Am Donnerstag wird am Leipziger Amtsgericht das Haus der Schlagersängerin Melanie Müller zwangsversteigert. Hintergrund sind übereinstimmenden Medienberichten zufolge Schulden beim Finanzamt in Höhe von rund 150.000 Euro. Laut einem Gutachten hat das ehemalige Bahnhofsgebäude samt Grundstück im Leipziger Stadtteil Wahren einen Wert von rund 800.000 Euro.

Für die Versteigerung wurden unter anderem Einlasskontrollen angeordnet.

Das Gebäude wurde 1902 errichtet und um 2020 herum umfangreich modernisiert und instandgesetzt. Es verfügt über eine Gesamtmietfläche von rund 600 Quadratmetern.

Zwar wurde ein Wohnrecht für Müllers Kinder in das Grundbuch eingetragen. Wie das Amtsgericht Leipzig dem MDR auf Anfrage mitteilte, erlischt dies jedoch im Falle einer erfolgreichen Versteigerung.

Geldstrafe nach Hitlergruß

Die Schlagersängerin war im Januar vom Landgericht Leipzig wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen und Drogenbesitzes in zweiter Instanz zu einer Strafe von 3.500 Euro verurteilt worden. Die 37-Jährige kündigte an, das Urteil anzuerkennen und nicht in Revision zu gehen.