Mit etwas Phanatasie kann man es sich bildlich vorstellen. Wie der noch sehr junge Markus Lüpertz – damals ein Teenager – mit seinem Kommilitonen der Werkkunstschule Krefeld die wilden Tiere im Zoo mit flinken kraftvollen Linien skizziert. Später dann macht man die Straßen der Seidenstadt unsicher. Feiert, vermutlich auch wild. Bevor man am nächsten Tag sich wieder wertvolle Impulse von Laurens Goossens, dem damaligen Lehrer von Lüpertz an der Werkkunstschule, holt. So oder so ähnlich wird es wohl gewesen sein Ende der 1950er-Jahre in Krefeld. Wie Schilderungen des Lüpertz-Assistenten und Kurators der Ausstellung, die am Freitag im Krefelder Kunstverein eröffnet, Stefan Skowron, nahelegen, hat sich Lüpertz, Jahrgang 1941, hier seinerzeit wohlgefühlt. Erinnert sich gerne.