Nach dem spektakulären Millioneneinbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse Ende 2025 wollen sich an diesem Donnerstag Hunderte Schließfachkunden in der Nähe der Bank zu einer Protestaktion versammeln. Sie fordern Aufklärung über mögliche Sicherheitsmängel und eine volle Haftung für ihr verlorenes Geld, wie es in der Anmeldung bei der Polizei heißt.

500 bis 1.000 Teilnehmer würden erwartet, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei rechne mit einer emotionalen Versammlung und sei mit ausreichenden Kräften vorbereitet. 

Bei dem Einbruch mithilfe eines großen Kernbohrers waren über 3.000 Schließfächer aufgebrochen und leer geräumt worden. Der Schaden liegt im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich. Die Schließfächer sind standardmäßig aber nur mit maximal 10.300 Euro pro Fach versichert. Elf Kunden konnten mit einem Anwalt bei ihren Versicherungen eine Entschädigungssumme von insgesamt rund 250.000 Euro geltend machen.

Zurückgelassene Gegenstände

Ab Freitag können Geschädigte des Einbruchs erste Gegenstände und Dokumente aus ihren aufgebrochenen Schließfächern zurückbekommen. Es gehe dabei um rund 50.000 Gegenstände, die die Einbrecher in dem verwüsteten Tresorraum zurückgelassen haben, teilte die Sparkasse mit. Darunter könnten durchaus auch werthaltige Dinge sein, sagte eine Sprecherin.

Begonnen werde mit namentlich eindeutig zuzuordnenden Dokumenten wie Fahrzeugbriefen oder Kaufverträgen. »Unser Ziel ist es, für Freitag die ersten Termine zur Übergabe von Dokumenten zu vereinbaren«, sagte Sparkassenchef Michael Klotz. Die Zuordnung sei nicht leicht und gleiche einem gigantischen Puzzle.

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