Auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ sitzen zurzeit 149 Personen fest.

Auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ sitzen zurzeit 149 Personen fest.

AFP via Getty Images

Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“, der bereits drei Menschen das Leben kostete, sitzen nun 149 Passagiere und Crewmitglieder an Bord fest

In einem Bericht der „Bild“  schildert US-Reiseblogger Jake Rosmarin, der als Passagier an Bord ist, den Schiffsalltag.

Er erzählt von den Quarantänemaßnahmen, die unter anderem eine Maskenpflicht umfassen, und weist Vorwürfe von mangelnder Hygiene zurück

Die dramatische Situation an Bord der „MV Hondius“ sorgt derzeit für Schlagzeilen: Der Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff, das derzeit vor der Küste von Kap Verde im Atlantik ankert, hat bereits drei Menschen – darunter ein Deutscher – das Leben gekostet.

Auf dem Schiff, das Ende März in Argentinien in See stach und über die Antarktis und den Südatlantik Anfang Mai die Kanaren erreichen sollte, stecken samt Personal 149 Menschen fest, da der westafrikanische Inselsstaat der „MV Hondius“ bislang die Anlegeerlaubnis im Hafen der Hauptstadt Praia verweigert.

Der Reiseblogger Jake Rosmarin, der aus Boston stammt, ist Passagier auf dem unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff. Gegenüber „Bild“ (gehört wie BUSINESS INSIDER zu Axel Springer) hat er seine Eindrücke vom Bordalltag geschildert.

So schrieb er der Zeitung, dass umfassende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, darunter soziale Distanzierung und das Maskentragen. Zudem seien die Innenbereiche nur eingeschränkt für Passagiere verfügbar, weswegen Passagiere die Möglichkeit hätten, sich die Mahlzeiten direkt in die Kabine liefern zu lassen. Der Zugang zu den Außendecks sei für frische Luft erlaubt.

Rosmarin erzählte weiter von den hohen Sicherheitshygienestandards, die das Schiff als Expeditionsschiff im Gegensatz zu klassischen Kreuzfahrtschiffen erfüllen müsse, und betont: „Behauptungen, es sei unsauber, sind nicht zutreffend.“ Sowohl die Crew an Bord als auch der Reiseveranstalter Oceanwide Expeditions hätten alles in ihrer Macht Stehende getan, um die Passagiere während dieser Zeit sicher, informiert und so komfortabel wie möglich zu betreuen, zitiert ihn die „Bild“.

Trotz der angespannten Lage zeigt er sich optimistisch: So teilte er der „Bild“ mit: „Abgesehen von den erkrankten Passagieren, über die bereits in den Medien berichtet wurde, geht es allen anderen an Bord gut und sie bleiben zuversichtlich. Wir hoffen, dass sich diese Situation bald lösen wird“.

Und tatsächlich gibt es Grund zur Hoffnung, da die spanische Regierung dem Schiff laut einem Bericht der „Zeit“ die Erlaubnis erteilt hat, einen Hafen auf den Kanarischen Inseln anzulaufen – die Überfahrt dürfte drei bis vier Tage dauern.

JM