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Düsseldorf – Nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Expeditionsschiff „Hondius“ ist eine 65 Jahre alte Deutsche unter strengen Sicherheitsvorkehrungen nach Deutschland gebracht worden. Kurz vor 20 Uhr landete die Frau in Amsterdam, wurde dort zunächst ärztlich auf ihre Transportfähigkeit geprüft – und anschließend in einem aufwendigen Konvoi Richtung NRW gebracht.
Gegen 20.30 Uhr setzte sich der Transport mit niederländischer Polizeibegleitung in Bewegung; an der Grenze übernahm die deutsche Polizei den Begleitschutz für den aus sieben Fahrzeugen bestehenden Tross. Nach einem weiteren Stopp erreichte der Konvoi gegen 23.30 Uhr über die Südzufahrt das Gelände der Düsseldorfer Uniklinik.

An der deutsch-niederländischen Grenze übernahm die deutsche Polizei den Begleitschutz für den aus sieben Fahrzeugen bestehenden Tross
Foto: No Credits
Die Frau wurde ins Leber- und Infektionszentrum eingeliefert, wo nun eine medizinische Ersteinschätzung sowie virologische Untersuchungen erfolgen. Nach Angaben der Klinik handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme: „Es handelt sich um eine Kontaktperson ohne bestätigten Nachweis einer Hantavirus-Infektion“, sagte Professor Torsten Feldt. Die 65-Jährige hatte Kontakt zu einem der drei Todesopfer an Bord, einer 78-jährigen Deutschen aus Passau; Symptome zeigt sie bislang nicht. Eine Unterbringung in der Sonderisolierstation sei nicht nötig – diese ist für hochgefährliche Erreger wie das Ebolavirus vorgesehen.
Unterdessen suchen Ermittler weiter nach der Ursache des Ausbruchs. Nach bisherigen Erkenntnissen könnten sich zwei später verstorbene Niederländer bereits vor Reisebeginn bei einer Vogelbeobachtung in Argentinien infiziert haben. Insgesamt gab es auf der „Hondius“ drei Todesfälle; zudem wurde ein Passagier nach seiner Rückkehr in die Schweiz positiv getestet.
BILD berichtet im Live-Ticker über die Entwicklung rund um das Hantavirus.




