{"id":94413,"date":"2026-04-23T01:04:08","date_gmt":"2026-04-23T01:04:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/94413\/"},"modified":"2026-04-23T01:04:08","modified_gmt":"2026-04-23T01:04:08","slug":"neuentdeckte-quastenflosser-art-schliesst-stammbaumluecke-unerkannt-im-museum-lagerndes-fossil-ist-erster-quastenflosser-aus-der-fruehen-kreidezeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/94413\/","title":{"rendered":"Neuentdeckte Quastenflosser-Art schlie\u00dft Stammbauml\u00fccke &#8211; Unerkannt im Museum lagerndes Fossil ist erster Quastenflosser aus der fr\u00fchen Kreidezeit"},"content":{"rendered":"<p>Welchen Schatz das unscheinbare Museumsst\u00fcck darstellt, zeigte sich erst, als die Pal\u00e4ontologen das Fossil mittels R\u00f6ntgentomografie n\u00e4her untersuchten. \u201eErst jetzt verf\u00fcgen wir \u00fcber Technologie, die auch die kleinsten Details solcher Fossilien sichtbar macht\u201c, sagt Norton. \u201eDadurch k\u00f6nnen selbst vor Generationen gesammelte Exemplare unser Verst\u00e4ndnis der Evolution ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<p>Ein Missing Link der Quastenflosser<\/p>\n<p>Die Analysen und eine genaue Datierung enth\u00fcllten: Bei dem Fischfossil handelt es sich um eine zuvor unbekannte Art der Quastenflosser aus der Zeit vor 100 bis 113 Millionen Jahren. Die Macropoma gombessae getaufte Spezies schlie\u00dft damit eine der beiden gro\u00dfen L\u00fccken im Quastenflosser-Stammbaum. \u201eDie Entdeckung von Macropoma gombessae liefert uns nun wertvolle Informationen \u00fcber morphologische Ver\u00e4nderungen in dieser Zeit\u201c, schreiben die Pal\u00e4ontologen.\n<\/p>\n<p>Der neu entdeckte Quastenflosser unterscheidet sich von anderen Spezies unter anderem in den ungew\u00f6hnlich gro\u00dfen Poren unter den Augen und am Kiefer. Dabei handelt es sich um \u00d6ffnungen der Sinneskan\u00e4le, \u00fcber die diese Fische mechanische Reize wie Wasserbewegungen wahrnehmen konnten, wie das Team erkl\u00e4rt. W\u00e4hrend diese Poren bei heutigen Quastenflossern stark reduziert und kaum noch zu erkennen sind, waren sie bei Macropoma gombessae noch sehr prominent. Auch bei den Z\u00e4hnen und der Kopfornamenten gibt es deutliche Unterschiede.\n<\/p>\n<p>Feingef\u00fchl am schlammigen Grund<\/p>\n<p>Das neue Fossil verr\u00e4t auch einiges dar\u00fcber, wie diese kreidezeitlichen Quastenflosser lebten: \u201eDie gro\u00dfen Poren der Sinneskan\u00e4le deuten darauf hin, dass sich Macropoma gombessae st\u00e4rker auf mechanische Reize aus seiner Umwelt verlie\u00df\u201c, erkl\u00e4ren Norton und seine Kollegen. Dem Fossil-Fundort zufolge lebte der Kreidezeit-Fisch in 90 bis 350 Meter Tiefe in einem Meeresgebiet mit eher schlammigem, sehr feink\u00f6rnigem Meeresgrund.\n<\/p>\n<p>\u201eWenn diese neue Quastenflosser-Art ihre Nahrung vorwiegend am Meeresgrund suchte, k\u00f6nnte ihr die erh\u00f6hte Sensitivit\u00e4t f\u00fcr mechanische Reize bei der Beutesuche geholfen haben\u201c, schreiben die Pal\u00e4ontologen. Denn die Sicht d\u00fcrfte in dem d\u00e4mmrigen, von aufgewirbeltem Schlamm verschleierten Wasser schlecht gewesen sein. (Papers in Palaeontology, 2026;<a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1002\/spp2.70076?msockid=3f880331a43167880aad143ba50366e6\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"> doi: 10.1002\/spp2.70076<\/a>)\n<\/p>\n<p>Quelle: University of Portsmouth<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>23. April 2026\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Nadja Podbregar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Welchen Schatz das unscheinbare Museumsst\u00fcck darstellt, zeigte sich erst, als die Pal\u00e4ontologen das Fossil mittels R\u00f6ntgentomografie n\u00e4her untersuchten.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":94414,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[46,1580,25598,25599,25600,25601,25602,25603,45,60,59,25604,44,64,61,63,62],"class_list":{"0":"post-94413","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-ch","9":"tag-evolution","10":"tag-fische","11":"tag-fossil","12":"tag-kreidezeit","13":"tag-missing-link","14":"tag-palaeontologie","15":"tag-quastenflosser","16":"tag-schweiz","17":"tag-science","18":"tag-science-technology","19":"tag-stammbaumluecke","20":"tag-switzerland","21":"tag-technik","22":"tag-technology","23":"tag-wissenschaft","24":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116451327988258103","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94413"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94413\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94413"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}