Über 2.500 Sparkassen-Kunden der Filiale Gelsenkirchen-Buer sind Opfer eines der größten Bankraubüberfälle in Deutschland geworden. Seit dem Einbruch Ende Dezember 2025 sind mehrere Monate vergangen und viele Betroffene fühlen sich von der Polizei und der Sparkasse im Stich gelassen. Das Geldinstitut hatte bisher jede Kritik zurückgewiesen. Die Filiale mit dem Schließfachraum sei „nach dem anerkannten Stand der Technik gesichert“ gewesen, hieß es mehrfach.

Kurz nach dem Vorfall äußerte sich auch Oberbürgermeistern Andrea Henze zu dem Sparkassen-Coup. Der Veranstalter fordert die Oberbürgermeisterin daher auf, sich die Sorgen und Ängste der Betroffenen bei einer Demo am 7. Mai in Gelsenkirchen anzuhören und sie so zu unterstützen. Doch wird Andrea Henze dieser Einladung nachkommen?

📌 Fakten

  • Andrea Henze ist am 3. Dezember 1975 in Dessau geboren
  • Seit 2025 ist Andrea Henze Oberbürgermeisterin von Gelsenkirchen
  • Bei der Stichwahl erhielt sie 66,93 Prozent der Stimmen, während Gegner Norbert Emmerich nur 33,07 Prozent einholte.
  • Gleichzeitig Mitglied und Vorsitzende wichtiger kommunaler Gremien (u. a. Sparkassenaufsicht)

Stellt sich Andrea Henze dem Gespräch mit den Sparkassen-Opfern?

Als der Tresorraum der Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen-Buer ausgeraubt wurde, dauerte es nicht lange bis die Schließfach-Besitzer vor der Tür Schlangen standen. Sie hatten Fragen, auf die sie auch bis heute zum Teil noch keine Antwort bekommen haben. Oberbürgermeisterin Andrea Henze verschaffte sich selbst einen Eindruck von vor Ort und sprach mit den Geschädigten.

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In einem Facebook-Video teilte sie anschließend mit: „Ich kann die Wut, das Unverständnis und auch die Verunsicherung total nachvollziehen.“ Ihren Angaben zufolge nehme sie die Sorge der Betroffenen sehr ernst und werde das weitere Vorgehen als Vorsitzende des Verwaltungsrats der Sparkasse „eng begleiten“. Auch wenn sie betonte, dass die Stadtverwaltung keine unmittelbare Zuständigkeit habe.

Noch weitere Meldungen:

Und genau diese Worte hätten „Hoffnung geweckt“, heißt in einer Mail des Demo-Veranstalters an Andrea Henze. „Umso größer ist nun die Enttäuschung, dass viele Betroffene dieses Engagement bislang nicht in der erhofften Form wahrnehmen.“

Wünschen würden sie sich stattdessen „eine deutlichere Positionierung, mehr Transparenz und ein erkennbares Eintreten für ihre [die Betroffenen] Interessen“. Die beste Chance dafür könnte doch die Demo in Gelsenkirchen sein, oder? Das denkt sich zumindest der Organisator und lädt die SPD-Politikerin direkt ein. Aber ob sie der Einladung folgen und bei der Demo wirklich das Gespräch suchen wird? Wir haben nachgefragt und leider eine Absage erhalten. „Die Oberbürgermeisterin leitet zeitgleich die Sitzung des Hauptausschusses der Stadt Gelsenkirchen und kann somit an anderen Terminen nicht teilnehmen“, so die Erklärung des Pressesprechers der Stadt Gelsenkirchen.

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