Die Mais-Preise fallen ebenfalls heftig – für den vorderen Junitermin um 5,50 Euro auf 219,15 Euro und für die neue Ernte um 4 Euro auf 209,50 Euro je Tonne. Damit beträgt der Preisabstand zwischen dem Juni-Maispreis und dem auslaufenden Weizenpreis außergewöhnliche 26 Euro und zwischen dem Juni-Maispreis und der neuen Weizenernte immerhin noch 3 Euro. Die Preise für die alte Mais-Ernte erreichten gestern im Handel sogar neue Höchststände. 

Der Juni-2025-Kontrakt notierte bei 228 €/t und der August-2025-Kontrakt bei 229,25 €/t, bevor die Preise zum Handelsschluss wieder nachgaben. Futtermittelhersteller berichten weiterhin von einem sehr deutlichen Preisunterschied zwischen Mais und Weizen. In den USA fallen die Maispreise ebenfalls heftig um 2,5 %. Die Ölpreise sind trotz des Rückgangs aber weiterhin relativ hoch, zumal die Straße von Hormus aufgrund der US-Blockade ebenfalls noch nicht offen ist. 

Höhere Inputkosten, darunter für Düngemittel, Chemikalien und Diesel, schmälern die Gewinnmargen und gefährden die Erträge der nährstoffintensiven Kulturpflanze Mais. Als Reaktion darauf reduzieren Landwirte in wichtigen Anbaugebieten von den USA bis Europa die Maisanbaufläche und wechseln zu weniger ressourcenintensiven Kulturen, um die Kosten zu senken. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) meldete einen Abschluss der Maisaussaat von 25 Prozent in den USA, was über den Erwartungen und über dem Fünfjahresdurchschnitt liegt. 

Allerdings könnten bevorstehende Stürme im Mittleren Westen den Fortschritt in einigen Gebieten verlangsamen. Marktteilnehmer warten zudem auf den neuesten Erntefortschrittsbericht des US-Landwirtschaftsministeriums, der nach Börsenschluss am Montag veröffentlicht wurde und aktualisierte Daten zu Aussaat und Zustand der Felder liefern soll. In einigen Gebieten des zentralen und östlichen Getreidegürtels verzögert sich die Aussaat aufgrund der nassen und kalten Witterung weiterhin.

Laut Daten des NASS Crop Progress waren in den USA am Sonntag 38 % des Maises ausgesät. Das sind 4 % mehr als der Fünfjahresdurchschnitt von 34 % und entspricht nun dem Stand des Vorjahres. In weiten Teilen der nördlichen Plains, die sich bis nach Iowa und Wisconsin erstrecken, wird in der kommenden Woche voraussichtlich trocken bleiben, sodass die Aussaat weiter voranschreiten kann. In weiten Teilen des Landes, von Missouri über das Ostküstengebiet bis zur Ostküste und weiter südlich, werden hinngen 25 bis 75 mm Niederschlag erwartet.