{"id":94618,"date":"2026-04-23T06:58:10","date_gmt":"2026-04-23T06:58:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/94618\/"},"modified":"2026-04-23T06:58:10","modified_gmt":"2026-04-23T06:58:10","slug":"erfolg-bei-hiv-aber-mehr-syphilis-das-raetsel-der-us-daten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/94618\/","title":{"rendered":"Erfolg bei HIV \u2013 aber mehr Syphilis? Das R\u00e4tsel der US-Daten"},"content":{"rendered":"<p>Die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) hat <a href=\"https:\/\/www.aponet.de\/artikel\/aids-behandeln-und-vorbeugen-18770\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">HIV<\/a> grundlegend ver\u00e4ndert: Aus einer oft t\u00f6dlichen Erkrankung ist damit eine chronische, handhabbare Infektion geworden. Eine Analyse aus den USA zeigt nun Hinweise darauf, dass dieser medizinische Fortschritt mit steigenden <a href=\"https:\/\/www.aponet.de\/artikel\/syphilis-19125\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Syphilis<\/a>-Zahlen einhergehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Analyse auf Basis von US-Gesundheitsdaten<\/p>\n<p class=\"ad-float-right\">Das Forschungsteam wertete Daten der US-Gesundheitsbeh\u00f6rde CDC sowie Informationen von Pharmaunternehmen aus. Im Fokus stand der Zeitraum von 1996 bis 2008 \u2013 also die Jahre nach Einf\u00fchrung der modernen HIV-Therapie.<\/p>\n<p>Ohne HAART: 81 Prozent weniger Syphilis-F\u00e4lle<\/p>\n<p>Dabei stellte das Forschungsteam fest: Wo vor HAART die AIDS-Zahlen h\u00f6her waren, sind seit HAART die Syphilis-Neuerkrankungsraten h\u00f6her. Auf den Zeitraum von 1996 bis 2008 bezogen ergibt die Berechnung: Ohne HAART, eine lebensrettende Therapie, w\u00e4re es so zu mehr als vier von f\u00fcnf Syphilis-Erkrankungen (81 Prozent) nicht gekommen.<\/p>\n<p>Diesen Grund vermutet das Forschungsteam<\/p>\n<p>Das Forschungsteam vermutet: Mit HAART scheint die Furcht vor HIV gesunken zu sein. Auf dieser Grundlage haben wohl viele Menschen begonnen, ihr Sexualleben risikoreicher zu gestalten \u2013 mit der Folge von steigenden Syphilis-Zahlen bei M\u00e4nnern. Bei Frauen sind die Syphilis-Raten tendenziell weiterhin gesunken.\u00a0<\/p>\n<p>Einschr\u00e4nkung ber\u00fccksichtigen!<\/p>\n<p>Allerdings ist dabei zu beachten: Die Datenanalyse kann keine Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen. Auch sind Zwischenschritte denkbar. Das Team weist in der Studie auch darauf hin, dass mit mehr HIV-\u00dcberlebenden in bestimmten Regionen mehr sexuell aktive Personen schlicht vorhanden waren. Auch das kann einen Einfluss auf den Zusammenhang in den Daten haben.<\/p>\n<p>60-Jahres-Hoch bei Syphilis erreicht<\/p>\n<p>Studienautor Dr. David Beheshti von der University of Texas betont in einer Mitteilung zur Studie: \u201eMit dem 60-Jahres-Hoch bei Syphilis bieten diese Erkenntnisse Einblick dahingehend, wie lebensrettende Innovationen das Verhalten der Bev\u00f6lkerung \u00e4ndern k\u00f6nnen. Sie heben auch den Bedarf an komplement\u00e4ren Strategien der \u00f6ffentlichen Gesundheit hervor.\u201c<\/p>\n<p>Quelle: DOI <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1002\/hec.70100\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">10.1002\/hec.70100\u00a0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) hat HIV grundlegend ver\u00e4ndert: Aus einer oft t\u00f6dlichen Erkrankung ist damit eine chronische,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":94619,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[18552,46,67,25665,66,2768,6411,25667,45,13698,44,25666],"class_list":{"0":"post-94618","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-aids","9":"tag-ch","10":"tag-gesundheit","11":"tag-haart","12":"tag-health","13":"tag-hiv","14":"tag-maenner","15":"tag-safer-sex","16":"tag-schweiz","17":"tag-sex","18":"tag-switzerland","19":"tag-syphilis"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116452720106299675","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94618","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94618"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94618\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94619"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}