{"id":9404,"date":"2026-02-18T00:59:08","date_gmt":"2026-02-18T00:59:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/9404\/"},"modified":"2026-02-18T00:59:08","modified_gmt":"2026-02-18T00:59:08","slug":"bundesverwaltungsgericht-covid-19-impfstoff-vertraege-muessen-offengelegt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/9404\/","title":{"rendered":"Bundesverwaltungsgericht: Covid-19-Impfstoff-Vertr\u00e4ge m\u00fcssen offengelegt werden"},"content":{"rendered":"<p>Die w\u00e4hrend der Corona-Pandemie abgeschlossenen Vertr\u00e4ge mit den Pharmaunternehmen Moderna und Novavax zur Beschaffung von Covid-19-Impfstoffen sind gest\u00fctzt auf das \u00d6ffentlichkeitsgesetz offenzulegen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, indem es drei Beschwerden von verschiedenen Privatpersonen gutgeheissen hat, darunter SVP-Nationalrat und Anwalt R\u00e9my Wyssmann.<\/p>\n<p>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) hatte sich gegen die Offenlegung gestr\u00e4ubt, die auch der Eidgen\u00f6ssische Datenschutz- und \u00d6ffentlichkeitsbeauftragte empfohlen hatte. Das BAG verf\u00fcgte dagegen, dass namentlich keine weitergehenden Informationen zu den Preisen, Lieferkonditionen, Gerichtsst\u00e4nden et cetera gew\u00e4hrt werden.<\/p>\n<p>            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Impfvertraege_Bundesverwaltungsgericht_Gut-1024x683.jpg\" alt=\"KEYSTONE\/Christian Beutler; Weltwoche\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                    KEYSTONE\/Christian Beutler; Weltwoche<\/p>\n<p>Das BAG hatte dabei \u00abdie Beeintr\u00e4chtigung der zielkonformen Durchf\u00fchrung konkreter beh\u00f6rdlicher Massnahmen\u00bb, die \u00abBeeintr\u00e4chtigung aussenpolitischer Interessen oder internationaler Beziehungen der Schweiz\u00bb sowie Berufs-, Gesch\u00e4fts- oder Fabrikationsgeheimnisse geltend gemacht.<\/p>\n<p>Diese Schutzbehauptungen weist das Bundesverwaltungsgericht nun zur\u00fcck. Der Zugang zu den Dokumenten bewirke nicht, \u00abdass eine bereits konkret definierte Massnahme mit erheblicher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zielkonform durchf\u00fchrbar w\u00e4re\u00bb. Denn es w\u00e4ren im Fall einer neuen Pandemie ohnehin neue Verhandlungen unter ver\u00e4nderten Umst\u00e4nden zu t\u00e4tigen. Ebenso liessen sich \u00abkeinerlei Anhaltspunkte daf\u00fcr finden, dass die aussenpolitischen Interessen beziehungsweise die internationalen Beziehungen oder der Ruf der Schweiz durch die Offenlegung der Dokumente beeintr\u00e4chtigt werden k\u00f6nnten.\u00bb Zudem sei der \u00abNachweis eines objektiven Geheimhaltungsinteresses bez\u00fcglich der strittigen Informationen, namentlich der vereinbarten Preise, Lieferkonditionen, Gerichtsst\u00e4nde etc., nicht erbracht worden\u00bb.<br \/>Das Gericht heisst die drei Beschwerden daher gut und gew\u00e4hrt den Beschwerdef\u00fchrern Einsicht in die Vertr\u00e4ge im jeweils verlangten Umfang. Die Urteile k\u00f6nnen beim Bundesgericht angefochten werden.<\/p>\n<p>\u00abHier geht es um erhebliche Steuergelder in Milliardenh\u00f6he und um unser aller Gesundheit. Da muss der B\u00fcrger wissen, was in diesen Vertr\u00e4gen genau drinsteht\u00bb, sagt Nationalrat Wyssmann. Wichtig sei, dass keine Vertr\u00e4ge in der Dunkelkammer abgeschlossen w\u00fcrden. Die Kontrolle durch die \u00d6ffentlichkeit f\u00fchre immer zu besseren Ergebnissen. Wyssmann verweist dabei auch auf die schlecht oder gar nicht verhandelten Vertr\u00e4ge mit der EU oder beim F-35-Kauf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die w\u00e4hrend der Corona-Pandemie abgeschlossenen Vertr\u00e4ge mit den Pharmaunternehmen Moderna und Novavax zur Beschaffung von Covid-19-Impfstoffen sind gest\u00fctzt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":9405,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[11],"tags":[3853,46,67,41,3496,42,43,175,40,45,44,38,36,37,39,4128,176],"class_list":["post-9404","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-bundesverwaltungsgericht","tag-ch","tag-gesundheit","tag-headlines","tag-justiz","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-schweiz","tag-switzerland","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-transparenz","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9404"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9404\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9404"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9404"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}