Mitteldeutschland ist der Horizont. Der Komet steht sehr tief. In flachen Gebieten k\u00f6nnen schon kleine B\u00e4ume die Sicht versperren. Weitaus bessere Chancen bieten die Mittelgebirge wie der Harz, das Erzgebirge oder der Th\u00fcringer Wald. Durch die H\u00f6he sind die Sichtbedingungen dort oft deutlich klarer.\n<\/p>\n<p>Beste Beobachtungsm\u00f6glichkeit<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Gelegenheit sollten Sie nutzen, denn C\/2025 R3 wird nach diesem Besuch voraussichtlich f\u00fcr \u00fcber 170.000 Jahre nicht mehr zur\u00fcckkehren. Dennoch sollten sie dies tun, bevor der Komet seinen erdn\u00e4chsten Punkt erreicht. Da sich Kometenstand am Himmel und Sonnenaufgang in den n\u00e4chsten Tagen immer weiter ann\u00e4hern.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nNutzen Sie lieber die Zeit bis zum 25. April 2026, als bis zu seinem erdfernsten Punkt (26. April) zu warten. Die beste Beobachtungszeit wird etwa 4:30 bis 5:00 Uhr morgens sein. Der Blick sollte auf den flachen Osts\u00fcdosthorizont gerichtet sein. Der Komet bewegt sich n\u00e4mlich in Richtung der Sternbilder Fische und Wassermann.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEin Fernglas hilft Ihnen dabei, den diffusen, leuchtenden Fleck sicher zu finden. Ein Ausflug in den Harz, das Erzgebirge, in die Rh\u00f6n oder andere h\u00f6here gelegene Orte in Mitteldeutschland k\u00f6nnte sich somit anbieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer am Wochenende fr\u00fch raus muss, sollte den Blick nicht nur auf die Kaffeetasse, sondern auch mal Richtung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":92486,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[293,46,21373,7146,25238,45,60,59,44,64,61,63,62],"class_list":{"0":"post-92485","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-astronomie","9":"tag-ch","10":"tag-komet","11":"tag-mdr-wissen","12":"tag-mitteldeutschland","13":"tag-schweiz","14":"tag-science","15":"tag-science-technology","16":"tag-switzerland","17":"tag-technik","18":"tag-technology","19":"tag-wissenschaft","20":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116444050216132295","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92485"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92485\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/92486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}