{"id":95324,"date":"2026-04-23T16:44:10","date_gmt":"2026-04-23T16:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/95324\/"},"modified":"2026-04-23T16:44:10","modified_gmt":"2026-04-23T16:44:10","slug":"europarat-verurteilt-schweiz-erneut-scharf-und-fabian-molina-macht-mit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/95324\/","title":{"rendered":"Europarat verurteilt Schweiz erneut scharf \u2013 und Fabian Molina macht mit"},"content":{"rendered":"<p>Die Parlamentarische Versammlung des Europarats attackiert die Schweiz im Zusammenhang mit der sogenannten Magnitski-Aff\u00e4re massiv. Trotz verschiedener internationaler Massnahmen und Ermittlungen zur Geldw\u00e4sche von Betrugsgewinnen seien einige Ergebnisse \u00abunbefriedigend, insbesondere in der Schweiz, wo schwerwiegende Vorw\u00fcrfe wegen Fehlverhaltens laut wurden und Verm\u00f6genswerte bekannter Verb\u00fcndeter des russischen Staatsapparats nicht vollst\u00e4ndig beschlagnahmt wurden\u00bb, heisst es in einer Resolution, die neben Russland voll auf die Schweiz zielt.<\/p>\n<p>                <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Europarat_Schweiz-scaled-7-1024x683.jpg\" alt=\"\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                                    Nach Klimaseniorinnen: Europarat verurteilt Schweiz erneut scharf \u2013 und Fabian Molina macht mit<\/p>\n<p>Die Versammlung fordert die Schweiz und andere Mitgliedstaaten \u00abnachdr\u00fccklich auf, ihre rechtlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr die Beschlagnahme ohne Verurteilung zu verbessern und Massnahmen zur erneuten Einfrierung und Einziehung von Verm\u00f6genswerten im Zusammenhang mit dem Fall Magnitski voranzutreiben\u00bb.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus fordert sie die Schweizer Beh\u00f6rden auf, \u00abihre Praktiken an moderne Standards zur Verm\u00f6gensr\u00fcckgewinnung anzupassen\u00bb, und dr\u00e4ngt weitere Staaten dazu, gezielte Sanktionen gegen Personen zu verh\u00e4ngen, die von solchen Betrugsdelikten und Menschenrechtsverletzungen profitieren. Die Versammlung schl\u00e4gt der Europ\u00e4ischen Union zudem vor, \u00abdie Sanktionen im Zusammenhang mit Korruption auszuweiten\u00bb, und fordert internationale Gremien nachdr\u00fccklich auf, die Umkehr der Beweislast bei ungekl\u00e4rtem Verm\u00f6gen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Im Klartext: Der Europarat, dessen Raison d\u2019\u00eatre es ist, die Rechtsstaatlichkeit in Europa zu f\u00f6rdern, ruft zum Abbau rechtsstaatlicher Normen auf. Verm\u00f6gen soll leicht enteignet werden k\u00f6nnen \u2013 und die Enteigneten m\u00fcssen beweisen, dass das Verm\u00f6gen legal ist, nicht der Staat, der es ihnen wegnimmt (\u00abUmkehr der Beweislast\u00bb).<\/p>\n<p>Nach dem Klimaseniorinnen-Urteil geht das Schweiz-Bashing aus Strassburg mit der Magnitski-Resolution und dem ihr zugrunde liegenden Bericht in die n\u00e4chste Runde.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Dabei fielen auch zwei Schweizer Abgeordnete der Schweiz in den R\u00fccken und stimmten gegen sie: die SP-Nationalr\u00e4te Fabian Molina und Val\u00e9rie Piller Carrard. Nur sieben Parlamentarier stimmten insgesamt f\u00fcr die Schweiz, neben vier Schweizern auch zwei Liechtensteiner und eine Deutsche. Die Interessen der Schweiz sind bei ihnen offensichtlich besser aufgehoben als bei Molina und Co.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Nationalrat Erich Hess (SVP) hat in der Versammlung angek\u00fcndigt, dass er bei einer Verurteilung der Eidgenossenschaft einen Antrag zum Austritt der Schweiz aus dem Europarat einreichen werde.<\/p>\n<p>Sein Rats- und Parteikollege Roland Rino B\u00fcchel sagte in der Debatte, es werde viel \u00abUnsinn\u00bb \u00fcber die Schweiz verbreitet. Er erinnerte erfolglos an die \u00abGrunds\u00e4ulen des Strafrechts\u00bb und des Rechtsstaats: \u00abIn der Schweiz braucht es einen stichhaltigen Nachweis \u00fcber die kriminelle Herkunft, wenn man jemandem sein Verm\u00f6gen wegnehmen will.\u00bb Das m\u00fcsse in jedem Rechtsstaat der Fall sein.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>B\u00fcchel fragte in die Runde: \u00abSitzen wir nicht genau darum in diesem Saal, weil wir uns f\u00fcr die Rechtsstaatlichkeit starkmachen wollen?\u00bb Wenn sich, wie hier, legale und illegale Gelder vermischten, k\u00f6nne es schwierig werden, die Sache sauber zur\u00fcckzuverfolgen. \u00abWenn Sie einfach alles zusammen konfiszieren wollen, dann verletzen Sie die Europ\u00e4ische Menschenrechtskonvention. Wo bleibt da das Recht auf Eigentum, wo die Rechtssicherheit? Wo bleiben die Prinzipien, die wir in diesem Rat mit all den blumigen Voten so hochhalten?\u00bb<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Er sei seit 22 Jahren Parlamentarier in der Schweiz, aber er m\u00fcsse sagen: \u00abEine derart missgl\u00fcckte Show habe ich in meinem ganzen politischen Leben noch nie aus der N\u00e4he erlebt!\u00bb<\/p>\n<p>Molina und Co. liessen sich davon nicht irritieren. Sie stimmten trotzdem gegen die Schweiz. Generalsekret\u00e4r des Europarats ist ein weiterer Schweizer Sozialdemokrat: Alain Berset.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Parlamentarische Versammlung des Europarats attackiert die Schweiz im Zusammenhang mit der sogenannten Magnitski-Aff\u00e4re massiv. 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