Berlin – Unbekannte zogen ihn in einen Transporter und gaben Gas: Geschäftsmann Ismet K. (51) wurde in einem Waldstück im Berliner Ortsteil Waidmannslust entführt. Seither gibt es kein Lebenszeichen von ihm. Jetzt suchen Polizei und Staatsanwaltschaft öffentlich nach dem Bosnier.

Als gesichert gilt laut Staatsanwalt Michael Petzold, Sprecher der Berliner Generalstaatsanwaltschaft, dass der Geschäftsmann „von bislang unbekannten Männern um 11.15 Uhr am 23. April mutmaßlich unter Anwendung von Gewalt in den Laderaum eines weißen Transporters verbracht und verschleppt wurde. Seitdem ist er unbekannten Aufenthalts.“

Kein Lebenszeichen des Geschäftsmannes

Ob Ismet K. noch lebt, können die Ermittler nicht sagen. Petzold sagte nur: „Es gab bislang keinerlei Kontaktaufnahme von den Entführern mit der Familie des Entführten oder Menschen aus seinem Umfeld.“ Polizei und Staatsanwaltschaft können ein Gewaltverbrechen bislang nicht ausschließen. Deshalb hat die 3. Mordkommission beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen übernommen.

An dieser Weggabelung im Norden Berlins wurde der 51-Jährige verschleppt

An dieser Weggabelung im Norden Berlins wurde der 51-Jährige verschleppt

Foto: Timo Beurich

Ob es im Vorfeld der gewaltsamen Verschleppung von Ismet K. Drohungen oder Geldforderungen gegeben habe, sagte Petzold unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht. Aber: „Aus den Ermittlungen ergibt sich, dass ein finanzielles Motiv nicht ausgeschlossen werden kann.“

Seit zwei Wochen gibt es kein Lebenszeichen von Ismet K. - die Polizei sucht deshalb Zeugen, die etwas zu seinem Aufenthaltsort sagen können, oder seine Entführung am 23. April am Wolfacher Pfad in Waidmannslust beobachtet haben

Seit zwei Wochen gibt es kein Lebenszeichen von Ismet K. Die Polizei sucht deshalb Zeugen

Foto: Polizei

Wer hat Hinweise zum Verschwinden von Ismet K. ?

Polizei und Staatsanwaltschaft suchen jetzt deshalb mit den beiden Bildern von Ismet K. nach Zeugen, die etwas zu seinem Aufenthaltsort sagen können oder seine Entführung am 23. April am Wolfacher Pfad in Waidmannslust beobachtet haben. Auf Höhe der Hausnummer 3 soll der weiße Transporter vorgefahren sein. Dann sollen Unbekannte den Bosnier in Berlin gepackt und gewaltsam in den Transporter verfrachtet haben. Die Türen wurden verschlossen. Der Fahrer gab Gas und fuhr in unbekannte Richtung.

Am Tatort hat die Polizei Fahndungsplakate aufgehängt

Am Tatort hat die Polizei Fahndungsplakate aufgehängt

Foto: Timo Beurich

Hinweise nimmt die Mordkommission unter der Rufnummer (030) 4664-911333 oder per E-Mail an LKA113-Hinweis@polizei.berlin.de entgegen. Zeugen können sich aber auch an jede Polizeidienststelle oder die Internetwache wenden.