{"id":95374,"date":"2026-04-23T17:22:13","date_gmt":"2026-04-23T17:22:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/95374\/"},"modified":"2026-04-23T17:22:13","modified_gmt":"2026-04-23T17:22:13","slug":"ja-komitee-lanciert-abstimmungskampf-erneuerung-kunstmuseum-bern-einmalige-chance-oder-luxusprojekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/95374\/","title":{"rendered":"Ja-Komitee lanciert Abstimmungskampf &#8211; Erneuerung Kunstmuseum Bern: Einmalige Chance oder Luxusprojekt?"},"content":{"rendered":"<p>Ja-Komitee lanciert Abstimmungskampf | 23. April 2026<\/p>\n<p>Am 14. Juni entscheidet das Stimmvolk \u00fcber die Zukunft des Berner Kunstmuseums. W\u00e4hrend die Bef\u00fcrworter eine \u00abeinmalige Chance\u00bb mit privaten Millionen sehen, warnt das Referendumskomitee vor einem finanziellen Abenteuer. Beide Seiten werfen sich vor, nicht mit offenen Karten zu spielen. Der Abstimmungskampf f\u00fcr das 147-Millionen-Projekt \u00abEiger\u00bb startet mit verh\u00e4rteten Fronten.<\/p>\n<p class=\"pg\">\u00dcber eines sind sich alle einig: Das Kunstmusem Bern muss dringend aufgefrischt werden. Der historische Stettlerbau ist in die Jahre gekommen, der Anbau von 1983 m\u00fcsste ab 2030 aus Sicherheitsgr\u00fcnden geschlossen werden. Am Donnerstag trat ein ungew\u00f6hnlich breites B\u00fcndnis aus Politik und Wirtschaft vor die Medien, um den Abstimmungskampf f\u00fcr das 147-Millionen-Projekt \u00abEiger\u00bb zu lancieren. Es geht um den Projektierungskredit von 15,7 Millionen Franken, doch das Stimmvolk entscheidet schlussendlich \u00fcber die Zukunft des Projekts.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7k3\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10DL02c001d5808080b300001201n7k3.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00AV0ca808708080800000001201n7k3.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"FDP-Grossrat und Unternehmer Daniel Arn sieht in der Sanierung eine unumg\u00e4ngliche Pflicht: \u00abDamit die n\u00e4chsten Generationen weiterhin Kunst erleben k\u00f6nnen, so wie wir und unsere Vorg\u00e4nger das durften.\u00bb\"\/><\/p>\n<p>FDP-Grossrat und Unternehmer Daniel Arn sieht in der Sanierung eine unumg\u00e4ngliche Pflicht: \u00abDamit die n\u00e4chsten Generationen weiterhin Kunst erleben k\u00f6nnen, so wie wir und unsere Vorg\u00e4nger das durften.\u00bbFotos: Max Saladin<\/p>\n<p class=\"pg\">FDP-Grossrat und Unternehmer Daniel Arn sieht in der Sanierung eine unumg\u00e4ngliche Pflicht: \u00abDer historische Stettlerbau steht hier seit 150 Jahren, die Erneuerung ist notwendig und dringend.\u00bb Mit dem Projekt schaffe man \u00abdie Basis f\u00fcr die n\u00e4chsten Generationen, damit sie weiterhin Kunst erleben k\u00f6nnen.\u00bb Von den Bauauftr\u00e4gen und der neuen touristischen Strahlkraft werde zudem die lokale Wirtschaft massiv profitieren.<\/p>\n<p>Das Projekt \u00abEiger\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Das Siegerprojekt des Z\u00fcrcher Architekturb\u00fcros Schmidlin Architekten umfasst die Sanierung des historischen Stettlerbaus sowie des Geb\u00e4udes an der Hodlerstrasse 6. Der stark sanierungsbed\u00fcrftige Atelier-5-Erweiterungsbau aus dem Jahr 1983 wird durch einen markanten Ersatzneubau aus Berner Sandstein ersetzt. Dieser soll die Ausstellungsfl\u00e4che vergr\u00f6ssern, das Museum zur Aare hin \u00f6ffnen und einen attraktiven Vorplatz schaffen.<\/p>\n<p class=\"pg\">Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 147 Millionen Franken. 52 Millionen Franken stammt von privaten Geldgebern, Stiftungen und aus der Wirtschaft, darunter 30 Millionen von M\u00e4zen Hansj\u00f6rg Wyss. Der Kanton Bern beteiligt sich mit einem fixen Kostendach von 81 Millionen Franken. Bei einem \u00abJa\u00bb an der Urne soll das Museum f\u00fcr die Bauarbeiten rund vier Jahre komplett schliessen und voraussichtlich 2033 in neuem Glanz er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7jt\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10TH02c0018c805e80b300001201n7jt.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00Wz0e4d080b805e800000001201n7jt.jpg\" style=\"width:704px;height:396px;\" alt=\"Blick auf das Kunstmuseum Bern von der Aareseite. Die Aufnahme zeigt die verschiedenen Bauetappen: den historischen Stettlerbau von 1879 (rechts) und den sogenannten Atelier-5-Anbau von 1983 (links), der aus statischen Gr\u00fcnden seit Jahren nur noch mit Sondergenehmigungen und Stahlprovisorien betrieben werden darf.\"\/><\/p>\n<p>Blick auf das Kunstmuseum Bern von der Aareseite. Die Aufnahme zeigt die verschiedenen Bauetappen: den historischen Stettlerbau von 1879 (rechts) und den sogenannten Atelier-5-Anbau von 1983 (links), der aus statischen Gr\u00fcnden seit Jahren nur noch mit Sondergenehmigungen und Stahlprovisorien betrieben werden darf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7k6\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10DG02c001d5808080b300001201n7k6.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00AY0ca808708080800000001201n7k6.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Das Siegerprojekt \u00abEiger\u00bb des Z\u00fcrcher B\u00fcros Schmidlin Architekten. Die Visualisierung zeigt, wie der geplante, freistehende Ersatzneubau aus Sandstein den Stettlerbau erg\u00e4nzt. Ein unterirdischer Ausstellungsraum verbindet die Geb\u00e4ude. Die Kosten von 147 Mio. Franken sind bis 2033 kalkuliert und umfassen eine Teuerung von rund 13 Mio. Franken.\"\/><\/p>\n<p>Das Siegerprojekt \u00abEiger\u00bb des Z\u00fcrcher B\u00fcros Schmidlin Architekten. Die Visualisierung zeigt, wie der geplante, freistehende Ersatzneubau aus Sandstein den Stettlerbau erg\u00e4nzt. Ein unterirdischer Ausstellungsraum verbindet die Geb\u00e4ude. Die Kosten von 147 Mio. Franken sind bis 2033 kalkuliert und umfassen eine Teuerung von rund 13 Mio. Franken.Visualisierung: www.kunstmuseumbern.ch\/de\/zukunft<\/p>\n<p>Kostendach als Hauptargument<\/p>\n<p class=\"pg\">Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt Arn \u00fcber alle Parteigrenzen hinweg, auch aus dem b\u00fcrgerlichen Lager, in welchem das Projekt umstritten ist. Katharina Baumann, Grossr\u00e4tin der EDU aus M\u00fcnsingen, stellt sich offen gegen die Mehrheit ihrer eigenen Partei, die das Referendum mitpr\u00e4gt. F\u00fcr sie ist das Vorhaben \u00fcberzeugend, da ein Kostendach f\u00fcr die kantonale Beteiligung bestehe und viel privates Geld fliesse. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7k4\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10DE02c001d5808080b300001201n7k4.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00A00ca808708080800000001201n7k4.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Katharina Baumann zitiert die K\u00fcnstlerin Louise Bourgeois: \u00abOhne Kunst w\u00e4ren wir alle verr\u00fcckt.\u00bb Die EDU-Grossr\u00e4tin aus M\u00fcnsingen ist sehr kunstaffin.\"\/><\/p>\n<p>Katharina Baumann zitiert die K\u00fcnstlerin Louise Bourgeois: \u00abOhne Kunst w\u00e4ren wir alle verr\u00fcckt.\u00bb Die EDU-Grossr\u00e4tin aus M\u00fcnsingen ist sehr kunstaffin.<\/p>\n<p class=\"pg\">Baumann \u00e4rgert sich \u00fcber die aktuelle Debatte in ihren Reihen. Das Kunstmuseum sei zum \u00abS\u00fcndenbock\u00bb f\u00fcr den generellen Unmut \u00fcber teure kantonale Bauprojekte geworden. Dabei pr\u00e4sentiere sich die Ausgangslage an der Hodlerstrasse v\u00f6llig anders: Der Kanton tritt gar nicht als Bauherr auf, sondern die Stiftung Kunstmuseum selbst. Folglich trage der Kanton bei unvorhergesehenen Kosten kein Risiko, und es werde auch keine unangenehmen Debatten \u00fcber Nachkredite im Parlament geben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7ju\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10CF02c001d5808080b300001201n7ju.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00B10ca808708080800000001201n7ju.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Die SP-Grossr\u00e4tin und Thuner Gemeinder\u00e4tin Katharina Ali-Oesch aus Thun ist \u00fcberzeugt vom Projekt: \u00abEndlich wird das Kunstmuseum ein Haus f\u00fcr alle und barrierefrei zug\u00e4nglich.\u00bb\"\/><\/p>\n<p>Die SP-Grossr\u00e4tin und Thuner Gemeinder\u00e4tin Katharina Ali-Oesch aus Thun ist \u00fcberzeugt vom Projekt: \u00abEndlich wird das Kunstmuseum ein Haus f\u00fcr alle und barrierefrei zug\u00e4nglich.\u00bb<\/p>\n<p>Zeitgem\u00e4sse Anpassungen<\/p>\n<p class=\"pg\">F\u00fcr die SP-Grossr\u00e4tin und Thuner Gemeinder\u00e4tin Katharina Ali-Oesch steht der gesellschaftliche Nutzen im Zentrum. Das Kunstmuseum sei ein Ort, der den Zusammenhalt im ganzen Kanton f\u00f6rdere. Das aktuelle Projekt biete nach der Pr\u00fcfung unz\u00e4hliger Varianten das beste Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis. Vor allem aber werde das Museum durch den Neubau \u00abein Haus, das f\u00fcr alle zug\u00e4nglich sein wird\u00bb, da erstmals eine vollst\u00e4ndige Barrierefreiheit erreicht werde. <\/p>\n<p class=\"zitat\">Am Ende muss wieder der Kanton die Mehrkosten zahlen<\/p>\n<p>Samuel Kr\u00e4henb\u00fchl SVP-Grossrat und Mitglied Referendumskomitee \u00abNEIN zum Millionenkredit\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Zudem entkr\u00e4ftet Ali-Oesch die Sorge vor explodierenden Folgekosten: Durch die energetische Sanierung und den Neubau nach modernsten Standards w\u00fcrden die Nebenkosten sinken und der Betrieb wesentlich effizienter werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201m32c\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg100P02c001d5615980b300001201m32c.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00ND12c00c806159800000001201m32c.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Laut SVP-Grossrat Samuel Kr\u00e4henb\u00fchl spielen die Bef\u00fcrworter \u00abnicht mit offenen Karten\u00bb. \"\/><\/p>\n<p>Laut SVP-Grossrat Samuel Kr\u00e4henb\u00fchl spielen die Bef\u00fcrworter \u00abnicht mit offenen Karten\u00bb. Foto: Ben Abegglen<\/p>\n<p>Die Argumente der Gegner<\/p>\n<p class=\"pg\">Das \u00fcberparteiliche Referendumskomitee \u00abNEIN zum Millionenkredit\u00bb warnt vor zus\u00e4tzlichen Kosten f\u00fcr den Kanton \u2013 trotz klar definiertem Kostendach.<\/p>\n<p class=\"pg\">Die drei Hauptargumente der Gegner:<\/p>\n<p class=\"pg\">1.\tMasslose Kosten: Mit 147 Millionen Franken sprenge das Projekt aus Sicht der Gegner jeden vern\u00fcnftigen Rahmen f\u00fcr ein einzelnes Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p class=\"pg\">2.\tUngerechte Lastenverteilung: Der Kanton trage das Hauptrisiko, w\u00e4hrend die Standortgemeinde Stadt Bern keine direkten Baukosten \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p class=\"pg\">3.\tFalsche Priorit\u00e4ten: In Zeiten von Sparmassnahmen bei Schulen und Gesundheit sei ein solches \u00abLeuchtturmprojekt\u00bb das falsche Signal.<\/p>\n<p class=\"pg\">F\u00fcr Samuel Kr\u00e4henb\u00fchl, Co-Pr\u00e4sident des Gegnerkomitees, ist das Projekt ein Blindflug auf Kosten der Steuerzahlenden. Er kritisiert, dass die Planung nie unabh\u00e4ngig gepr\u00fcft worden sei und man das 147-Millionen-Vorhaben einfach als \u00abalternativlos\u00bb pr\u00e4sentiere, obwohl Fachleute auch bescheidenere L\u00f6sungen f\u00fcr m\u00f6glich hielten. Kr\u00e4henb\u00fchl bef\u00fcrchtet eine Kostenexplosion aufgrund der schwierigen Verh\u00e4ltnisse am Aarehang, wie einst beim B\u00e4renpark. Trotz des Kostendachs bef\u00fcrchtet er: \u00abAm Ende muss wieder der Kanton die Mehrkosten zahlen, die Bef\u00fcrworter k\u00f6nnen ja nicht sagen, wer sie sonst \u00fcbernimmt.\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Auch vom Argument der hohen privaten Spenden h\u00e4lt Kr\u00e4henb\u00fchl wenig. Wenn M\u00e4zene drohten, ihre Millionen bei einer Ablehnung des aktuellen Projekts einfach abzuziehen, grenze das f\u00fcr ihn an Erpressung. \u00abDann habe ich lieber eine g\u00fcnstigere, selbst finanzierte L\u00f6sung ohne solche Abh\u00e4ngigkeiten.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7k0\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10DI02c001d5808080b300001201n7k0.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00AW0ca808708080800000001201n7k0.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Das Co-Pr\u00e4sidium des neu gegr\u00fcndeten Vereins \u00abzur F\u00f6rderung von Kulturinstitutionen im Kanton Bern\u00bb lanciert im Kornhausforum Bern seine Kampagne (vlnr): Milena Daphinoff (Grossr\u00e4tin Die Mitte), Barbara Stotzer Wyss (Grossr\u00e4tin EVP, vertritt Katja Streiff), Katharina Ali-Oesch (Grossr\u00e4tin SP), Daniel Arn (Grossrat FDP), Moussia von Wattenwyl (Grossr\u00e4tin Les VERT-E-S.), Claude Grosjean (Grossrat GLP) und Katharina Baumann (Grossr\u00e4tin EDU).\"\/><\/p>\n<p>Das Co-Pr\u00e4sidium des neu gegr\u00fcndeten Vereins \u00abzur F\u00f6rderung von Kulturinstitutionen im Kanton Bern\u00bb lanciert im Kornhausforum Bern seine Kampagne (vlnr): Milena Daphinoff (Grossr\u00e4tin Die Mitte), Barbara Stotzer Wyss (Grossr\u00e4tin EVP, vertritt Katja Streiff), Katharina Ali-Oesch (Grossr\u00e4tin SP), Daniel Arn (Grossrat FDP), Moussia von Wattenwyl (Grossr\u00e4tin Les VERT-E-S.), Claude Grosjean (Grossrat GLP) und Katharina Baumann (Grossr\u00e4tin EDU).<\/p>\n<p>Kanton h\u00e4lt sich raus<\/p>\n<p class=\"pg\">Daniel Arn widerspricht Kr\u00e4henb\u00fchls \u00dcberzeugung, dass der Kanton mehr zahlen m\u00fcsse, entschieden: \u00abEs ist ein fixer einmaliger Beitrag. Der Kanton tritt auch gar nicht als Bauherr auf.\u00bb Das sei eine wichtige Unterscheidung, denn laut Arn liege somit die finanzielle Verantwortung vollends bei der Stiftung Kunstmuseum als Bauherrin. Sollten die Gelder nicht reichen, m\u00fcsse diese entweder zus\u00e4tzliche Mittel neu zusammensuchen oder das Projekt abspecken. <\/p>\n<p class=\"pg\">F\u00fcr ihn ist klar: Werden die 15,7 Millionen f\u00fcr die Projektierung am 14. Juni abgelehnt, ist das Projekt \u00abEiger\u00bb gestorben. \u00abDann f\u00e4ngt man wieder ganz von vorne an. Ob die privaten Gelder dann nochmals generiert werden k\u00f6nnten, ist v\u00f6llig unklar.\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Dass der Abstimmungskampf ein Selbstl\u00e4ufer wird, glaubt im Bef\u00fcrworter-Lager niemand. Die rasante Unterschriftensammlung des Referendumskomitees hat gezeigt, wie mobilisiert die Gegnerschaft ist und dass die hohen Kosten durchaus Bedenken in der Berner Bev\u00f6lkerung ausl\u00f6sen. \u00abWir m\u00fcssen uns anstrengen, um unsere Botschaft in die \u00d6ffentlichkeit zu tragen\u00bb, r\u00e4umt Arn ein. Die Zeit dr\u00e4ngt, und f\u00fcr eine schlagkr\u00e4ftige Kampagne im ganzen Kanton ben\u00f6tige das Komitee ein Budget von bis zu 500&#8217;000 Franken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7jv\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10CG02c001d5808080b300001201n7jv.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00BY0ca808708080800000001201n7jv.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"Quo vadis, Kunstmuseum Bern? Die Gegner des Projekts starten am Montag ihre Abstimmungskampagne, am 14. Juni entscheidet dann das Stimmvolk.\"\/><\/p>\n<p>Quo vadis, Kunstmuseum Bern? Die Gegner des Projekts starten am Montag ihre Abstimmungskampagne, am 14. Juni entscheidet dann das Stimmvolk.<\/p>\n<p class=\"pg\">Katharina Ali-Oesch sieht hinter dem lauten Widerstand auch ein wahltaktisches Interesse. Im aktuellen Wahljahr w\u00fcrden solche Vorlagen gerne als politisches Vehikel genutzt, um Aufmerksamkeit zu generieren. Trotz des Gegenwinds blickt sie zuversichtlich auf den Juni: \u00abWir sind breit abgest\u00fctzt und haben starken R\u00fcckenwind aus dem Grossen Rat.\u00bb <\/p>\n<p class=\"pg\">Am 14. Juni wird sich zeigen, ob das Berner Stimmvolk bereit ist, ein ambitioniertes Projekt in der Bundesstadt zu tragen, oder ob f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Kunstmuseum kleinere Br\u00f6tchen gebacken werden m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ja-Komitee lanciert Abstimmungskampf | 23. April 2026 Am 14. 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