Demo am Brenner

Vollsperrung nach Pfingsten: Wie man noch zum Gardasee kommt

Aktualisiert am 06.05.2026 – 20:08 UhrLesedauer: 3 Min.

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Urlauber in Torbole am Gardasee (Archivbild): Das bei Münchnern beliebte Reiseziel ist Ende Mai nur schwer erreichbar. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)

Trotz Brenner-Sperrung zum Gardasee? So kommt man am 30. Mai von München an den „Lago“.

Wer Ende Mai zum Gardasee fahren möchte, braucht starke Nerven: Aufgrund einer angemeldeten Kundgebung am 30. Mai ist ein kurzer Abschnitt vor dem Brenner stundenlang gesperrt. Die Folge: Die Nord-Süd-Transitroute ist in dieser Zeit unterbrochen. Autos, Lkw und Busse müssen einen großen Umweg fahren.

Dabei ist der „Lago“, wie er unter Münchnern liebevoll genannt wird, gerade bei den Bewohnern der bayerischen Landeshauptstadt ein beliebtes Reiseziel am Wochenende. Die gute Nachricht: Trotz Sperrung der A12 gibt es Optionen, um den geplanten Kurztrip dennoch antreten zu können.

Mit dem Auto zum Gardasee am 30. Mai

Wer zwingend mit dem Auto fahren muss, sollte die Reisedaten nach Möglichkeit ändern. Ist eine Fahrt nur am 30. Mai möglich, bleibt Reisenden nur übrig, über den Reschenpass (B180) zu fahren. Diese Route ist die schnellste Alternative, allerdings verbunden mit einem Umweg über die Gemeinde Imst. Ausgehend von Riva del Garda als Ziel verlängert sich die Fahrt dabei um 61 Kilometer und nimmt etwa anderthalb Stunden zusätzliche Fahrtzeit in Anspruch.

Bei der Ausweichroute über den Pass wird der Raum Innsbruck umfahren. Die Straße führt über Nauders und endet in Bozen. Von dort geht die Reise wie gehabt weiter über die A22 nach Süden, in Rovereto erfolgt die Abfahrt zum „Lago“.

Insgesamt liegt die Reisezeit bei ungefähr 6 Stunden. Allerdings ist es möglich, dass mehr Fahrzeuge als üblich unterwegs sind, um die Sperrung am Brenner zu umfahren. Hier sollten Autofahrer also mehr Zeit einplanen.

Die von den Tiroler Behörden angekündigte Umleitung über die Schweiz führt unter anderem über den Gotthard-Pass am Comer See vorbei in Richtung Mailand. Hier sind Reisende deutlich länger unterwegs: etwa 10 Stunden Fahrtzeit fallen mindestens an.

Deutlich entspannter ist die Anreise mit dem Zug. Ab München gibt es täglich mehrere Züge, die nach Italien fahren. So etwa ein Eurocity mit Ziel Venezia San Lucia oder Verona Porta Nuova, die alle auch in Rovereto halten. Von dort fahren mehrmals täglich Regionalbusse zum Nordufer des Gardasees, zum Beispiel nach Riva del Garda.