{"id":93044,"date":"2026-04-22T05:10:04","date_gmt":"2026-04-22T05:10:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/93044\/"},"modified":"2026-04-22T05:10:04","modified_gmt":"2026-04-22T05:10:04","slug":"crans-montana-meloni-schimpft-ueber-spitalrechnungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/93044\/","title":{"rendered":"Crans-Montana: Meloni schimpft \u00fcber Spitalrechnungen"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"h-full object-cover\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/ef8e87ba-3a38-4cd1-903f-738e9831dfe3.jpg\" alt=\"Die Trauer und Verletzungen sitzen auch in Italien Monate nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana immer noch tief.\" loading=\"lazy\"\/>Die Trauer und Verletzungen sitzen auch in Italien Monate nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana immer noch tief.<\/p>\n<p>Bild: Valentin Flauraud \/ Keystone<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Kaum ist der italienische Botschafter Gian Lorenzo Cornado wieder in die Schweiz zur\u00fcckgekehrt, reisst der n\u00e4chste Konflikt rund um die Brandopfer von Crans-Montana auf. Schweizer Spit\u00e4ler h\u00e4tten Rechnungen \u00fcber mehrere Zehntausend Franken an die Opferangeh\u00f6rigen verschickt, berichtete der <a class=\"underline decoration-brand-050 [&amp;_.external-link]:inline overflow-hidden decoration-[0.075em] underline-offset-[0.35em] hover:decoration-brand-050-10 hover:text-brand-050  [&amp;_i]:hover:text-brand-050\" href=\"https:\/\/roma.corriere.it\/notizie\/cronaca\/26_aprile_20\/crans-montana-parenti-manfredi-marcucci-fattura-75mila-euro-15-ore-ricovero-1517e35f-2ea6-4116-a67e-a2fc0f958xlk.shtml\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u00abCorriere della Sera\u00bb <\/a> am Montagabend.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Die Reaktion von h\u00f6chster Stelle folgte prompt. Sie sei \u00abschockiert\u00bb, schreibt die italienische Premierministerin Giorgia Meloni dazu auf dem Kurznachrichtendienst X, ehemals Twitter. \u00abAbscheulich\u00bb w\u00e4re es, wenn solche Kosten auf die Opfer oder auf Italien zur\u00fcckfallen w\u00fcrden, so Meloni. Diese Briefe seien \u00abeine Beleidigung und ein Hohn\u00bb, etwas, das nur \u00abeine unmenschliche B\u00fcrokratie\u00bb hervorbringen k\u00f6nne.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Was ist da passiert?<\/p>\n<p>\u00abMonster-Rechnungen\u00bb an Opferfamilien<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Tats\u00e4chlich haben offenbar mehrere Familien der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana in den vergangenen Tagen Post von Schweizer Spit\u00e4lern erhalten. Und zwar mit Rechnungskopien, welche die Kosten f\u00fcr die Behandlungen auff\u00fchrten. Die Familie eines betroffenen 16-J\u00e4hrigen erhielt gem\u00e4ss dem \u00abCorriere\u00bb etwa eine \u00abMonster-Rechnung\u00bb von \u00fcber 70&#8217;000 Franken.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Aus Sicht des Vaters sei diese Summe kaum nachvollziehbar, schreibt der \u00abCorriere\u00bb, zumal der Sohn nur 15 Stunden lang im Walliser Spital in Sion behandelt und dort lediglich stabilisiert worden sei. Der Familie\u00a0sei beim Spitalaustritt gesagt worden, dass der Kanton f\u00fcr alle Behandlungskosten aufkommen werde. Der Vater\u00a0habe deswegen umgehend den italienischen\u00a0Botschafter in der Schweiz\u00a0kontaktiert und eine schriftliche Best\u00e4tigung daf\u00fcr gefordert, dass die Opferfamilien nichts zahlen m\u00fcssten.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Gian Lorenzo Cornado\u00a0wiederum nahm umgehend Kontakt mit dem Kanton Wallis und dem Regierungspr\u00e4sidenten Mathias Reynard auf. Dieser habe sich sofort f\u00fcr den Fehler entschuldigt. Selbstverst\u00e4ndlich m\u00fcssten die Opferangeh\u00f6rigen nichts bezahlen, die Dokumente k\u00f6nnten an eine Anlaufstelle zur\u00fcckgeschickt werden.<\/p>\n<p>Kanton verweist auf geltende Gesetze<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Den italienischen Furor provoziert haben b\u00fcrokratische Abl\u00e4ufe der Schweiz. Das Krankenversicherungsgesetz schreibt vor, dass f\u00fcr alle Rechnungen, welche \u00fcber die Versicherer abgewickelt werden, auch eine Kopie an die Patientinnen und Patienten verschickt wird. Damit sollen diese \u00fcber die Kosten transparent informiert werden.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Das gilt auch f\u00fcr ausl\u00e4ndische Staatsangeh\u00f6rige, die in der Schweiz notfallm\u00e4ssig versorgt werden m\u00fcssen. Die Spitalrechnungen werden dann \u00fcber eine gemeinsame KVG-Institution entsprechend bilateraler Vertr\u00e4ge beglichen. Die Behandelten und ihre Familien erhalten von den Spit\u00e4lern lediglich eine Rechnungskopie. Das sei schlicht gesetzeskonform, schreibt das Spital Wallis auf Anfrage. Die hohen Kosten seien \u00fcberpr\u00fcft worden und w\u00fcrden den geltenden Tarifvorgaben entsprechen.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Die Aussage, dass keine Rechnungen an die Opfer oder ihre Angeh\u00f6rigen geschickt w\u00fcrden, gelte nach wie vor und werde respektiert, schreibt der Kanton Wallis. Sollte es f\u00e4lschlicherweise dennoch dazu kommen, dass ein Spital eine Rechnung nicht an die Versicherer, sondern an die Familien schicke, k\u00f6nne man sich jederzeit bei der zust\u00e4ndigen KVG-Anlaufstelle melden.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Dar\u00fcber habe man die Opferangeh\u00f6rigen im \u00dcbrigen bereits zwischen Ende Februar und Anfang M\u00e4rz schriftlich informiert. Um weiteren Missverst\u00e4ndnissen vorzubeugen, empfiehlt der Kanton den Familien, die Opferhilfeberatungsstelle zu kontaktieren, die f\u00fcr sie Ansprechpartnerin\u00a0sei.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Der Vater des betroffenen 16-J\u00e4hrigen seinerseits sagt gegen\u00fcber dem \u00abCorriere della Sera\u00bb, er habe keine vorherigen Informationen bekommen. Der Hinweis auf die Anlaufstellen scheint aber die Gem\u00fcter etwas zu beruhigen. Der italienische Botschafter Gian Lorenzo Cornado sagt, er wolle mit der Walliser Regierung im Austausch bleiben.<\/p>\n<p class=\"liveticker-child !leading-xl max-w-article font-secondary mx-article-width text-xl font-normal text-neutral-800\">Auch Giorgia Meloni schreibt in ihrem Post, dem Kostenthema\u00a0sei weiterhin h\u00f6chste Aufmerksamkeit zu widmen. Selbst, wenn die Schweiz zugesichert habe, dass die Betroffenen nichts zahlen m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Trauer und Verletzungen sitzen auch in Italien Monate nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana immer noch tief. 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