Weitere Informationen
„Krabat“
Familienoper in 19 Szenen von Marius Felix Lange
Adresse:
Seminarstraße 12
02625 Bautzen
Dauer: 150 Minuten, eine Pause
Termine:
3. Mai, 15 Uhr
Figurentheater in Dresden: „Fabian“ nach Erich Kästner
Dank des Films von Dominik Graf gelangt der frühe Roman „Fabian“ von Erich Kästner wieder zu mehr und vielleicht auch noch mehr verdientem Ruhm. Am Theater Junge Generation in Dresden wurde eine ganz eigene Version der Geschichte auf die Bühne gebracht, die vor allem das Zeitlose betont. Der Werbetexter Jakob Fabian wandert tagtäglich durch ein Berlin, das von Vergnügungslust und Zwietracht gezeichnet ist. Immer wieder sieht er Elend und will helfen, und tatsächlich wird sein Leben besser – zumindest für einen Moment. Schwarz gekleidete Personen laufen wie eine Demogruppe über eine Bühne.
Regisseur Nils Zapfe findet immer wieder überraschende und überzeugende Tricks, um das Publikum in die Großstadt einzuladen, berichtet die Kritikerin Gabriele Gorgas: Das Publikum sitzt auf der Drehbühne und wechselt so schnell in neue Situationen. Mit Figuren und Objekten werden neue Szenen lebendig. Dabei sinniert der Abend immer wieder über den Tod: „Dennoch ist diese Aufführung eher frei von Trostlosigkeit, assoziiert wohl auch eine Art von Totentanz, wie er in den unterschiedlichsten Künsten zu finden ist“, heißt es in den „Dresdner Neuesten Nachrichten„.
Weitere Informationen
„Fabian oder Der Gang vor die Hunde“
nach dem Roman von Erich Kästner
Adresse:
theater junge generation
Kraftwerk Mitte 1
01067 Dresden
Dauer: 100 Minuten, keine Pause
Termine:
15. Mai, 19 Uhr
Schauspiel in Leipzig: „Staubfrau“ von Maria Milisavljevic
Heute Abend will sie eine Entscheidung treffen, sie will ihn verlassen. Dass die Hauptfigur bei Maria Milisavljević keinen Namen hat, ist Programm. Denn in „Staubfrau“ geht es nicht um ein tragisches Schicksal, sondern um ein System: das Patriarchat. Sie ist erschöpft, weil sie sich um die zwei Kinder und den Haushalt kümmern muss, weil sie immer gut aussehen und verfügbar sein soll. Ihr Mann setzt sie unter Druck, körperlich und seelisch. Er beschimpft sie, macht ihr Vorwürfe, stellt sich als krank dar. Der Mann tritt in „Staubfrau“ nicht selbst auf, dafür sind andere Frauen anwesend. Die Mutter der Protagonisten steht für die komplette Anpassung an das patriarchale System, in dem sie ihre Rolle klaglos ausfüllt. Die Großmutter steht als Geist für Freiheit und drängt ihre Enkelin, endlich zu fliehen.
Im Raum stehen noch zahlreiche andere Schicksale, wie das einer Frau, die im Fluss ertränkt wurde und deren Mörder weiter Teil der Gesellschaft bleiben durfte. Für ihren dichten und vielschichtigen Text wurde Maria Milisavljević mit dem renommierten Mühlheimer Dramatikpreis ausgezeichnet. Die Inszenierung in Leipzig sei „sehenswert“, urteilt MDR KULTUR-Theaterredakteur Stefan Petraschewsky. Bühnenbildner Antonín Šilar hat über die gesamte Breite der Bühne mit Glaskästen einen Fluss nachgebildet und schafft so beeindruckende Bilder. Den Schauspielerinnen Paulina Bittner, Katja Gaudard und Irene Kugler gelingt es, sich den fordernden Text zu eigen zu machen. „Ihre Figuren wirken stimmig und überzeugend“, lobt Petraschewsky.
Weitere Informationen
„Staubfrau“ von Maria Milisavljević
Adresse:
Diskothek
Eingang Bosestraße/Ecke Dittrichring
04109 Leipzig
Dauer: 105 Minute, keine Pause
Termine:
17. Mai, 20 Uhr
Tanztheater in Chemnitz: „Caravaggio“ von Bruno Bouché
Solch ausdrucksstarke und lebensnahe Gesichter gab es in der Kunstwelt vorher nur selten: Die Bilder von Caravaggio mit mythischen und biblischen Themen besitzen eine einzigartige Ausdrucksstärke, die bis heute Menschen in die Museen lockt. Der Grund dafür könnte im Leben des Künstlers selbst liegen, der sich auch nicht zurückgehalten hat und auch vor Gewalt nicht zurückschreckte.
Das Ballett von Bruno Bouché über den berühmten Künstler arbeitet sich jedoch nicht an dessen Leben ab, sondern versucht, seiner Bildsprache nachzufühlen. Immer wieder entstehen in der Choreografie ganze Tableaus mit verdrehten Körpern und Farbakzenten der Kostüme, die an die Werke des Italieners erinnern. Kurz nach der Premiere ging die Produktion bereits auf Gastspielreise und überzeugte das französische Publikum: „Die choreografische Geste ist eher reduziert, beeindruckt jedoch durch ihre Präzision“, schreibt der Kritiker Olivier Frégaville-Gratian d’Amore auf „coupsdoeil.fr“. Er ist begeistert, die Bilder auf der Bühne punktgenau entstehen und wieder vergehen. „Alles folgt hier einer fein gearbeiteten Ästhetik. Licht, Stoffe, Texturen bilden ein kohärentes Ganzes.“
Weitere Informationen
„Caravaggio oder Die Stille unseres Herzschlages“
Ballett von Bruno Bouché
Adresse:
Opernhaus
Theaterplatz 2
09111 Chemnitz
Dauer: 90 Minuten, eine Pause
Termine:
8. Mai, 19:30 Uhr
15. Mai, 19:30 Uhr
Performance in Leipzig: Audiowalk „Nach der Bahn die Wende“
Der Sommer kommt und damit beginnt auch die Freibad-Saison. Es sind besondere Orte, wo Menschen allen Alters, aller Schichten und jeden Aussehens zusammenkommen, den Alltag hinter sich lassen und einfach nur die Sonne und das Wasser genießen. Doch als öffentlicher Ort ist die Politik auf die eine oder andere Art auch hier präsent. Das will das Studio Urbanistan mit seinem neuesten Audiowalk spürbar machen. Die beiden Theatermacherinnen aus Leipzig waren in Freibädern in Ost und West unterwegs und haben mit den Menschen dort über ihre Erinnerungen und Erfahrungen gesprochen. Dabei wird deutlich, wie sehr die Systeme BRD und DDR das Freibad-Erlebnis geprägt haben. Diese Unterschiede soll das Publikum auch selbst erleben und gleichzeitig erfahren, wie verbindend so ein Freibad-Besuch sein kann.
Weitere Informationen
„Nach der Bahn die Wende“
Audiovisuelle Performance von Studio Urbanistan
Adresse:
Schreberbad
Schreberstraße 15
04109 Leipzig
Termine:
12. Mai, 18 Uhr
13. Mai, 18 Uhr (mit Nachgespräch)
14. Mai, 18 Uhr (mit Nachgespräch)
15. Mai, 18 Uhr