Neoklassik mit Maske: Lambert

Lambert wurde 2014 dadurch bekannt, dass er auf Youtube mit einer gehörnten Maske coole Indiesongs wunderschön auf dem Klavier interpretierte. Die Maske – übrigens keine Antilope, sondern eine sardische Stiermaske – ist geblieben, das Wunderschöne auch. Doch der in Berlin lebende Künstler, der sein Gesicht, seinen Namen und weitere Infos nicht preisgeben will, hat sich seitdem weiterentwickelt. Inzwischen spielt er in einem Trio und jetzt auch Jazz, moderne Klassik und elektronische Elemente. Sein 9. Studioalbum: „I Am Not Lambert“, das jetzt erscheint, ist sein erstes Album mit Gesangsparts, also mit richtigen Songs, wenn man so will. Vielleicht nimmt er sogar die Maske ab?

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Dienstag, 5. Mai, 20 Uhr

Die Tonne im Kurländer Palais
Tzschirnerplatz 3 – 5
01067 Dresden

Rapperin und bald Superstar: Haiyti

Haiyti hat schon mit den Großen der deutschen HipHop-Szene Musik gemacht: Trettmann, Casper, Haftbefehl und viele mehr. Sie hat den ECHO gewonnen, das Feuilleton um den Finger gewickelt und hunderte Millionen Streams gesammelt. Dennoch ist die Rapperin immer auch eine Außenseiterin geblieben, ein Phänomen, das sich ihrer Umwelt entzieht und ihrer Konkurrenz sowieso. Ihr letztes Album „Junky“ handelt von dieser Ausnahmestellung: von dem Schmerz, den sie mit sich bringt, und den Chancen, die sich auftun, wenn eh schon alles vorbei ist. Und auf ihren neuen Mixtapes „Oubliette“ Vol. 1 und Vol. 2 wird sie noch persönlicher und schaut zurück bis in ihre Kindheit. Dabei wäre es wirklich langsam Zeit, dass die Hamburgerin selbst zu den ganz Großen der Szene wird. Denn ihre Songs sind wunderbare Ohrwürmer mit cleveren Lyrics und tanzbaren Beats.

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Donnerstag, 7. Mai 2026, 20 Uhr

Moritzbastei
Universitätsstraße 9
04109 Leipzig

„Teenage Kicks“ forever: The Undertones

Punk ist nicht tot. Und wenn es dafür einen weiteren Beweis braucht, dann sind es die Undertones, die ganz lebendig auf “50th anniversary tour“-Tour sind: 50 Jahre ist es also schon her, dass sich die nordirische Band gründete und mit „Teenage Kicks“ einen Song über eine typische Junge-trifft-Mädchen-Geschichte schrieb. Der landete dann bei Radiomoderator John Peel, der „Teenage Kicks“ gleich zwei Mal hintereinander spielte und zum Superhit machte. Es sollte bis zu seinem Tod sein Lieblingslied bleiben – und darüber hinaus, denn seinem Grabstein ziert die erste Zeile des Songs: „Teenage dreams, so hard to beat“. Fast ein halbes Jahrhundert nach ihrer Bandgründung 1975 sind die Undertones wieder auf Tour, um zu zeigen, dass sie daneben noch jede Menge anderer mitreißender Punkhits im Petto haben.

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Freitag, 8. Mai 2026, 20 Uhr

UT Connewitz
Wolfgang-Heinze-Straße 12 a
04277 Leipzig

Wiener Schmäh: Voodoo Jürgens

Voodoo Jürgens ist schwer zu verstehen – zumindest wenn man der österreichischen Sprache nicht mächtig ist. Doch es lohnt sich, dem Wiener Liedermacher mit dem schwarzen Humor zuzuhören. In seinen Songs erzählt er Geschichten von Außenseitern, Gaunern, Verlierern und abgehängten Antihelden. In Leipzig und in Dresden stellt der Austropopper jetzt sein viertes Album „Gschnas“ vor, auf dem er das „Beisl“, die kleine Welt da drinnen, jene in der eigenen Seele verlässt und die große Welt da draußen bestaunt und besingt. Seine Band swingt, twisted und jazzed sich bodenständig, geschmackvoll und immer mit einer Leidenschaft, als ginge es um ihr Leben durch ein Panoptikum allerschönster Klänge. Das macht auch Spaß, wenn man nicht alles versteht.

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Sonntag, 10. Mai, 20 Uhr

Conne Island
Koburger Str. 3
04277 Leipzig

und

Dienstag, 12. Mai, 20 Uhr

Beatpol
Altbriesnitz 2a
01157 Dresden

Suchen nach Shakespeare: Woods Of Birnam

Das Konzert der Dresdner Band im Leipziger Schauspielhaus steht ganz im Zeichen von Shakespeare, schließlich machte sich die Band von Schauspieler Christian Friedel seit ihrer Gründung 2011 vor allem einen Namen durch die Verbindung von Shakespeare-Zeilen mit moderner Popmusik – und hat bereits das Doppelalbum „Searching For William“ mit 56 Songtiteln veröffentlicht, bei dem neben den vielen Songs auch Monologe und Textauszüge im Rampenlicht stehen – und das in Originalsprache! „Erforscht werden die Stimmen der Vergangenheit, man folgt der wunderschönen alten englischen Sprache und spürt den Assoziationen ins Heute nach. Hamlet und Macbeth kommen ebenso zu Wort, wie auch Hexen, Geister und Narren, entsprungen aus der Welt des berühmten Theaterdichters“, verspricht die Ankündigung. Es wird ein außergewöhnlicher Abend, so viel ist sicher.

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Freitag, 22. Mai 2026, 20 Uhr

Schauspielhaus Leipzig
Große Bühne
Bosestr. 1
04109 Leipzig 

Gute Melodien, visionäre Lyrics: Düsseldorf Düsterboys

Der Bandname Düsseldorf Düsterboys führt ein wenig in die Irre, schließlich kommen die beiden Musiker Peter Rubel und Pedro Concalvez aus Essen. Ein bisschen düster sind ihre Songs aber schon, auch wenn in ihnen auch immer ein wenig Witz versteckt ist. Nun sind die Düsterboys mit ihrem noch aktuellen Album „Duo Duo“ in Dresden, das sie selbst sehr passend beschreiben: „Sehr gute Melodien, ordentliche Harmonien und visionäre Lyrics.“ Genau so hört sich das an. Der Musikstil nennt sich wahrscheinlich „outernational Folk-Musique“ oder einfach Musik für Menschen, die ihre Kippen aus dem Schrank holen, bevor sie sich ins Societaetstheater begeben.

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Samstag, 30.05.2026, 20:00 Uhr

Societaetstheater
Gutmann-Saal
An der Dreikönigskirche 1A
01097 Dresden