{"id":977,"date":"2026-02-12T13:19:07","date_gmt":"2026-02-12T13:19:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/977\/"},"modified":"2026-02-12T13:19:07","modified_gmt":"2026-02-12T13:19:07","slug":"evolution-des-radios-erste-private-radiosender-spielen-ki-generierte-songs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/977\/","title":{"rendered":"\u201eEvolution des Radios\u201c? Erste private Radiosender spielen KI-generierte Songs"},"content":{"rendered":"<p>              \u201eEvolution des Radios\u201c? Erste private Radiosender spielen KI-generierte Songs<\/p>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Evolution-of-radio-First-private-radio-stations-play-AI-generated-songs-11172949.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Private Radiosender wie etwa Radio Frankfurt, Antenne Koblenz oder 95.9 Charivari spielen nachts regelm\u00e4\u00dfig KI-generierte Musik. Das geht aus Stellungnahmen der Bayerischen Landeszentrale f\u00fcr neue Medien (BLM) und der The Radio Group hervor.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/radiogroup.de\/sender\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Sendestationen der The Radio Group<\/a> w\u00fcrden von ein Uhr bis vier Uhr morgens die \u201eKI-Musik-Nacht\u201c spielen, erkl\u00e4rt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Mediengruppe Tim Lauth gegen\u00fcber heise. Die The Radio Group betreibt neunzehn private Radiosender in ganz Deutschland, darunter bekannte Stadtradios wie Radio Frankfurt, Radio Cottbus, Antenne Kaiserslautern etc. Dass deren n\u00e4chtliches Radioprogramm auf KI-generierter Musik basiert, wird Lauth zufolge durch Programmelemente zu Beginn und zwischen den Songs transparent gemacht. Den Anteil an KI-generierter Musik wolle man aber nicht auf das Tagesprogramm ausweiten, bekr\u00e4ftigte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Mediengruppe.<\/p>\n<p>Auch der bayerische Radiosender 95.5 Charivari baut sein Nachtprogramm mittlerweile auf KI-generierter Musik auf. Das geht aus einer Programmanzeige des Senders hervor, die der Pr\u00e4sident der <a href=\"https:\/\/www.blm.de\/de\/startseite.cfm\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Bayerischen Landeszentrale f\u00fcr neue Medien (BLM)<\/a> Dr. Thorsten Schmiege in einer Stellungnahme gegen\u00fcber heise erw\u00e4hnt hat. Demnach spielt 95.5 Charivari ebenfalls von ein Uhr bis vier Uhr morgens ausschlie\u00dflich KI-generierte Musiktitel. Auch hier werde das durch entsprechende Jingle zu jeder Sendestunde transparent gemacht, sagt Schmiege. Bisher sei der Einsatz von KI-generierter Musik in der Branche aber allenfalls f\u00fcr Randzeiten diskutiert worden.<\/p>\n<p>\u201eLogischer n\u00e4chster Schritt in der Evolution des Radios\u201c<\/p>\n<p>Tim Lauth, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von The Radio Group, begr\u00fc\u00dft den Einzug von KI-Musik ins Radio. \u201eWir sehen den Einsatz von KI-generierten Inhalten als logischen n\u00e4chsten Schritt in der Evolution des Radios\u201c, schreibt er in seiner Stellungnahme. In erster Linie stehe der Unterhaltungswert im Vordergrund, der auch von den H\u00f6rern bislang positiv aufgenommen werde.<\/p>\n<p>Dass es Radiosendern in puncto KI-Musik nicht nur um Unterhaltungswerte geht, macht die Stellungnahme von BLM-Pr\u00e4sident Schmiege deutlich. Schmiege erw\u00e4hnt, dass f\u00fcr KI-generierte Musiktitel keine Geb\u00fchren bei der Gesellschaft f\u00fcr musikalische Auff\u00fchrungs- und mechanische Vervielf\u00e4ltigungsrechte (GEMA) anfallen.<\/p>\n<p>Radiosender m\u00fcssen grunds\u00e4tzlich einen Teil ihrer sendungsbezogenen Einnahmen an die GEMA abf\u00fchren. Das betrifft Einnahmen aus Werbung, Sponsorings, Produktplatzierungen etc. Je h\u00f6her der Anteil von Musik aus dem GEMA-Repertoire im Programm ausf\u00e4llt, desto h\u00f6her der Verg\u00fctungssatz, der an die GEMA gezahlt werden muss.<\/p>\n<p>Spielen Radiosender nachts drei Stunden lizenzfreie, KI-generierte Songs, sinkt ihr Programmanteil von Musik aus dem GEMA-Repertoire \u2013 und somit auch der abzuf\u00fchrende Verg\u00fctungssatz.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>GEMA sieht \u201egro\u00dfes Problem\u201c<\/p>\n<p>Die GEMA betrachtet die \u00d6ffnung einiger Radioprogramme f\u00fcr KI-Musik mit Sorge. KI-generierte Musik genie\u00dfe zwar nach der \u00fcberwiegenden Auffassung von Juristen keinen Schutz durch das Urheberrecht. Die mittels KI erstellte Musik verletzte aber gegebenenfalls die Rechte der Urheberinnen und Urheber von Werken, die zum Training der KI genutzt wurden. Das schreibt die GEMA in einer Stellungnahme gegen\u00fcber heise.<\/p>\n<p>\u201eDiese Werke wurden ohne Erlaubnis, geschweige denn Verg\u00fctung der Rechteinhaberinnen und Rechteinhaber zum Training von KI-Systemen genutzt\u201c, erkl\u00e4rt die Verwertungsgesellschaft. Zudem seien Widerspr\u00fcche \u00fcbergangen worden, die K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler gegen die Nutzung ihrer Songs bei den KI-Betreiberunternehmen eingereicht hatten.<\/p>\n<p>KI-generierte Inhalte w\u00fcrden mit menschlich geschaffenen Werken zusehends in Konkurrenz treten. \u201eHier muss f\u00fcr einen angemessenen Interessenausgleich gesorgt werden, damit kreatives Schaffen auch in Zukunft abgesichert ist\u201c, schreibt die GEMA.<\/p>\n<p>BLM nimmt KI-Betreiber in Verantwortung<\/p>\n<p>Ende vergangenen Jahres hatte <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/GEMA-vs-OpenAI-Niederlage-fuer-ChatGPT-vor-Muenchner-Gericht-11073532.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">das Landgericht M\u00fcnchen<\/a> in einem Urteil gegen OpenAI bereits best\u00e4tigt, dass die Speicherung von Liedtexten zum Zweck des KI-Trainings eine unerlaubte Vervielf\u00e4ltigung darstellt und das Urheberrecht verletzt. Auf dieses Urteil beruft sich auch BLM-Pr\u00e4sident Schmiege in seiner Stellungnahme. Die Verantwortlichkeit f\u00fcr m\u00f6gliche Rechtsverletzungen durch KI-generierte Musik verbleibe beim KI-Anbieter, sagt Schmiege.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:rah@heise.de\" title=\"Robin Ahrens\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">rah<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eEvolution des Radios\u201c? 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