{"id":96311,"date":"2026-04-24T10:38:13","date_gmt":"2026-04-24T10:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/96311\/"},"modified":"2026-04-24T10:38:13","modified_gmt":"2026-04-24T10:38:13","slug":"berner-stadtrat-hat-entschieden-menschen-koennen-sich-kuenftig-mit-haustier-bestatten-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/96311\/","title":{"rendered":"Berner Stadtrat hat entschieden &#8211; Menschen k\u00f6nnen sich k\u00fcnftig mit Haustier bestatten lassen"},"content":{"rendered":"<p>Berner Stadtrat hat entschieden | 23. April 2026<\/p>\n<p>Das Parlament hat am Donnerstag das neue Friedhofreglement verabschiedet. Menschen k\u00f6nnen sich k\u00fcnftig mit ihrem Haustier bestatten lassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201n7kb\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/gosimg10D002c001d5808080b300001201n7kb.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00SJ0524036d8080800000001201n7kb.jpg\" style=\"width:704px;height:469px;\" alt=\"In Bern k\u00f6nnen sich Menschen k\u00fcnftig mit ihren Haustieren bestatten lassen. \"\/><\/p>\n<p>In Bern k\u00f6nnen sich Menschen k\u00fcnftig mit ihren Haustieren bestatten lassen. Foto: Keystone<\/p>\n<p class=\"pg\">Hierf\u00fcr will die Stadt spezielle Grabfelder \u00abMensch mit Tier\u00bb erstellen. Haustiere m\u00fcssen in Urnen beigesetzt werden.<\/p>\n<p class=\"pg\">Unter den weiteren Neuerungen ist unter anderem, dass Menschen neu bis zum Alter von 18 Jahren in den Abteilungen Kindergr\u00e4ber beigesetzt werden k\u00f6nnen. Bislang betrug dieses Alter 14 Jahre.<\/p>\n<p class=\"pg\">S\u00e4mtliche geplanten \u00c4nderungen stiessen \u00fcber die Parteigrenzen hinweg auf Anklang. Zu reden gab einzig ein Antrag der Fraktion von AL\/PdA\/TIF, dass Tiere nicht gezielt get\u00f6tet werden d\u00fcrfen, damit sie mit einem Menschen begraben werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"pg\">Der Rat war sich jedoch einig, dass das Friedhofreglement der falsche Ort w\u00e4re, um eine solche Bestimmung festzuhalten. Auch w\u00e4ren entsprechende Kontrollen, die die Verwaltung durchf\u00fchren m\u00fcsste, kaum umsetzbar, lautete der Tenor.<\/p>\n<p class=\"pg\">\u00dcberstimmt wurde der Gemeinderat bei den Zust\u00e4ndigkeiten: \u00dcber wesentliche Umgestaltungen und Aufhebungen von Friedh\u00f6fen will der Stadtrat k\u00fcnftig selber entscheiden. Der Gemeinderat h\u00e4tte diese Kompetenz gerne bei sich gesehen.<\/p>\n<p class=\"pg\">Der Stadtrat nahm das totalrevidierte Friedhofreglement schliesslich einstimmig an und verzichtete darauf, das Gesch\u00e4ft in einer zweiten Lesung nochmals zu behandeln.<\/p>\n<p>Totalrevision statt Anpassung<\/p>\n<p class=\"pg\">Das neue Reglement geht auf ein Postulat aus den Reihen der Gr\u00fcnliberalen zur\u00fcck, das der Stadtrat im M\u00e4rz 2021 \u00fcberwiesen hatte. Darin forderte die GLP, dass sich Menschen mit ihren Haustieren bestatten lassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"pg\">Im Laufe des Projekts hat sich gem\u00e4ss Gemeinderat gezeigt, dass die Friedhofgesetzgebung nicht mehr den heutigen Gegebenheiten und der geltenden Praxis entspricht und teilweise auf veralteten Rechtsgrundlagen basiert. Er entschied sich deshalb f\u00fcr eine Totalrevision.<\/p>\n<p class=\"pg\">Die gesellschaftlichen Bed\u00fcrfnisse h\u00e4tten sich stark ver\u00e4ndert, so der Gemeinderat. 2024 lag der Anteil der traditionellen Erdbestattungen noch bei 16,3 Prozent. Es w\u00fcrden zunehmend andere Beisetzungsformen gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p class=\"pg\">Bei der Behandlung des Gesch\u00e4fts h\u00e4tten sich viele Fragen gestellt, die mit der Revision nun beantwortet seien, sagte der zust\u00e4ndige Gemeinderat Matthias Aebischer (SP) im Ratssaal. Oft seien die Diskussionen ins Philosophische abgedriftet. \u00abDie Stadtberner Friedh\u00f6fe haben schweizweit einen Vorzeigecharakter\u00bb, sagte er. Darauf sei er stolz.<\/p>\n<p>Friedh\u00f6fe als Parkanlagen beliebt<\/p>\n<p class=\"pg\">Die Stadt Bern betreibt die drei Friedh\u00f6fe Bremgartenfriedhof, Schosshaldenfriedhof und Friedhof B\u00fcmpliz. Gem\u00e4ss Website verwaltet sie insgesamt 13&#8217;000 Grabst\u00e4tten. Die Friedh\u00f6fe sind auch als \u00f6ffentliche Gr\u00fcnanlagen zur Naherholung beliebt.<\/p>\n<p class=\"pg\">1999 entstanden das Grabfeld f\u00fcr zu fr\u00fch geborene Kinder und der Bereich f\u00fcr muslimische Grabst\u00e4tten. 2018 er\u00f6ffnete die Stadt das buddhistische Grabfeld, 2025 das alevitische Grabfeld auf dem Bremgartenfriedhof.<\/p>\n<p>Wieder Video\u00fcberwachung in Velostationen<\/p>\n<p class=\"pg\">Der Stadtrat hat am Donnerstag auch der Wiedereinf\u00fchrung von Video\u00fcberwachung in den st\u00e4dtischen Velostationen zugestimmt. Der Abstimmung ging eine lange Debatte voraus.<\/p>\n<p class=\"pg\">Zu reden gab im Rat etwa, um welche Art von Raum es sich bei den Velostationen handelt. Sie seien kein \u00f6ffentlicher Raum wie die Sch\u00fctzenmatte oder der Waisenhausplatz, sondern nur halb\u00f6ffentlich, befand Monique Iseli namens der SP\/Juso-Fraktion. \u00abWer nicht \u00fcberwacht werden will, kann die Stationen umgehen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Der Rat schaffe deshalb keinen Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr \u00dcberwachung im \u00f6ffentlichen Raum, wenn er das Gesch\u00e4ft annehme, so Iseli. Dem pflichtete Tanja Miljanovi\u0107 von der GFL-Fraktion bei: \u00abEs handelt sich um eine gezielte, punktuelle Einmalmassnahme.\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Dass der Wunsch nach Video\u00fcberwachung von den Mitarbeitenden der Stationen stamme, verschaffe ihm Legitimation, sagte Georg H\u00e4sler (FDP). Kameras seien eine Hilfestellung und f\u00f6rderten die Attraktivit\u00e4t der Stationen.<\/p>\n<p class=\"pg\">Dem widersprach Raffael Joggi (AL\/PdA\/TIF): \u00abKameras wecken Begehrlichkeiten.\u00bb Seien sie einmal installiert, steige der Druck, dass die \u00dcberwachung ausgebaut werde. Auch die Fraktion GB\/JA zeigte sich skeptisch. \u00abVideo\u00fcberwachungen sind Eingriffe in die Privatsph\u00e4re der Gefilmten\u00bb, sagte Lea Bill.<\/p>\n<p class=\"pg\">Nach politischem Gepl\u00e4nkel bei mehreren Antr\u00e4gen stimmte der Rat dem Vorschlag des Gemeinderats schliesslich mit 44 zu 24 Stimmen zu. Die Fraktionen von GFL, GLP\/EVP, Mitte, FDP und SVP stimmten geschlossen Ja. GB\/JA und AL\/PdA\/TIF waren dagegen, die SP zeigte sich uneins.<\/p>\n<p class=\"pg\">Nach drei Jahren und Erscheinen des ersten Evaluationsberichts wird der Rat dar\u00fcber befinden, ob die Video\u00fcberwachung fortgef\u00fchrt oder aufgehoben wird.<\/p>\n<p>Aufgezeichnet wird nur nachts<\/p>\n<p class=\"pg\">K\u00fcnftig wird in den Velostationen w\u00e4hrend der bedienten \u00d6ffnungszeiten gefilmt, aber nicht aufgezeichnet. Mitarbeitende k\u00f6nnen die Aufnahmen auf Bildschirmen einsehen. Aufzeichnungen werden lediglich ausserhalb der bedienten \u00d6ffnungszeiten gemacht. Sie werden lokal w\u00e4hrend maximal 30 Tagen gespeichert und anschliessend gel\u00f6scht.<\/p>\n<p class=\"pg\">Mit der Video\u00fcberwachung soll das Sicherheitsgef\u00fchl in den Stationen steigen, zudem sollen Straftaten verhindert oder besser aufgekl\u00e4rt werden k\u00f6nnen, so der Gemeinderat.<\/p>\n<p class=\"pg\">Die Stadt Bern betreibt f\u00fcnf Velostationen beim Bahnhof. Bis 2023 gab es eine Video\u00fcberwachung, dann wurden die Kameras wegen Datenschutzfragen ausgeschaltet. Seitdem setzt die Stadt st\u00e4rker auf Personal, Sicherheitsdienste und Reinigung. Trotzdem gab es deutlich mehr Diebst\u00e4hle, andere Delikte und Beschwerden.<\/p>\n<p>Valentina Achermann und Tom Berger verabschiedet <\/p>\n<p class=\"pg\">Das Stadtparlament hat am Donnerstag gleich zwei bekannte Gesichter verabschiedet. Valentina Achermann (SP) und Tom Berger (FDP) nahmen ein letztes Mal Einsitz im Rat.<\/p>\n<p class=\"pg\">Achermann sass seit 2021 im Stadtrat, welchen sie 2024 pr\u00e4sidierte. Sie setzte sich unter anderem f\u00fcr die psychische Gesundheit, f\u00fcr Freir\u00e4ume, f\u00fcr Menschen mit Migrationshintergrund sowie gegen sexualisierte und h\u00e4usliche Gewalt ein.<\/p>\n<p class=\"pg\">Sie sei sehr gerne im Stadtrat gewesen, die Zeit habe sie politisch und pers\u00f6nlich gepr\u00e4gt, zitierte Ratspr\u00e4sidentin Jelena Filipovic (GB) aus dem R\u00fccktrittsschreiben Achermanns. Stadtr\u00e4tin zu sein sei ein grosses Privileg, das Amt verlange aber auch viel ab. F\u00fcr viele sei es nur schwer mit der eigenen Lebensrealit\u00e4t vereinbar. \u00abWir m\u00fcssen bei unseren Entscheidungen deshalb auch immer die Menschen im Blick haben, die nicht hier drin sitzen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">Bei den Wahlen 2024 war Achermann die bestgew\u00e4hlte Stadtr\u00e4tin. Aus den Grossratswahlen im M\u00e4rz 2026 ging die Psychotherapeutin als die \u00fcber den gesamten Kanton hinweg bestgew\u00e4hlte Person hervor.<\/p>\n<p class=\"pg\">Dem Kantonsparlament geh\u00f6rt Achermann bereits seit vergangenem September an, als sie auf Nicola von Greyerz folgte. Im Stadtrat wird Achermann von Raphaela Tsch\u00fcmperlin beerbt.<\/p>\n<p>Berger mag nach neun Jahren nicht mehr<\/p>\n<p class=\"pg\">Tom Berger wurde 2016 ins Berner Stadtparlament gew\u00e4hlt, das er 2025 pr\u00e4sidierte. Er machte sich unter anderem mit seinem Engagement zugunsten des Berner Nachtlebens einen Namen.<\/p>\n<p class=\"pg\">An seinen \u00fcber 200 Abenden im Stadtrat habe er sehr erf\u00fcllende Momente erlebt, zitierte Filipovic aus dem R\u00fccktrittsschreiben Bergers. Zuletzt h\u00e4tten sich aber die Momente geh\u00e4uft, in denen er sich gefragt habe, weshalb er die Ratsarbeit noch mache. Deshalb sei es jetzt Zeit f\u00fcr den R\u00fccktritt.<\/p>\n<p class=\"pg\">Nicht nur die politischen Mehrheiten seien einseitiger geworden, auch die Debattenkultur habe sich ver\u00e4ndert, so Berger. \u00abZu oft wird gesprochen, ohne dass wirklich zugeh\u00f6rt wird. Zu schnell wird das Gegen\u00fcber in eine Schublade gesteckt.\u00bb Das stimme ihn nachdenklich, Demokratie lebe schliesslich vom Austausch.<\/p>\n<p class=\"pg\">Bei den kantonalen Wahlen vom M\u00e4rz belegte Berger den ersten Ersatzplatz auf der Liste der FDP Stadt Bern. In den Stadtrat rutscht f\u00fcr ihn der \u00d6konom Raphael Karlen nach.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berner Stadtrat hat entschieden | 23. April 2026 Das Parlament hat am Donnerstag das neue Friedhofreglement verabschiedet. 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