07.05.2026 – 09:00
Berlin (ots)
Deutschland diskutiert ein Aromenverbot für E-Zigaretten. Die Niederlande haben dieses Experiment bereits durchgeführt. Das Ergebnis ist eindeutig: Ein solches Verbot schadet der Gesundheit, anstatt sie zu schützen.
Eine neue Datenerhebung zeigt, dass das niederländische Aromenverbot seit seiner Einführung im Jahr 2024 in jeder Hinsicht gescheitert ist. Das Dampfen unter Minderjährigen hat sich von 3,7 auf 7,6 Prozent mehr als verdoppelt. Der Zigarettenkonsum insgesamt stieg. 27 Prozent der ehemaligen Dampfer gaben an, nach dem Verbot wieder mehr zu rauchen oder erneut mit dem Rauchen begonnen zu haben. 42 Prozent der kontrollierten Händler hielten sich nicht an das Verbot, und 8 von 10 Verbrauchern erklärten, aromatisierte E-Zigaretten seien trotzdem leicht erhältlich. Ein im Auftrag des niederländischen Gesundheitsministeriums erstellter Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass „die große Mehrheit – 87 Prozent – der Dampfer illegale E-Zigaretten nutzt und/oder E-Zigaretten, die über illegale Verkaufskanäle bezogen wurden.“ Also, was gut gemeint scheint, führt zu negativen Folgen: weniger Jugendschutz, mehr Rauchen, mehr Schwarzmarkt.
Das Muster ist in ganz Europa dasselbe. Estland ist ein weiterer Beweis dafür. Das Land hat das älteste Aromenverbot der EU. Es gilt seit 2020. Die Raucherquote ist seitdem um fast 39 Prozent gestiegen. Wer dachte, das Verbot würde den Schwarzmarkt eindämmen, liegt falsch: Schätzungen zufolge sind heute über 50 Prozent der in Estland konsumierten E-Zigaretten illegal. In Litauen, das 2022 nachzog, stieg die Rauchquote ebenfalls. „Die Niederlande, Estland, Litauen, Slowenien: Überall dasselbe Ergebnis. Ein Aromenverbot senkt den Tabak- und Nikotinkonsum nicht. Es verschiebt ihn in den Schwarzmarkt und treibt Menschen zurück zum Rauchen“, sagt Michael Landl, Direktor der World Vapers‘ Alliance.
Aromen spielen eine entscheidende Rolle beim Rauchausstieg. Studien zeigen, dass Nutzer aromatisierter E-Zigaretten eine 230 Prozent höhere Chance haben, mit dem Rauchen aufzuhören.
„Die Frage ist nicht, ob das Verbot scheitern wird, sondern wie viele Menschen in Deutschland dafür den Preis zahlen“, so Landl. Deutschland hat die Daten aus ganz Europa vor sich. Sich trotzdem für ein Aromenverbot zu entscheiden, wäre politisches Versagen auf Kosten der Gesundheit.
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Michael Landl
World Vapers‘ Alliance
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